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Hansa Rostock ist in Last-Minute-Kauflaune

Holstein-Gegner Hansa Rostock ist in Last-Minute-Kauflaune

Ist das Fenster geschlossen, herrscht Stille. Die Ruhe vor dem Sturm? Das zumindest erhoffen sich jene Fußball-Drittligisten, die auf dem Winter-Personalmarkt zugeschlagen haben, darunter Abstiegskandidat Hansa Rostock.

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Glamourfaktor für die Dritte Liga: Der heute 34-jährige Ex-Nationalspieler Cacau, hier am Ball gegen Serbien bei der WM 2010 in Südafrika (im Hintergrund Lukas Podolski), soll dem VfB Stuttgart II auf dem Weg zum Klassenerhalt helfen.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Je nach Öffnungszeiten der Geschäftsstellen der Landesverbände endete die Transferperiode II in der Nacht von Montag auf Dienstag spätestens um 24 Uhr. 45 Neuzugänge wurden von den 20 Klubs insgesamt verpflichtet (davon neun auf Leihbasis), 36 Akteure wurden aussortiert (Vorjahr: 113 Zu- und Abgänge).

 Zu den prominentesten Transfers zählen die Stürmer Daniel Frahn und Adriano Grimaldi, die beide den Zweitligisten 1. FC Heidenheim verließen und sich dem Chemnitzer FC bzw. Preußen Münster anschlossen. Auch der unangefochtene Liga-Primus Dynamo Dresden verspricht sich vom Ex-Nürnberger Stefan Kutschke zusätzliche Qualität im Angriff. Internationales Renommee versprüht der mittlerweile 34-jährige und zuletzt vereinslose Ex-Nationalspieler Cacau (bis 10. Juni 2015 bei Cerezo Osaka/Japan), der zu seiner „alten Liebe“ VfB Stuttgart zurückkehrt und der zweiten Mannschaft auf dem Weg zum Klassenerhalt helfen soll. Am Deadline-Day noch einmal kräftig aufgerüstet hat Abstiegskandidat Rostock, der mit Stefan Wannenwetsch, Melvin Platje und Christer Youssef drei neue Profis im Last-Minute-Verfahren auf die Hanse-Kogge lotste. Während der VfL Osnabrück, Mainz 05 II und Werder Bremen II komplett auf Transferaktivitäten verzichteten, vermeldeten der Chenmitzer FC (sechs Neue, sechs Abgänge) und Schlusslicht Stuttgarter Kickers (fünf Neue, vier Abgänge) die größten personellen Wechselspiele.

Mit Trio auf den richtigen Weg

 Nur ein Zufall, dass ausgerechnet diese beiden Vereine am vergangenen Spieltag die höchsten Niederlagen kassierten (2:5 in Kiel und 0:3 in Aalen)? „Dazu muss man die Themen in den Vereinen im Einzelfall kennen. Wir können nur über uns sprechen“, sagt Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport bei den Kieler Störchen. Ihre drei Neulinge, Eidur Sigurbjörnsson, Mathias Fetsch und Willi Evseev, standen in beiden Punktspielen des neuen Jahres in der Startformation und überzeugten speziell beim jüngsten Heimerfolg gegen Chemnitz, bei dem sich Fetsch und Evseev sogar in die Torschützenliste eintrugen. „Wir haben uns nur für Spieler interessiert, die sich im Spiel- oder Trainingsbetrieb befanden. Und das in einem Zeitfenster bis zum Beginn des Trainingslagers in der Türkei am 10. Januar“, so Stöver mit Blick auf die zügige Integration und das Stichwort „Soforthilfe“. Die ersten Eindrücke „lassen hoffen, dass wir mit diesem Trio auf dem richtigen Weg sind“, so Stöver weiter.

 Elia Soriano steuerte derweil bei seiner Premiere im Würzburger Trikot gleich den Treffer zum überraschenden 2:1-Sieg bei der SG Sonnenhof Großaspach bei (74.), sah aber nur elf Minuten nach seinem famosen Einstand die Gelb-Rote Karte. Licht und Schatten – das stete Risiko bei Wintereinkäufen.

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