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Störche verlieren in Osnabrück mit 2:3

Dritte Fußball-Liga Störche verlieren in Osnabrück mit 2:3

Fußball-Drittligist Holstein Kiel hat zum Abschluss der englischen Woche am Sonnabend eine 2:3 (0:3)-Niederlage beim VfL Osnabrück kassiert.

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Holsteins Kapitän Marlon Krause (Mitte) verlässt mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz.

Quelle: Matthias Hermann

Osnabrück. The same procedere as every year! Wie beim 90. Geburtstag beim Silvester-TV-Evergreen "Dinner for one" ergeht es auch Holstein Kiel bei seinen Gastspielen in Osnabrück. Mit 2:3 (0:3) unterlagen die Störche im Stadion an der Bremer Brücke, kassierten somit nach dem 0:4 und 1:2 in den beiden Vorjahren die dritte Drittliga-Niederlage beim VfL in Folge und nach dem 2:4 in Chemnitz am vergangenen Sonnabend die zweite Auswärtsschlappe der englischen Woche in Serie.

Dabei zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Neitzel nach dem fragwürdigen, zum 0:1-Rückstand führenden Elfmeter von David Pisot (12.) bis zum Halbzeitpfiff eine bedenklich schwache Defensivleistung. „Wir haben nach dem 0:1 komplett die Ordnung verloren. Und die Osnabrücker haben uns dafür hart bestraft“, übte auch Mittelfeldspieler Maik Kegel ungeschönte Selbstkritik. Verursacher dieses Strafstoßes war KSV-Kapitän Marlon Krause, der im Laufduell mit Marcos Alvarez zu ungestüm Arme und Füße einsetzte. „Fast eine Kopie des Strafstoßes von Chemnitz“, meinte Neitzel nach dem Schlusspfiff. Endgültig zum Pechvogel avancierte Krause in der 49. Minute, als er erneut gegen Alvarez um den Ball sprintete und sich bei der finalen Rettungstat das linke Knie verdrehte. Den Schweregrad der Verletzung wollten die Störche vor der Heimkehr in Kiel nicht kommentieren. MRT-Aufnahmen sollen Klarheit schaffen. Die bereits geführten Gespräche mit einem neuen Innenverteidiger könnten, so Neitzel, jetzt aber intensiviert werden.

Waren die lila-weißen Gastgeber schon vor der Halbzeitpause trotz ihrer komfortablen 3:0-Führung keineswegs ein gnadenlos Furcht einflößender, sondern allenfalls ein konterstarker Gegner, so besaßen sie im zweiten Durchgang nicht eine nennenswerte Chance. Für Denis-Danso Weidlich übte sich Evans Nyarko durchaus achtbar im zentralen defensiven Mittelfeld. Und auch Weidlich selbst, zuvor auf der Sechser-Position ein Totalausfall, agierte als Krause-Vertreter in der Innenverteidigung plötzlich solide.

Und als Fabian Schnellhardt (67.) eine flüssige Kombination mit dem Anschlusstreffer veredelt hatte, keimte noch einmal Hoffnung im Holstein-Lager. Erst recht, als der Ex-Dortmunder Nyarko die Kugel nach feiner Ballannahme aus zehn Metern trocken zum 2:3 unter die Latte des VfL-Gehäuses geknallt hatte. Doch einen Schnellhardt-Freistoß (90.+2) aus halbrechter Position faustete Osnabrücks Keeper Marvin Schwäbe zurück ins Feld – und damit ins lila-weiße Drei-Punkte-Glück. „Für die Leistung der zweiten Halbzeit gebührt der Mannschaft ein großes Kompliment“, so Neitzel. Nur ein Punkt aus der englischen Woche – kein Grund zur Panik, aber spätestens ab jetzt ist die Zeit der schönen Reden passe.

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VfL Osnabrück: Schwäbe – Bleker, Pisot, Willers, Dercho – Ornatelli, C. Groß, Tüting (72. Chahed), Hohenstedt – Savran (80. Syhre), Alvarez (65. Kandziora).

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Krause (50. Nyarko), Schmidt, Czichos – Lewerenz (46. Janzer), Weidlich, Kegel, Schnellhardt – Schäffler (46. Sane), Heider.

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel) – Tore: 1:0 Pisot (12./Foulelfmeter), 2:0 Savran ((39.), 3:0 Tüting (44.), 3:1 Schnellhardt (67.), 3:2 Nyarko (75.) – Zuschauer: 7265 – Gelbe Karten: Pisot/Weidlich, Schäffler, Schnellhardt, Czichos.

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