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Ralf Becker wird neuer Sportchef

Holstein Kiel Ralf Becker wird neuer Sportchef

Neuer Name, anhaltendes Glück? Darauf hofft zumindest Fußball-Drittligist Holstein Kiel bei Ralf Becker. Der in Leonberg bei Stuttgart geborene Ex-Profi löst Uwe Stöver als Geschäftsführer Sport bei den Störchen ab.

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Ralf Becker wird neuer Sportchef bei der KSV.

Quelle: imago

Kiel. Stöver hat am kommenden Sonnabend seinen offiziell letzten Arbeitstag an der Förde und wechselt danach aus freien Stücken nach nur fünfeinhalb Monaten an der Förde zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Wie der 49-jährige Stöver erhält auch der vier Jahre jüngere Becker, nach Andreas Bornemann, Ralf Heskamp und Stöver der vierte Sportliche Leiter binnen zwei Jahren, in Kiel einen Dreijahresvertrag.

„Wir sind sicher, dass wir mit Ralf Becker die Lücke schließen werden, die Uwe Stöver hinterlässt“, sagt Stefan Tholund, Vorsitzender des Holstein-Aufsichtsrats. „Ich freue mich sehr auf eine tolle und spannende Aufgabe“, erklärt Becker: „Holstein ist ein richtig interessanter Verein. Mein Ziel ist es, meinen Teil dazu beizutragen, dass der KSV der nächste Schritt gelingt.“

Ausgebildeter DFB-Fußball-Lehrer

Becker spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für die Bundesligisten Bayer Leverkusen und FC St. Pauli (Saison 1995/96, 15 Einsätze) sowie in Liga zwei für die Stuttgarter Kickers. Als Assistenztrainer stieg er mit dem Karlsruher SC in die Bundesliga auf und wechselte am 13. Januar 2011 vom SSV Ulm zum VfB Stuttgart. Dort übernahm der verheiratete Familienvater zunächst den Posten des Chefscouts, später dazu die Gesamtleistung des VfB-Nachwuchses. Auch wegen unterschiedlicher konzeptioneller Vorstellungen mit dem ehemaligen Sportvorstand Fredi Bobic und dessen Nachfolger Robin Dutt gab es am 7. Februar die Scheidung der sportlichen Ehe – Becker wurde freigestellt. Voraussichtlich Anfang Juni wird der ehemalige Mittelfeldspieler bei den Störchen seinen Dienst antreten.

Becker ist ausgebildeter DFB-Fußball-Lehrer und hat ein Sportmanagement-Studium erfolgreich abgeschlossen. Auch er hatte sich auf die nunmehr von Stöver besetzte Position des Sportchefs in Kaiserslautern beworben. „Ich habe dort ein Konzept vorgestellt, auf das ich auch ein sehr gutes Feedback erhalten habe. Am Ende haben wir aber nicht zusammengefunden“, so Becker in einem Interview mit dem Internetportal transfermarkt.de.

Holstein Kiel betrachte er als große Chance, erstmals in maßgeblich verantwortlicher Position tätig sein zu können, sagte der neue starke Mann der Störche gegenüber dieser Zeitung. Er werde zunächst alleine in Kiel leben, es sei aber besprochen, dass mittelfristig Frau und Kinder nachkommen. Auch deshalb, „weil für mich die Lebensqualität in Kiel sehr hoch ist“. Auch norddeutscher Humor scheint dem Schwaben zu liegen: „Nein, von Fischbrötchen bekomme ich keinen Ausschlag.“

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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Kommentar

Gut, geht so, schlecht? Welches dieser Klassifizierungskriterien auf Ralf Becker zutrifft, muss sich erst noch zeigen. Positiv ist, dass der Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel die durch den überraschenden Wechsel von Uwe Stöver zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern vakante Position des Sportchefs zügig besetzt hat.

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