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Holstein Kiel hofft auf Erntezeit

Gegen Wiesbaden Holstein Kiel hofft auf Erntezeit

Zwei Siege am Stück durfte Cheftrainer Markus Anfang bei Holstein Kiel noch nicht feiern. Mit der festen Überzeugung im Gepäck, die bisherige Ergebnis-Inkonstanz speziell in gegnerischen Stadien korrigieren zu können, treten die Störche am Sonnabend (14 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden an.

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Auch hier fehlte nicht viel: Wiesbadens Torwart Markus Kolke verpasst den Elfmeterball des Münsteraners Amaury Bischoff nur knapp. Die drei Strafstöße davor in dieser Saison parierte der 26-Jährige.

Quelle: imago

Wiesbaden. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Kieler, die mit dem Prädikat „beste Heimmannschaft der Liga“ beim stärksten Auswärtsteam der Konkurrenz antreten. Dass es für die Holstein-Profis auch unter Anfang „nur“ zu vier Punkten bei drei Auftritten in fremden Gefilden gereicht hat, irritiert den 42-jährigen Fußballlehrer nicht. „Wir haben in Paderborn eine gute Leistung geboten und gewonnen. In Duisburg gut gespielt und ein 0:0 geholt. Und beim 0:1 in Magdeburg haben wir auch gut gespielt, aber unsere zahlreichen Chancen nicht genutzt“, so Anfang.

Beim jüngsten 3:1-Heimtriumph gegen Werder Bremen II stimmte dagegen die Effektivität. Doch Innenverteidiger Dominik Schmidt sprach schon direkt nach dem Spielende Klartext: „Wir müssen jetzt hart daran arbeiten, diese Tor-Geilheit aufrechtzuerhalten.“ Auch deshalb war einer der Schwerpunkte der Trainingsarbeit in dieser Woche „das Verhalten in und an der gegnerischen Box“, wie Anfang verriet.

Streben nach Spieldominanz

Ruhende Bälle könnten zudem in der Partie gegen den Tabellennachbarn aus Wiesbaden, der zehn Zähler aus den vergangenen fünf Begegnungen eroberte, zu einem Faktor werden. „Gegen Werder II waren unsere Standards nicht so gut.“ Es sei allerdings auch schwierig, ein Muster in diese komplexen Abläufe reinzubringen. „Du kannst die Spieler nur für diese Situationen sensibilisieren, zum Beispiel durch Videos“, sagt Anfang, der zu seiner aktiven Zeit selbst mit einem feinen Fuß für Frei- und Eckstöße ausgestattet war und deshalb nur zu gut um die Probleme beim Feintuning weiß. Sicher seien diese Spielmomente elementare Bausteine, aber „es bringt alles nichts, wenn du keine Standardsituationen herausholst. Deshalb bleibt unser erster Ansatz das Streben nach Spieldominanz“.

Zwischen den Pfosten der Hessen steht mit Markus Kolke derweil ein Torwart, der bei der dritten Standard-Möglichkeit, dem Elfmeter, den Gegnern in dieser Saison das Fürchten lehrt. Beim 1:0-Sieg des SVWW in Bremen parierte der 26-Jährige binnen 16 Minuten zwei Strafstöße, beim 2:1 in Mainz musst er erst den Nachschuss passieren lassen. Und auch bei Amaury Bischoffs Treffer vom Punkt zum Münsteraner 2:2 am vergangen Wochenende verfehlte Kolke den Ball nur um Zentimeter. „Dass er diesen Elfmeter nicht abgewehrt hat, dafür hat’s von mir einen gehörigen Rüffel gegeben“, so Wiesbadens Coach Torsten Fröhling im Flachs. Dessen Team zeichne sich, so Anfang, vor allem durch die typischen Drittliga-Tugenden Kompaktheit und Zweikampfstärke aus: „Die kommen vor allem über ihre Mentalität, über ihre Widerstandsfähigkeit.“

Diese auch ohne Abwehrroutinier Patrick Kohlmann, der sich ob der Folgen seiner Rückenbeschwerden weiter in Geduld üben muss, zu brechen, sei am Sonnabend oberstes Holstein-Gebot. Mit dem ersten Doppel-„Dreier“ unter Anfang würden sich die Störche im oberen Tabellendrittel einnisten. Getreu dem jahreszeitlichen Motto: Herbstzeit, Erntezeit!

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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