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Spanisches Flair an der Börde

Gastspiel in Magdeburg Spanisches Flair an der Börde

Optimale neun Punkte binnen acht Tagen – Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg träumt nach den Siegen in Münster (3:2), gegen Werder Bremen II (2:0) und in Wiesbaden (3:0) vom goldenen Herbst.

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Manuel Farrona Pulido, hier gegen Rafael Kazior von Werder Bremen II, führt den Ball eng am Fuß. Der Deutsch-Spanier lenkt das Spiel beim 1. FC Magdeburg. Er kündigt für Sonnabend Magdeburger Wiedergutmachung gegen Holstein Kiel an.

Quelle: imago

Magdeburg. Der von Optimismus geprägte Flachs blüht kräftiger denn je: Mit einem Antrag an den DFB will der Traditionsklub erwirken, künftig nur noch Englische Wochen spielen zu dürfen. Das Gastspiel von Holstein Kiel läutert am Sonnabend um 14 Uhr wieder den normalen Wettkampf-Rhythmus ein. Die Magdeburger liegen auf Rang zehn, aber mit 13 Zählern nur einen Punkt hinter der KSV Holstein auf Platz fünf. Der letzte von ohnehin nur zwei Siegen in zehn Duellen des FCM mit den Nordlichtern datiert vom 28. Mai 2011 aus Viertliga-Zeiten. Aber nach der jüngsten Siegesserie sind die Fans an der Magdeburger Börde wieder erwacht. 17000 bis 18000 heißblütige Zuschauer werden zum Großkampftag in der schmucken MDCC-Arena erwartet. Rund 1000 Schlachtenbummler haben zuletzt schon den „Dreier“ beim SV Wehen Wiesbaden vor Ort genossen. Vor dem Gästeblock gab es ein Tänzchen mit Mineralwasser-Duschen, aus dem Kabinen-Trakt dröhnte laut „Magdeburger Volksstimme“ der Ballermann-Hit „Helikopter“. Vergessen der Minus-Rekord bei Drittliga-Heimspielen in der Partie gegen den Bremer Bundesliga-Nachwuchs (12238!).

Cheftrainer Jens Härtel bewahrt derweil, seinem Naturell entsprechend, Bodenhaftung. Der 47-Jährige sprach nach dem jüngsten Auswärtstriumph von den sattsam bekannten „Kleinigkeiten, die in dieser Liga Spiele entscheiden“. Ein Eigentor Steven Ruprechts hatte die Blau-Weißen aus Kurs gebracht. Kurz vor der Pause rettete Torwart Leopold Zingerle seinen Farben „mit einer überragenden Parade“ die Pausenführung in der hessischen Landeshauptstadt. „Wir waren einfach ein Stückchen effektiver“, so Härtel nüchtern.

Dass Spielmacher Manuel Farrona Pulido in Durchgang zwei seine Extraklasse eindrucksvoll unter Beweis stellte, geriet in der Härtel-Analyse fast zur Nebensache. Der in Hamburg geborene Deutsch-Spanier lieferte mit einem Traumpass die Vorleistung für das 2:0 durch den baumlangen Torjäger Christian Beck und erzielte das 3:0 gleich selbst. Gehobenes Zweitliga-Niveau attestieren die FCM-Experten dem 23-Jährigen, dessen Temperament die iberischen Wurzeln verrät: Nach seiner Auswechslung gegen Werder II verweigerte Farrona Pulido seinem Coach den Handschlag.

Offiziell indes prangt der Begriff Zweite Bundesliga auf dem Index der Magdeburger. Trotz des für einen Aufsteiger beachtlichen vierten Platzes in der Vorsaison lautet die Zielsetzung für das zweite Drittliga-Jahr: Klassenerhalt! Auf namhafte Neuzugänge verzichtete der FCM, der stattdessen sowohl auf das eingespielte Kollektiv der vergangenen Serie als auch die bekannten Tugenden Kompaktheit und Kampfkraft setzt.

Geld nahmen die Magdeburger dennoch in die Hand. Dies allerdings nicht zuvörderst für die Profis, sondern für die inhaltliche Optimierung und den Ausbau des eigenen Nachwuchsleistungszentrums. Die Zeichen beim 1. FC Magdeburg stehen auf Nachhaltigkeit – kurzfristige Erfolge sind dabei allerdings keineswegs ausgeschlossen.

„Jetzt wollen wir gegen Kiel nachlegen, zumal wir da noch eine Rechnung offen haben“, sagte Farrona Pulido. Mitte März hatte Holstein dank eines genialen Hackentreffers von Manuel Janzer mit 1:0 in Magdeburg gewonnen und damit der Aufstiegs-Euphorie beim einstigen Europacup-Sieger einen gewaltigen Dämpfer verpasst.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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0:1 in Magdeburg
Foto: Hatte die letzte Chance für Holstein Kiel zum Ausgleich in Magdeburg: Dominic Peitz.

Das Auswärtsspiel für Fußball-Drittligist Holstein Kiel endet mit einer denkbar schmerzhaften Niederlage. In Magdeburg kassierten die Störche kurz vor Schluss den spielentscheidenden Treffer zum 0:1. Christian Beck traf für die Bördestädter in der 85. Minute.

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