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Gefahrenquelle Halbzeit eins!

Drittliga-Schlusslicht KSV Gefahrenquelle Halbzeit eins!

Am Freitag haben die Profis des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel frei. Der Rest dieser Woche lief allerdings ganz anders ab, als es der Fußball-Drittligist sonst gewohnt ist. Coach Karsten Neitzel improvisierte vor dem Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach. Getreu der Überschrift von Störche-Chefcoach Karsten Neitzel: „Es geht nichts über einen ausgeruhten Spieler.“

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Und wieder jubelt ein Holstein-Gegner in der ersten Halbzeit: Hier ist es der Osnabrücker Simon Tüting, der in der 44. Minute seinen Treffer zum 3:0-Zwischenstand feiert.

Quelle: imago

Kiel. Diese Tradition ist aber auch so ziemlich das Einzige, was in den vergangenen Tagen gegenüber der jüngeren Vergangenheit gleich geblieben ist. „Wir haben diese Trainingswoche aus den Angeln gehoben. Das war sehr, sehr inspirierend. Ich hoffe, dass die positiven Folgen am Sonnabend auf dem Platz zu sehen sind“, sagt Neitzel. Dann, wenn das Schlusslicht aus Kiel ab 14 Uhr (Ausschnitte in der ARD-Sportschau ab 18 Uhr) am 16. Spieltag den Tabellendritten, das Überraschungsteam der SG Sonnenhof Großaspach, empfängt.

 Details des geänderten Ablaufes mochte Neitzel nicht preisgeben. Nur so viel verriet der 47-Jährige: Den Mittwoch verbrachte der Kader fast durchgängig gemeinsam. Abseits des Trainingszentrums Projensdorf, von 9.30 Uhr bis 19 Uhr. Kurzfristig sei diese teambildende Maßnahme organisiert worden. Sie habe drei Programmpunkte enthalten, die trotz sportlicher Betätigung nicht direkt mit dem Fußball in Verbindung gestanden haben. Und doch beherrscht der tabellarische Absturz naturgemäß die Köpfe der Störche.

 Mutiert der Heimauftritt gegen das „gallische Dorf“ von der ostschwäbischen Alb, für den im Vorverkauf rund 4000 Karten abgesetzt worden sind, nach nur einem Drei-Punkte-Erlebnis, aber sechs Niederlagen in den vergangenen zwölf Partien zum Alles-oder-Nichts-Spiel? Neitzel: „Das ist natürlich nicht der Fall. Wir sind aber alle sensibilisiert, dass wir dringend ein Erfolgserlebnis brauchen.“ Saison-Heimsieg Nummer zwei, so Neitzel, würde die Diskussionen etwas beruhigen.

 Und zugleich die Spekulationen um seine eigene Person vorerst abebben lassen? „Wir sollten wegen mir nicht zu viel Energie verbrauchen. Ich ruhe in mir selbst. Eine Stärke bei Holstein war in den vergangenen zweieinhalb Jahren, keinen Kopfschuss im Verein im positiven Fall zu bekommen. Und keinen bei einem Negativlauf“, sagt Neitzel. Personell stehen laut des Kieler Fußballlehrers im Vergleich zum jüngsten 0:2 in Münster, der dritten KSV-Schlappe in Folge, keine gravierenden Veränderungen an. Die Hoffnung auf den Einsatz von Evans Nyarko hat sich zerschlagen, der Mittelfeldakteur musste das Training wegen anhaltender Wadenbeschwerden abbrechen. Youngster Rene Guder plagt sich derweil mit einem Magen-Darm-Virus. Seine Knöchelblessur auskuriert hat derweil Innenverteidiger Dominik Schmidt. In strategischer Hinsicht tendiert Neitzel zu einem variablen 4-1-4-1-System mit den zentralen Kreativspielern Maik Kegel und Fabian Schnellhardt. Unabhängig von Aufstellung und Taktik rangieren auf des Trainers Prioritätenliste aber zwei Punkte ganz weit vorne: „Wir dürfen nicht verkrampfen, müssen Lust auf dieses Spiel haben und Leidenschaft entwickeln. Und wir dürfen uns nach dem ersten Fehler nicht eingraben.“

 Allergrößte Vorsicht gilt dazu besonders in den ersten 45 Minuten jedes Spiels. Würde nur der zweite Durchgang gewertet, läge Holstein mit 20 Zählern und 11:7 Toren dort, wo das Nahziel angesiedelt ist: im gesicherten Tabellenmittelfeld.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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