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"Wir müssen nur auf uns schauen"

KSV-Stürmer Manuel Schäffler "Wir müssen nur auf uns schauen"

Nach zuletzt fünf Siegen und einem Remis ist der Hallesche FC zehn Punkte vom Tabellenzweiten und kommenden Gast Holstein Kiel (Sonntag, 14 Uhr) sowie nur noch sieben Zähler von Relegationsrang drei entfernt. Doch die Punktspiel-Saison ist für Halle gelaufen, die Vereinsoberen haben aus Kostengründen keine Lizenz für die Zweite Liga beantragt.

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Gefeierter Hallenser Siegschütze: Auf den Schultern getragen wird Selim Aydemir (re.) nach dem Elfmeterschießen von Magdeburg.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel/Halle. Der Gewinn des Landespokals und die damit verbundene Teilnahme an der mit 140000 Euro Garantieeinnahme versüßten DFB-Pokalhauptrunde scheint angesichts des Endspielgegners (Fünftligist VfL Halle 96) zu 99,9 Prozent sicher. Hätten die Hallenser das Derby in Magdeburg verloren, wäre Rang vier in Liga drei als direkter Qualifikationsplatz für den DFB-Pokal noch erstrebenswert gewesen. Doch Selim Aydemir verwandelte vor 18749 Zuschauern in der MCDD-Arena den entscheidenden Versuch im Elfmeterkrimi, der nach einem 0:0 nach 120 Minuten erforderlich geworden war.

 Vom Zweitliga-Verzicht ihres Arbeitgebers zu einem Zeitpunkt, als das Team auf Platz 13 sein Dasein fristete, haben die HFC-Profis nach Informationen der „Mitteldeutschen Zeitung“ zu Wochenbeginn aus der Presse erfahren. Auf 15000 bis 20000 Euro beziffert Holstein Kiels Sportlicher Leiter Ralf Heskamp die Kosten des Antrags zur Lizenzerteilung fürs Bundesliga-Unterhaus. Am Mittwoch bejubelte HFC-Vizepräsident Jörg Sitte dagegen auf der Vereinshomepage die Lizenzerteilung für die kommende Drittliga-Saison ohne Auflagen als „tollen Tag“. Und der Matchwinner von Magdeburg, der aus dem Nest der Störche stammende Aydemir, antwortete auf die Fragen, ob es künftig im Liga-Alltag um die „goldene Ananas“ gehe oder er einen Spannungsabfall nach den glänzenden Ergebnissen der Vorwochen befürchte: „Nein!“ Der Erfolgsdruck sei zwar weg, aber gewinnen auch immer geil. Und Siegprämien seien schließlich auch nicht schlecht für die Urlaubskasse.

 Auch Störche-Verteidiger Patrick Kohlmann mag sich von dem Hickhack an der Saale nicht blenden lassen: „Ich beschäftige mich nur mit Dingen, die ich beeinflussen kann.“ Holstein-Stürmer Manuel Schäffler ergänzt: „Das ist nicht unser Thema, das muss jeder für sich interpretieren. Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Es geht am Sonntag um drei Punkte – und die wollen wir haben.“

 Sieben Treffer und drei Torvorlagen zieren das persönliche Konto Schäfflers. Der 26-Jährige verdient sich als Kilometerfresser zum Wohle der kollektiven Defensive Woche für Woche Bestnoten. Allerdings herrscht beim gebürtigen Bayern seit nunmehr 462 Minuten Torflaute. Fehlen aufgrund des extrem hohen Laufpensums Kraft und Konzentration in vorderster Front? „Mein Fitness-Level ist überragend. Und meine Torquote interessiert mich überhaupt nicht. Wichtig ist der Mannschaftserfolg. Wenn ich ein Tor mache, ist das überragend. Wenn ich eins auflege auch. Und wenn dank meiner Hilfe eines verhindert wird sowieso.“

 Beim Kieler 3:0-Hinspielsieg schnürte Schäffler, dessen Oberlippenbart als Zeichen der Unbesiegbarkeit nach mittlerweile elf Spielen ohne Niederlage deutlich sichtbar gesprossen ist, einen Dreierpack. „Den bisher einzigen in meiner Profikarriere“, wie der ehemalige U20-Nationalspieler sagt. Auch die Erinnerung an dieses Erlebnis könnte ein Gesprächsthema sein, wenn sich Schäffler von morgen auf Sonntag im Mannschaftshotel mit seinem ständigen Zimmerpartner Marlon Krause auf das Spiel beim Halleschen FC vorbereitet.

 Derzeit sind die Eintrittskarten für die Heimspiele gegen Chemnitz (25. April/14 Uhr) und Fortuna Köln (9. Mai/14 Uhr) im Verkauf. Tickets für das letzte Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (23. Mai/13.30 Uhr) gibt es direkt nach dem Heimspiel gegen Köln. Tickets für das Spiel in Bielefeld (2. Mai/14 Uhr) sind am Donnerstag (23. April) von 12 bis 18 Uhr im Fanshop am Holstein-Stadion erhältlich.

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