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MSV zollt allerhöchsten Respekt

Holstein Kiel MSV zollt allerhöchsten Respekt

Ganz Duisburg befindet sich im Aufstiegsfieber. 30500 Fans werden am Sonnabend ab 13.30 Uhr live dabei sein, wenn der MSV Duisburg im Drittliga-Kracher gegen Holstein Kiel um den direkten Aufstieg in die Zweite Bundesliga kämpft.

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Die starken Leistungen des Ex-Berliners Martin Dausch (Mitte) stehen stellvertretend für den Duisburger Höhenflug.

Quelle: Imago

Duisburg. Der Bosnier erlebte bei den „Zebras“ die guten Zeiten, stand im Mai 2011 mit Duisburg im DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04. Bei der 0:5-Klatsche sangen 25000 mitgereiste Zebra-Fans die komplette zweite Halbzeit durch und verdienten sich damit bundesweit Anerkennung. Danach folgte der Absturz. Vor zwei Jahren flog Duisburg wegen katastrophal zusammengestellter Lizenzunterlagen aus der Zweiten Liga. Das erste Drittliga-Jahr endete im vorderen Mittelfeld. Jetzt winkt die Rückkehr ins Unterhaus. „Unsere Mannschaft ist stabil. Verein, Fans und Team bilden eine echte Einheit. Bei uns gibt es im Kader keine Typen, die Scheiße bauen oder bei denen man korrigierend eingreifen muss. Irgendwo hatte ich es im Kopf, dass wir es in dieser Spielzeit schaffen können“, sagt Bajic. Zusätzliche Motivation in Form einer Prämie braucht es bei den Meiderichern nicht. Kapitän Steffen Bohl: „So etwas haben wir bisher nicht besprochen und werden es auch weiterhin nicht tun. Das würde nur unnötig ablenken.“

Die vergangenen fünf Begegnungen hat der MSV allesamt gewonnen. Neuzugang Martin Dausch, in der Winterpause von Union Berlin geholt und vor wenigen Tagen zum zweiten Mal Vater geworden, stellt klar: „Gegen Kiel werden wir nicht auf Unentschieden spielen. Bei uns ist es immer mal wieder der Fall, dass wir einen Wackler drin haben. Wenn du über 30000 Leute in der Arena hast, dann kannst du dich nicht verstecken.“ Dausch gilt beim offensivstarken Tabellenzweiten, für den Zlatko Janic und Kingsley Onuegbu stolze 31 der insgesamt 60 Saisontore erzielt haben, als die Schlüsselfigur. Bei Union Berlin versauerte der Kreativkopf auf der Bank. In Duisburg blüht er seit Januar regelrecht auf. Fünf Tore und vier Vorlagen steuerte der 29-Jährige in seinen 14 Einsätzen bislang zum Erfolg bei. „Dass es so gut laufen würde, war mein allergrößter Wunsch. Im vergangenen Jahr ist mir so viel Mist passiert. Ich habe den Eindruck, dass es jetzt in positiver Form etwas zurückgibt“, erklärt Dausch. Vor den „Störchen“ haben sie im Lager der „Zebras“ allergrößten Respekt. „Holstein besitzt eine riesige Moral, kommt nach Rückständen immer wieder zurück“, sagt der gelb-gesperrte Abräumer Tim Albutat. „Sie haben eine Riesenqualität. Das wissen wir“, lobt Martin Dausch die Ostseestädter, „Sonnabend treffen zwei Teams aufeinander, die eine Wahnsinns-Rückrunde abgeliefert haben. Nach dem Spiel sind wir schlauer.“ Sollte der MSV seinem Lauf die Krone aufsetzen, brechen an der Wedau alle Dämme. Bajic: „Eine Feier haben wir im Vorfeld nicht geplant. Das bringt Unglück. Wir starten erst dann etwas, wenn es so weit ist.“

Von Thomas Tartemann

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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