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Holstein punktet, Würzburg feiert

Fußball Holstein punktet, Würzburg feiert

Dieses Gefühl hätte sich Fußball-Drittligist Holstein Kiel gerne erspart. Zwar blieben die defensiv erneut starken Störche dank des gerechten 1:1 (0:1) bei den Würzburger Kickers auch im achten (!) Spiel in Folge ungeschlagen.

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Kommt ein Herrmann geflogen: Holsteins Rechtsverteidiger präsentierte sich in Würzburg gewohnt zweikampfstark, hier gegen Nejmeddin Daghfous.

Quelle: Getty Images

Würzburg. Ein Punkt aber, mit dem sich die Unterfranken, immerhin das beste Rückrunden-Team, vor 8776 Zuschauern das Ticket für die Aufstiegsspiele zur Zweiten Bundesliga aus eigener Kraft und unabhängig von der Niederlage des Verfolgers VfL Osnabrück sicherten. Und so mussten die zuletzt als Party-Crasher gefürchteten Nordlichter doch noch als Zaungäste erleben, wie der sensationell konstante Drittliga-„Neuling“ vom Main die zweite Relegations-Teilnahme binnen zwölf Monaten gebührend feierte.

Mit Blick auf die leidvolle Erfahrung vom 2. Juni 2015 in München sagte Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel: „Dicker Glückwunsch an meinen Kollegen Bernd Hollerbach und sein Team. Man soll ja nicht klug daherschwätzen, aber denkt daran: Es gibt in der Relegation eine Nachspielzeit.“

Ausgerechnet der Ex-Würzburger Steven Lewerenz (31.) hatte die Kieler per 14-Meter-Flachschuss mit seinem elften Saisontor in Führung gebracht. Marco Haller (81.) sorgte aus 16 Metern für den späten Ausgleich. Es war das erste Gegentor für die Störche seit 509 Minuten. Und es fiel mit unfreiwilliger Unterstützung der Gäste.

Der 60 Sekunden zuvor eingewechselte Denis-Danso Weidlich sollte der KSV-Abwehr zusätzliche Stabilität verleihen. Ein schlauer Plan mit mangelhafter Ausführung. Denn die neue Grundordnung war in der Kürze der Zeit auf dem Feld nur unzureichend kommuniziert worden, das erforderliche Verschieben zwecks Zustellen des Gegners klappte nicht, Haller kam sträflich frei an die Kugel.

Bis dahin hatte Neitzel im Duell der beiden am besten gegen den Ball arbeitenden Mannschaften in der Dritten Liga eine „sowohl offensiv wie defensiv gute erste Halbzeit“ seiner Formation gesehen. Und einen zweiten Durchgang, in dem „die Abwehr weiter gut stand, wir aber unsere Konter nicht vernünftig zu Ende gespielt haben“. Zu Recht lobte Neitzel allerdings: „Kompliment an die Mannschaft. Trotz unseres Verletzungspechs bekommen wir das im Moment gut hin.“ Am Sonnabend fehlte mit Mathias Fetsch, Tim Siedschlag (beide Knieprobleme), Willi Evseev (Zehen-OP), Dominik Schmidt (Schambeinentzündung) und Manuel Janzer (Muskelfaserriss) ein Quintett mit Stammplatz-Potenzial. Linksverteidiger Patrick Kohlmann (Knöchelblessur) und Torschütze Steven Lewerenz (Kniebeschwerden) mussten zudem noch ausgewechselt werden.

Dennoch führten die kompakten Kieler die Würzburger mit einem konzentrierten Vortrag an den Rand der ersten Niederlage nach zehn Partien. Bei hochsommerlichen Temperaturen, die allen Akteuren ein Höchstmaß an körperlicher Belastung abverlangten. „Vor anderthalb Wochen haben wir noch im Schnee trainiert. Heute fühlte man sich wie in einem anderen Land“, sagte Patrick Kohlmann nach dem Abpfiff.

Wieder einmal sehr wenig hatten der Linksverteidiger und seine Mitstreiter dem erst nach dem Seitenwechsel zwar optisch dominanten, allerdings meist einfallslosen Kontrahenten an Chancen gestattet. Gegen Nejmeddin Daghfous (20.) und Emanuel Taffertshofer (89.) zeigte KSV-Keeper Robin Zentner sein Können. Den Versuchen von Ioannis Karsanidis (43.), Royal-Dominique Fennell (45.) und Richard Weil (86.) fehlte die letzte Präzision. Was die Würzburger diesmal noch leicht verschmerzen konnten.

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