25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
VfB-Nachwuchs wieder auf Kurs

Gegner von Holstein Kiel VfB-Nachwuchs wieder auf Kurs

Als der VfB Stuttgart II bis zum zehnten Spieltag gerade einmal fünf Punkte zusammengekratzt hatte, wurde der Fußball-Drittligist wie so oft und viel zu voreilig in die Schublade der Abstiegskandidaten verfrachtet. Sechs Begegnungen später, ist beim Gründungsmitglied der Liga und kommenden Gastgeber von Holstein Kiel (Freitag, 19 Uhr) wieder mehr Ruhe eingekehrt.

Voriger Artikel
Sprüh-Attacke auf Holsteins Klubgelände
Nächster Artikel
Aus zwei Welten das Beste machen

Der neue Rohdiamant des VfB Stuttgart: Arianit Ferati (li.) sprintet hier im DFB-Pokal Maximilian Schlegel und und Filip Krstic (beide Carl Zeiss Jena) davon. Fußball-Drittligist Holstein Kiel ist vor dem Gang zum VfB II am Freitag gewarnt.

Quelle: Imago

Stuttgart. Elf Zähler aus den vergangenen sechs Spielen katapultierten den VfB II vor der Länderspielpause zwar nicht in die oberen Tabellenregionen. Einen Punkt hinter den Kieler Störchen auf Rang 17 platziert, ist im Jahresendspurt aber zumindest wieder mehr Land in Sicht. „Die Mannschaft hat sich stabilisiert und an Glauben gewonnen“, erklärte U23-Coach Jürgen Kramny. Wie bei vielen Bundesliga-Reserven ist der Status einer Ausbildungsmannschaft für die Schwaben Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite fördert die VfB-Schule immer mal wieder einen Nachwuchsdiamanten für die Profi-Mannschaft zu Tage. Auf der anderen ist Kramny ob des permanenten Personalaustausches mit wechselnden Formationen ständig zum Improvisieren gezwungen.

 Die Gründe für den erfolglosen Saisonstart macht der 44-Jährige wenig überraschend an der der Jugend seiner Akteure fest. Mit einem Durchschnittsalter von 21,8 Jahren gehört der VfB-Nachwuchs nach Werder II und Mainz II zu den jüngsten Teams der Liga. „Die Anpassung an den Männerfußball war für viele der Spieler, die aus der U19 kamen, eine Herausforderung. Wir haben frisch, aber naiv gespielt“, so Kramny in einem Kicker-Interview. Als Kronjuwel entpuppte sich bisher Arianit Ferati. 17 Jahre, zehn Monate und 24 Tage waren seit seiner Geburt vergangen, als Ferati in dieser Saison erstmals und als jüngster eingesetzter Spieler in der Dritten Liga auflief. Doch damit nicht genug: Nach drei anschließenden Bundesliga-Einsätze unter Alexander Zorniger inklusive einer Torvorlage beim 2:2 in Hoffenheim statteten die Schwaben den U19-Nationalspieler mit Wurzeln im Kosovo mit einem Profi-Vertrag bis 2020 aus.

 Unwahrscheinlich, dass Jürgen Kramny noch sehr lange auf die Dienste des 1,68 Meter großen Linksfußes wird zugreifen können. Doch Ferati ist nicht das einzige Talent, das beim VfB für Aufsehen sorgt. Der ukrainische Stürmer Borys Tashchy (22) beispielsweise, mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze beim VfB II, sowie Max Besuschkow (19) und Berkay Özcan (17) stehen ebenfalls hoch im Kurs beim VfB. Anstatt in der riesigen Mercedes-Benz-Arena aufzulaufen, werden sich die Youngster am Freitag aber erst einmal mit dem modernisierten Gazi-Stadion auf der Waldau zufriedengeben müssen. Nach einem Jahr in Großaspach ist der VfB II für seine Heimspiele nach Degerloch zurückgekehrt. Fehlen wird den Stuttgartern dort gegen Holstein Kiel ihr Leitwolf Tobias Rathgeb. Der 32-Jährige sah beim jüngsten 2:2 in Cottbus die fünfte Gelbe Karte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3