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Holstein Kiel will in Chemnitz die Torflaute beenden

Dritte Fußball-Liga Holstein Kiel will in Chemnitz die Torflaute beenden

Fängt der frühe Vogel tatsächlich den Wurm, dann darf Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend beim Chemnitzer FC (14 Uhr/live in der MDR-Konferenz) vom zweiten Auswärtssieg dieser Saison träumen.

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Steven Lewerenz gehört wieder zum Aufgebot der KSV und soll in Chemnitz möglichst Grund zum Jubeln haben.

Quelle: Frank Molter

Chemnitz. Die Störche bestritten am Freitag um 8.30 Uhr im heimischen Trainingshorst ihre Abschlusseinheit, bevor es mit dem Bus auf die 620 Kilometer lange Tour nach Sachsen ging.

Eine Dienstfahrt, die nicht nur wegen der zeitintensiven Anreise große Willenskraft erfordert. Seit vier Partien sind die form- und heimstarken Himmelblauen ungeschlagen, haben zuletzt vier Siege, zwei Remis, eine Niederlage eingefahren. Die Weichen für den Aufstieg ins Bundesliga-Unterhaus sind gestellt, sowohl personell als auch strukturell. Holstein betritt heute erstmals den 30 Millionen Euro teuren und fast ausschließlich mit Steuergeldern finanzierten Stadionneubau an der Gellertstraße, für dessen Nutzung der CFC erst in Liga zwei Miete zahlen muss. Andere Baustellen hat derweil Störche-Cheftrainer Markus Anfang abzuarbeiten. Es gilt, das Rätsel um die speziell in fremden Gefilden herrschende Torflaute zu lösen. „Wie viel Risiko müssen wir eingehen, um unbedingt das Tor zu machen?“, fragt sich der Fußball-Lehrer. Seine Antworten bestimmen die Namen der Startelf. Und die könnte durchaus von überraschenden Personal-Rochaden geprägt sein. Verzichten muss der 42-Jährige auf die angeschlagenen Manuel Janzer und Patrick Kohlmann sowie auf die gesperrten Dominic Peitz und Tammo Harder.

 Offensivkraft Steven Lewerenz dagegen zählt nach seiner vereinsinternen Sperre für das Erfurt-Spiel wieder zum Aufgebot. Hofft Anfang insgeheim auf einen ähnlichen Effekt wie beim gleichfalls undisziplinierten BVB-Sturmass Pierre-Emerick Aubameyang, der in Partie eins nach seiner Suspendierung mit einer Vier-Tore-Gala gegen den HSV reagierte? „Da gibt es Nullkommanull Parallele zum Fall in Dortmund“, sagt der Kieler Fußballlehrer und lacht.

 Weniger amüsant: Der letzte Holstein-Erfolg in Chemnitz datiert vom 22. Oktober 2010. Fiete Sykora (jetzt ETSV Weiche) und Marc Heider (jetzt VfL Osnabrück) zeichneten damals für die Treffer verantwortlich. Zwei Angreifer, die heute nicht mehr zum Störche-Kader gehören.

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