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Schnelle Lösung bei Energie Cottbus

Fußball-Drittligist Schnelle Lösung bei Energie Cottbus

Auf der Suche nach einem Nachfolger für seinen vor zwei Tagen entlassenen Trainer Stefan Krämer ist Fußball-Drittligist Energie Cottbus bereits bereits fündig geworden. Vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Holstein Kiel (19 Uhr) haben sich die Lausitzer bereits mit Ex-Profi Vasile Miriuta über eine Verpflichtung als neuen Chefcoach geeinigt.

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Einst schoss Vasile Miriuta Energie Cottbus in die Fußball-Bundesliga. Nun heuert er als neuer Coach beim Drittligisten an.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Die Cottbusser selbst wollten die Personalie weder bestätigen noch dementieren. Sichere Quellen der ortsansässigen „Lausitzer Rundschau“ bezeichneten den Deal jedoch als fix. Offensichtlich ist der Weg für eine Verpflichtung Miriutas frei geworden, nachdem dieser am vergangenen Sonntag seinen Vertrag beim rumänischen Erstligisten ASA Tirgu-Mures aufgelöst hatte.

 Die Energie-Fans dürften den 47-jährigen Ungar mit offenen Armen empfangen. Mit 15 Toren und 22 Assists ist Miriuta Energies Rekord-Topscorer in der Bundesliga. Zudem war er von 2010 bis 2013 im FCE-Nachwuchs als Trainer tätig. Auch die Namen Thomas Brdaric, Norbert Düwel, Benno Möhlmann und Willi Kronhardt hatten hinter den Kulissen die Runde gemacht. Nun soll aber offensichtlich Miriuta am kommenden Sonnabend beim Ost-Derby in Magdeburg sein Debüt auf der Cottbusser Bank geben. Seine Ankunft beim FCE ist für heute geplant, um mit Sportchef Roland Benschneider die letzten Details zu klären.

 Sicher ist, dass im Heimspiel gegen Holstein Kiel Co-Trainer René Rydlewicz als Interimstrainer fungieren wird. Der ehemalige Ex-Profi (278 Erstliga-/78-Zweitligaspiele) sprang schon einmal in die Bresche, als Jörg Böhme im Mai 2014 seinen Posten als Chefcoach räumen musste. Anschließend verpflichtete Energie Stefan Krämer als dessen Nachfolger. Eine Option für ein längeres Engagement ist Rydlewicz demnach nicht.

 Gegen die Kieler Störche soll aber schon der 42-Jährige die Cottbusser Talfahrt stoppen, was der ehemalige U21-Nationalspieler nach eigener Aussage mit „Sachlichkeit“ erledigen will. „Ich werde jetzt hier nicht alles umschmeißen“, kündigte Rydlewicz an: „Wir sind durchaus in der Lage, die Partie gegen Kiel zu gewinnen.“ Der Interimstrainer forderte: „Natürlich ist vieles Kopfsache. Aber Fußball ist nicht so kompliziert wie er oft gemacht wird. Wir müssen das Herz in die Hand nehmen.“ Allerdings muss Energie gegen Holstein auf Nikolas Ledgerwood verzichten. Der kanadische Nationalspieler zog sich gestern einen Innenbandriss im Knie zu. Auch Nestor Djengue, Ronny Garbuschewski, Thomas Hübener und Sven Michel werden voraussichtlich weiter fehlen.

 Nach den nicht unerheblichen Transferausgaben im Sommer hatten die Cottbusser insgeheim mit der Rückkehr in die Zweite Liga spekuliert. Am zweiten Spieltag war Energie nach zwei Siegen noch Tabellenführer gewesen. Dann folgte der Absturz bis auf Tabellenplatz 17. Es war demnach nur eine Frage der Zeit gewesen, wann es dem nun geschassten Stefan Krämer an den Kragen gegangen wäre. „Stefan wusste, dass wir nicht tatenlos zuschauen werden. Wir haben ein offenes Verhältnis“, sagte Energie-Präsident Wolfgang Neubert, dem vor allem der erschreckende Auftritt bei 0:4 zu Hause gegen Aalen nachhaltig in die Glieder gefahren war. Beim 1:1 in Rostock hatte Krämer seinen Arbeitsplatz vorerst noch retten können. Nach der 0:1-Niederlage in Aue, dem siebten Spiel ohne Sieg, war der Rubikon für die Lausitzer Chefetage endgültig überschritten. „Die aktuelle Platzierung ist nicht der Anspruch von Energie Cottbus“, begründete Roland Benschneider, den nicht wirklich überraschenden Schritt.

 Stefan Krämer konnte die Entscheidung der Klubführung angesichts der nackten Zahlen nachvollziehen. „Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, kommst du irgendwann in einen Negativstrudel. Ich bin niemandem Böse, bin mit mir im Reinen, habe auch in der letzten Trainingswoche alles probiert“, sagte der 48-jährige Diplomsportlehrer bei seinem Abschied.

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