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Holstein Kiel muss noch einiges verbessern

Gegen RW Erfurt Holstein Kiel muss noch einiges verbessern

Holstein-Routinier Dominic Peitz sagt vor dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt am Sonnabend (14 Uhr), worauf es ankommt – und was in der Saison bisher nicht nach Wunsch verlaufen ist. Verfolgen Sie das Spiel bei uns im KN-KSV-Liveticker

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Das Spiegelbild als Symbol für die aktuellen Holstein-Ergebnisse: Nach Ansicht von Routinier Dominic Peitz fehlt den Kieler Störchen zum Erreichen höherer Ziele noch die Konstanz – alles nur eine Frage der Zeit?

Quelle: Frank Molter

Kiel. Auf dem Rasen schwingt er eher die robuste Klinge. Passwege zustellen, Bälle erobern im defensiven Mittelfeld, Umschaltspiel einleiten – das sind die primären Aufgaben von Dominic Peitz beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. Als nie die rote Linie überschreitender Grenzgänger im Zweikampf hat sich der 32-Jährige selbst beschrieben. Abseits der Spielfläche beherrscht Peitz die filigrane Verbal-Klaviatur eines routinierten Vollprofis.

 Drei Punkte gegen Erfurt am Sonnabendnachmittag (14 Uhr) als Kieler Heimpflicht auf dem Weg zu höheren Tabellenregionen? „Klar, wir wollen gewinnen“, antwortet Peitz, um sofort die Gegenfragen zu stellen: „Aber ein Muss? Wofür? Wenn wir aufsteigen wollen, dann ja. Aber sind wir schon soweit? Natürlich haben wir alle hier große Ambitionen. Allerdings ist das kein Selbstläufer. Dann müssen alle Dinge stimmen. Und noch stimmt bei uns nicht alles.“

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie das Spiel gegen RW Erfurt bei uns im KN-KSV-Liveticker. Wir berichten ab 13.30 Uhr live für Sie.

 Die Selbstkritik des 176-fachen Zweitligaspielers als kollektive Motivationsspritze. „Wenn wir nicht konstant alles raushauen, als gehe es gegen einen Bundesligisten, dann wird das auch in der Dritten Liga nichts“, mahnt Peitz. Fingerschnippen genüge nicht: „Ich backe lieber kleine Brötchen und überrasche, als dass ich Ansprüchen hinterher laufe.“

Peitz: Spiel vernünftig durchziehen

 Peitz, im Privaten nicht eben als Hobby-Konditor bekannt, bleibt bei seiner weiteren Analyse im Bild. Positive Aspekte wie die Defensivleistungen, die überdurchschnittliche Spielgestaltung inklusive der Dominanz auch auswärts, die Vielzahl der erspielten Torchancen, das vergleicht der 1,96-Meter-Hüne mit gutem Mehl, guter Butter und guten Eiern als Grundzutaten für einen leckeren Kuchen. Um den kredenzen zu können, müsse aber alles zusammengemischt und verrührt werden. Und das funktioniere – auf den Fußball übertragen – halt noch nicht konstant genug.

 Wie zuletzt beim Tabellenletzten Preußen Münster, als nach starken 35 Anfangsminuten, hochkarätigen Tormöglichkeiten und einer 1:0-Führung ein 45-minütiger Leistungseinbruch trotz insgesamt 14 Ecken zum finalen 1:1 führte. „Wir müssen lernen, dass wir rechtzeitig die Weichen stellen. Und wir müssen sehen, dass wir unser Spiel vernünftig über 90 Minuten durchziehen“, referiert Peitz. Mit dem Zusatz: „Alle müssen ihren Teil dazu beitragen.“ Dazu passt, dass er von sich selbst auch vier bis fünf Tore in der Saison erwarten könne.

Anfang: Erfurt wird schwierige Nummer

 Auch Störche-Cheftrainer Markus Anfang mag sich nicht mit schönenden Worten die Sinne vernebeln lassen, schon gar nicht durch die der Konkurrenz. Sein Erfurter Kollege Stefan Krämer hatte die Kieler neben dem aktuellen Liga-Primus MSV Duisburg als Aufstiegsfavoriten geadelt. Erfurt, so Anfang, werde eine „richtig schwierige Nummer“.

Mit Sebastian Tyrala biete der Fußballstolz Thüringens einen außergewöhnlichen Mentalitätsspieler auf, mit Daniel Brückner einen Qualitätsspieler und mit Okan Aydin einen sehr guten Eins-gegen-eins-Spieler. Das Wort „Pflichtsieg“ kommt auch dem 42-Jährigen nicht über die Lippen. Markus Anfang und Dominic Peitz haben ausreichend Erfahrung in höheren Fußball-Sphären gesammelt, um zu wissen, was nicht zu sagen ist.

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Fußball-Drittligist Holstein Kiel kopiert sich zum dritten Mal in Folge selbst: Wie beim 0:0 in Wiesbaden und beim 1:1 in Münster verschenkten die Störche auch am Sonnabend zwei Punkte. Diesmal vor heimischer Kulisse. Das enttäuschende 0:0 vor 4456 Zuschauern hätte nur einen Sieger verdient gehabt: Holstein Kiel!

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