18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Störche tanken Frische in Bad Schlema

Drittligist Störche tanken Frische in Bad Schlema

Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Energie Cottbus regeneriert sich Drittligist Holstein Kiel in Bad Schlema, um Kärfte für das kommende Spiel am Sonnabend gegen Erzgebirge Aue zu tanken. Die stehen auf dem dritten Tabellenplatz - ein Ziel, das auch die Störche verfolgen wollen.

Voriger Artikel
Störche finden ihre Balance
Nächster Artikel
Nur Kegels Einsatz steht noch nicht

Endlich wieder etwas zu feiern. Die Störche klatschten nach dem Dreier in Cottbus mit ihren mitgereisten Fans ab.

Quelle: Frank Molter

Cottbus/Aue. Als Dominik Schmidt in der 54. Minute mit einem ebenso wuchtigen wie präzisen Kopfball den Treffer zum 2:1 (1:0)-Sieg des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bei Energie Cottbus erzielt hatte, rannte das Team geschlossen zur Bank, um kurz aber heftig mit dem Trainerstab zu feiern.

Der Hintergrund: Die eingeübte Standard-Variante, wonach Kapitän Maik Kegel seinen Innenverteidiger bei der Ecke von Steven Lewerenz freisperren soll, führte im Ernstfall zum angestrebten Erfolg. Das KSV-Kollektiv freute sich einfach, dass die Synthese aus Können und Arbeit sich nach sechs sieglosen Spielen endlich ausgezahlt hatte – und noch auszahlen wird.

 Daran haben jedenfalls die Spieler keinen Zweifel. „Auf diesen Auftritt kann man aufbauen, dann kann das noch eine richtig geile Saison werden“ frohlockte Manuel Schäffler. Und Fabian Schnellhardt, der als Ideengeber und Ballverteiler eine großartige Partie spielte, ergänzte: „Da wo wir stehen, gehören wir definitiv nicht hin.“ Der Trainer äußerte sich gestern von Amts wegen weniger enthusiastisch, aber vollauf zufrieden: „Die Mannschaft hat sehr gut gegen den Ball gearbeitet und Cottbus damit gezwungen, lange Bälle nach vorn zu spielen. Das ist für die Abwehr immer besser zu kontrollieren“ erläuterte Karsten Neitzel. In der Vorwärtsbewegung hatten die Störche den Rostocker Schnörkel abgelegt und energisch die Nähe des Energie-Tores gesucht; in erster Linie das Verdienst des Kreativduos Schnellhardt und Kegel, die sich auf dem Platz gegenseitig suchen. „Sie dürfen es nur nicht übertreiben“, mahnte der Coach milde an, dass auch andere Kollegen zu Ballannahme bereit sind.

 Einziges Manko blieb am Mittwoch die Chancenverwertung. Ein 4:1 wäre möglich und gegen die hilflosen Lausitzer auch verdient gewesen. Neitzel nahm’s gelassen: „Treffsicherheit kann man nur bedingt trainieren. Das Beste ist, die Stürmer schießen im Spiel Tore, dann kehrt die Selbstsicherheit von allein zurück.“

 Mehr Sorgen bereiten dem 47-Jährigen die aktuellen Verletzungen. Lewerenz erhielt einen Schlag auf das Knie, Kegel knickte um. Ob die beiden am Sonnabend (14 Uhr) bei Erzgebirge Aue einsatzfähig sind, wird sich erst am Spieltag entscheiden. Besser sieht’s bei Schäffler aus, der einen „Pferdekuss“ abbekam. Ohnehin braucht Neitzel gegen die Sachsen „Frische auf dem Platz“. Diverse Holstein-Akteure waren in der Schlussphase am Mittwoch so erschöpft, dass selbst ein Vier-gegen-eins-Konter in der Nachspielzeit nicht zum dritten Treffer genutzt werden konnte.

 Statt eines klassischen Auslaufprogramms waren gestern passive Regeneration und mentaler Müßiggang angesagt. Die Mannschaft ließ es sich im Wellness-Tempel „Actinon“ im idyllischen Kurort Bad Schlema (drei Kilometer vor Aue) gut gehen, nur wenige Fußminuten vom Vier-Sterne-Teamhotel entfernt. Für heute Nachmittag ist eine Trainingseinheit vorgesehen, nach dem Anschwitzen am Sonnabend Vormittag wird Neitzel entscheiden, wer fit genug ist für die Partie gegen den FC Erzgebirge, dem der KSV-Coach angemessenen Respekt zollt: „Die Auer haben den Zweitliga-Abstieg mit neuem Trainer (Pavel Dotchev, d. Red.) und neuer Mannschaft gut verkraftet. Da steht Qualität auf dem Platz.“ Dennoch will Neitzel nicht defensiver als gegen Cottbus an die Aufgabe herangehen. Warum auch? Aue steht in der Tabelle da, wo Holstein Kiel noch hin will – auf Rang drei.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3