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Transfermeister!

Erster Titel für den FSV: Transfermeister!

Die Sympathien sind geografisch klar verteilt. Der Norden drückt Fußball-Drittligist Holstein Kiel die Daumen, die Main-Region hält es zum Saisonstart am Sonnabend (14 Uhr/live im NDR-Fernsehen) mit dem FSV Frankfurt.

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Der Norden drückt Fußball-Drittligist Holstein Kiel die Daumen, die Main-Region hält es zum Saisonstart am Sonnabend (14 Uhr/live im NDR-Fernsehen) mit dem FSV Frankfurt.

Quelle: hfr

FRANKFURT/M. Bei Uwe Stöver indes schlagen zwei Herzen in einer Brust. Sechseinhalb Jahre war er Sportdirektor bei den Hessen, bis Mitte Mai 2016 ein knappes halbes Jahr Sportlicher Leiter bei den Störchen. „Ich gönne beiden Verein wirklich nur das Beste“, sagt der 49-Jährige diplomtisch.

Stöver führt mittlerweile die Geschicke des 1. FC Kaiserslautern in der Zweiten Liga. Jener Spielklasse, aus der der FSV nach achtjähriger Zugehörigkeit in diesem Frühjahr abgestiegen ist. Aus finanzieller Sicht gerät der Alltag im Neuland Dritte Liga zu einem echten Abenteuertrip. Der Klassenunterschied in Zahlen: statt zuvor 6,5 Millionen Euro TV- Geld pro Saison im Bundesliga-Unterhaus gibt’s nur noch knapp 800000 Euro. Der Etat für die Profmannschaft sackte von 6,4 Millionen auf nicht dementierte 2,7 Millionen Euro ab (Holstein: 4,3 Millionen Euro).

Erheblich weniger Geld, dafür aber fast ausnahmlos neue Gesichter. Der gebürtige Frankfurter Roland Vrabec (42), vom November 2013 bis September 2014 Coach des FC St. Pauli, löste den glücklosen Trainer Falko Götz am Bornheimer Hang ab. Roland Benschneider (35), zuvor Energie Cottbus, wurde als neuer Sportdirektor installiert. 26 Spieler verließen die Blau-Schwarzen, 19 neue Profis kamen – den Titel „Transfermeister“ haben die Hessen bereits sicher.

Auch Stöver spricht von einer „echten Wundertüte“. Deren Inhalt offeriert allerdings einen Kader, der über die Erfahrung von stolzen 356 Erst- und 626 Zweitligaeinsätzen (Holstein: 14/486) verfügt. Der Teufel steckt im Detail. FSV-Führungskraft und Kapitän Patrick Ochs (32/Eintracht Frankfurt, VfL Wolfsburg) blieb beispielsweise im vergangenen Spieljahr mangels Arbeitgeber ohne Wettkampfpraxis. Der beim 1. FC Köln erprobte Techniker Adil Chihi (28) verdiente seine Brötchen zuletzt bei Esteghlal Teheran im Iran, bestritt dort allerdings nur fünf Spiele. In der Serie 2014/15 kam der Marokkaner beim FC Fulham auf einen mageren Einsatz. Die Defensive um Sebastian Schachten, Christoph Schorch und Marc Heitmeier ist mit bekannten Namen bestückt. In vorderster Front soll der 35-jährige Haudegen Ramisav Jovanovic (zuletzt Sandhausen) für Gefahr sorgen.

Selbst Vrabec, der von 2001 bis 2007 FSV-Nachwuchscoach war, hat Probleme bei der Bewertung seiner Spieler. „100-prozentig einschätzen kann ich unsere Situation noch nicht. Dafür kenne ich die Spieler noch zu wenig“, so Vrabec im „kicker“. Den Begriff „direkter Wiederaufstieg“ nimmt beim FSV Frankfurt (noch) niemand in den Mund.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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