13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Historie nährt Holstein-Hoffnung

Dritte Liga vor zwei Jahren Historie nährt Holstein-Hoffnung

Ein Rückblick auf die großartige, mit dem dritten Platz und dem Relegationsdrama von München beendete Holstein-Saison 2014/15 beschert Erstaunliches – und nährt zugleich Hoffnung. Die Bilanz nach dem 15. Spieltag vor zwei Jahren weist den identischen Wert wie die aktuelle Tabelle aus.

Voriger Artikel
Verzögerter Leistungsanspruch
Nächster Artikel
Haben Sie sich die Arbeit so schwer vorgestellt?

So war es im letzten Heimspiel der Störche gegen Jahn Regensburg: Der mittlerweile wieder in seiner dänischen Heimat spielende Mikkel Vendelbo (2. v. li.) erzielt hier am 21. März 2015 das goldene Tor zum 1:0-Sieg.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Selbst das Torverhältnis ließe sich fast unbemerkt austauschen: 19:13 im November 2014, 19:11 im November 2016. Der minimale Vorteil des Ist-Zustandes: Während die KSV damals zum gleichen Zeitpunkt fünf Punkte Rückstand auf das Ziel der Begehrlichkeiten (Rang drei oder höher) hatte, sind es aktuell nur vier. Dass Holstein am 15. Spieltag 2014 zu einem Unentschieden (0:0) in Chemnitz kam, komplettiert die Parallele.

 Auch der kommende Drittliga-Gast Jahn Regensburg (Sonnabend, 14 Uhr/live in der NDR-Konferenz) spielt in der Historie auf dem Weg in die Allianz-Arena eine Rolle. Das 2:0 im Jahn-Stadion am 24. September 2014 war der erste Kieler Sieg in einer noch heute beeindruckenden Erfolgsgeschichte: In 27 Partien kassierten die Störche nur eine Schlappe (0:2 gegen den BVB II vor heimischer Kulisse). Und im Rückspiel am 21. März 2015 traf Mikkel Vendelbo zum Tor des Tages. Es war der erste von insgesamt zwei Treffern des Dänen im Kieler Trikot. Zurzeit verdient der 29-jährige Mittelfeld-Abräumer (Spitzname: „Bulldozer“), der das Nest der Störche im Sommer 2015 völlig überraschend wegen des Heimwehs seiner Gattin verließ, beim dänischen Superliga-Aufsteiger Silkeborg IF seine Brötchen.

 Mittelfeld-Allrounder Tim Siedschlag zählte bereits vor 24 Monaten zum Stammpersonal der Kieler. „Dass da etwas nach oben in der Tabelle für uns gehen könnte, das haben wir erst im März 2015 richtig realisiert. Da hatten wir einen Lauf mit sieben Siegen am Stück“, erinnert sich der 29-Jährige. Die Situation heute sei „etwas anders. Wir fühlen uns irgendwie schon jetzt zur oberen Region gehörig. Und wenn das Heimspiel gegen Regensburg wieder der Beginn einer Siegesserie ist, soll’s mir nur recht sein“.

 Alles ist auch nach dem 15. Spieltag in dieser Liga möglich, das belegt die jüngere Vergangenheit. Und dies nicht nur aus Kieler Sicht. Auf welch’ harte Geduldsprobe das eigene Fan-Lager bisweilen gestellt wird, belegt das Beispiel MSV Duisburg. Vor zwei Jahren lagen die Zebras auf Platz sechs in Lauerstellung, um am Ende als Vizemeister hinter Arminia Bielefeld doch direkt aufzusteigen. In dieser Serie übt sich der MSV seit Wochen in der Rolle des Liga-Primus. Mit einer erstaunlichen Fußnote. Seit 370 Minuten hat das Team des Ex-Storches Fabian Schnellhardt kein Tor mehr erzielt. Doch selbst diese vier Nullnummern am Stück nutzte die Konkurrenz nicht, um die Westdeutschen vom Thron zu stoßen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3