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Labbadia kämpft gegen die Angst

HSV gegen Holstein Kiel Labbadia kämpft gegen die Angst

Bruno Labbadia machte aus seiner Befindlichkeit kein Geheimnis. „Ich hatte keinen schönen Abend“, sagte der Trainer des Hamburger SV am Tag nach der 1:3 (1:2)-Heimniederlage am Sonnabend gegen den Tabellenvorletzten TSG 1899 Hoffenheim. Am Donnerstag trifft der HSV nun in einem Testspiel auf Holstein Kiel.

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14. Juli 2012: Im bislang letzten Testspiel zwischen Holstein Kiel und dem Hamburger SV hat Marcel Gebers (blaues Trikot) acht Minuten vor Schluss den 1:1-Ausgleich erzielt. Die Fans jubeln, HSV-Keeper Rene Adler (re.) und dessen Kollegen können es nicht fassen.

Quelle: imago

Hamburg/Kiel. Beim „ewigen“ Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga ist die Abstiegsangst zurück. Da kommt die Länderspielpause an diesem Wochenende gerade recht, Körper und Seelen der verunsicherten Hanseaten sollen regenerieren – und dazu zählt ein druckbefreites Testspiel am Gründonnerstag (18.30 Uhr) bei Holstein Kiel.

 Doch Obacht, allzu locker sollten die natürlich favorisierten HSV-Profis den Freundschafts-Kick an der Förde nicht nehmen. Denn auch beim Tabellenzehnten der Dritten Liga lauert die Gefahr einer Blamage, und nichts können die Hamburger derzeit weniger gebrauchen als eine erneute Demütigung. Genau das ereilte die Gäste nämlich beim bislang letzten Test zwischen den Störchen und den Rothosen anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der einzigen deutschen Meisterschaft für die KSV. Am 14. Juli 2012 trotzte der damalige Regionalligist dem Team von Trainer Thorsten Fink ein verdientes 1:1 (0:1) ab. Den Führungstreffer von Maximilian Beister (33.) egalisierte Marcel Gebers mit einem artistischen Seitfallzieher vor 6085 mehrheitlich begeisterten Zuschauern acht Minuten vor Schluss.

 Nun, zwei sehr glückliche Last-Minute-Rettungen in den Relegationsspielen später heißt der Coach Bruno Labbadia, der seine Mannschaft schon auf einem guten Weg ins gesicherte Mittelmaß wähnte. Doch nach den beiden Niederlagen in Leverkusen und gegen Hoffenheim wabern die ersten Spurenelemente von Panik durch den Volkspark; es droht die dritte Relegation in Folge. Nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ominösen 16. Platz haben die Hamburger, die mit neun Punkten (zwei Siege aus den letzten 13 Spielen) zu den schlechtesten Rückrunden-Teams zählen.

 Doch der Coach bleibt zuversichtlich. „Gegen Hoffenheim war es mir als Trainer wichtig zu sehen, dass diese Mannschaft will. Uns ist bewusst, dass 31 Punkte zu wenig sind. Es ist aber nicht nötig, in Panik zu verfallen. Wir arbeiten ruhig und konzentriert weiter, dann werden wir uns auch wieder belohnen“, betonte der 50-Jährige gegenüber unserer Zeitung. In Kiel wird indes eine Stabilisierung der Stammformation kaum möglich sein. „Aaron Hunt und Ivo Ilicevic haben diese Woche nur reduziert trainiert. Für sie kommt das Spiel gegen Holstein voraussichtlich zu früh“, ergänzte der Ex-Profi. Darüber hinaus befinden sich Albin Ekdal (Schweden), Emir Spahic (Bosnien und Herzegowina), Artjoms Rudnevs (Lettland), Michael Gregoritsch (U21 Österreich) und Gotoku Sakai (Japan) auf Länderspielreisen.

 Dennoch wird Labbadia den Auftritt an der Förde mit angemessenem Respekt vor dem Gegner angehen: „Wir sehen das Spiel bei Holstein als guten Test für uns an und werden mit der bestmöglichen Startformation auflaufen.“ Schließlich sieht er Parallelen zwischen den Klubs. „Ich hätte Kiel den Aufstieg über die Relegation gegönnt. Von 180 Minuten hat Holstein gegen 1860 München 170 Minuten lang alles richtig gemacht. Es ist immer schwer, so eine gute Saison zu bestätigen. Die Ausgangssituation jetzt ist ein bisschen vergleichbar mit unserer. Auch für Holstein gilt: Wenn alle ruhig und konzentriert weiterarbeiten, werden sie mit unten nichts mehr zu tun bekommen.“

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