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Fünfter Heimsieg für Holstein Kiel

Gegen VfR Aalen Fünfter Heimsieg für Holstein Kiel

Ohne jeden Glanz, aber letztlich doch verdient gewann Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend sein Heimspiel gegen den Zweitligaabsteiger VfR Aalen. Mathias Fetsch (40.) sicherte den Störchen mit seinem Tor des Tages drei mit Blick auf den Tabellenkeller eminent wichtige Punkte.

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Mathias Fetsch traf zum 1:0 für Holstein Kiel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ergebnis gleich Erlebnis. Nach dem Schlusspfiff hatte der Kieler Anhang unter den 4238 Zuschauern die lange triste Darbietung abgehakt und feierte den Sieger. Sowohl bei der überaus unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen Osnabrück als auch beim 0:0 bei den Stuttgarter Kickers hatten die Störche spielerisch überzeugt – der Ertrag der beiden jüngsten Spiele indes war minimal. Diesmal offerierte die bisweilen kaum zu erklärende Sportart Fußball die andere Seite der Medaille.

Die Nordlichter kamen gegen defensiv diszipliniert zu Werke gehende und im Angriff sporadisch Nadelstiche setzende Aalener in Durchgang eins überhaupt nicht ins Rollen. Vom zuletzt bestaunten Offensivfeuerwerk mangels Mut, Inspiration, Präzision im Passspiel und Tempo keine Spur. Die Dynamik des wegen einer Muskelverhärtung pausierenden offensiven  Mittelfeldspielers Willi Evseev fehlte an allen Ecken und Kanten. Auch deshalb war die jüngste Kritik an der mangelnden Chancenverwertung an diesem Sonnabend in Holstein-Reihen kein Thema. Aus gutem Grund: Es gab keine Tormöglichkeiten für die Störche.

Eine Führung wie aus dem Nichts

Zumindest bis zur 40. Minute. Zweimal Glück hatten die Kieler zuvor. Als Gerrit Wegkamp (24.) einen Kopfball zum 1:0 der Gäste eingenickt hatte, zeigte Schiedsrichter Steffen Mix auf den Abstoßpunkt am Kieler Fünfmeterraum. Der Ball hatte bei der Flanke von Markus Schwabl im Vorlauf die Torauslinie überschritten. Wegkamps 18-m-Schuss entschärfte KSV-Keeper Robin Zentner (30.) per Flugparade. Dann landete die Kugel nach einem Doppelschnitzer der VfR-Verteidiger Sebastian Schulz und Fabian Menig bei Mathias Fetsch. Eine kurze Ballannahme, ein Haken, ein platzierter Schuss mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze – und plötzlich durften die Störche jubeln. Eine Führung wie aus dem Nichts.

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Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die zuvor auch optisch unterlegenen Störche zumindest auf Augenhöhe zum keinesfalls brillant auftrumpfenden Kontrahenten. Die Einwechslung von Tim Siedschlag für Finn Wirlmann zeigte positive Wirkung. Während die Süddeutschen in ihren Bemühungen eindrucksvoll demonstrierten, dass sie das fußballerische Schießpulver wahrlich nicht erfunden haben, verpassten Fetsch (75.), Steven Lewerenz und Siedschlag (85.) den Ausbau des Vorsprungs. Die Kieler konnten diesen Umstand verschmerzen. Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport bei der KSV Holstein, hatte zwar „das schlechteste Spiel unserer Mannschaft in 2016“ gesehen, freute sich aber dennoch diebisch über die drei Punkte. Und KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel konstatierte: „So ist der Fußball. Heute haben wir schlecht gespielt, aber ein gutes Ergebnis erzielt.“ Dass sich die Störche in der  zweiten Partie im Rahmen der Englischen Woche am Dienstag (19 Uhr) bei Hansa Rostock „gewaltig steigern müssen“, daran ließ der 48-Jährige an diesem sonderbaren Februar-Nachmittag allerdings keinerlei Zweifel.

Statistsik

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann – Lewerenz, Kegel (89. Weidlich), Wirlmann (46. Siedschlag), Schnellhardt – Fetsch, Heider (46. Schäffler).

VfR Aalen: Bernhardt – Schwabl, Barth (82. R. Müller), Neumann, Menig – Kotzke (71. Ojala), Welzmüller – Kartalis, Drexler – Wegkmap, Morys.

Schiedsrichter: Steffen Mix (Abtswind) – Tor: 1:0 Fetsch (40.) – Zuschauer: 4238 – Gelbe Karten: Sigurbjörnsson/Welzmüller.

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