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Schöne Erfurter Träume bleiben bislang unerfüllt

Holstein-Gegner Schöne Erfurter Träume bleiben bislang unerfüllt

Schöne Visionen zu entwickeln ist nicht schwer, sie in die Realität umzusetzen dagegen sehr. Zu Beginn der Saison 2013/14 erfreute Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt den Anhang mit einem Dreijahres-Plan: „Mission 2016 – Aufstieg in die Zweite Liga!“ Die sportliche Realität vor dem Spiel bei Holstein Kiel: Mittelmaß.

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Erfurts Trainer Stefan Krämer im Steigerwaldstadion. Die neue Multifunktionsarena ist noch immer nicht vollständig nutzbar.

Quelle: imago

Erfurt. Am Sonnabend (14 Uhr) trifft der 13., 18 Punkte, auf die Störche, die einen Zähler weniger auf dem Konto haben.

Doch auch abseits des Rasens läuft es nicht eben rund. Die insgesamt rund 47 Millionen Euro teure, ultramoderne Multifunktionsarena (19.400 Zuschauer/1210 Business-Sitzplätze/343 Premium-Seats), die das traditionsreiche Steigerwaldstadion an gleicher Stelle ersetzen soll, ist trotz der von der EU-Kommission freigegebenen Bundes- und Landesmittel sowie der finanziellen Unterstützung der Stadt Erfurt immer noch nicht in vollem Umfang nutzbar. Die ersten Bagger waren im Januar 2015 angerollt. Eine Woche vor dem Start dieses Spieljahres sollte die offizielle Eröffnung gegen den Bundesligisten aus der Partnerstadt Mainz erfolgen.

Bau wurde nicht rechtzeitig fertig

Doch der Bauträger erfüllte seine Aufgaben nicht fristgerecht. Die bereits verkauften Logen- und Business-Plätze waren bislang nicht nutzbar. Ein Fakt, der die RWE-Sponsoren nicht gerade in Begeisterungsstürme versetzte. Eine bittere Tatsache für den Fußball-Stolz Thüringens, der die Serie 2014/15 mit einem Minus von 1,1 Millionen Euro abschloss und auch für das anstehende Geschäftsjahr mit einer größeren Deckungslücke kalkuliert. Auf der Mitgliederversammlung am 14. Dezember sollen die Weichen für die wirtschaftliche Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein gestellt werden. Zudem sei für das nächste Heimspiel gegen den Chemnitzer FC (26. November) garantiert, so RWE-Presseprecher Wilfried Mohren, dass die neue Arena in vollem Glanze erstrahlt.

120 Veranstaltungen müssen laut Auflage pro Jahr im rot-weißen Prunkstück stattfinden, Hauptnutzer sind die Profifußballer mit rund 25 Partien. Vielleicht ist es die rosigere Zukunft, die dem Drittliga-Team des seit dem 1. Januar 2016 im Amt befindlichen Trainer Stefan Krämer in den vergangenen vier Begegnungen Flügel verlieh. Sieben Punkte in dieser Zeit lassen trotz des vergleichsweise engen Etats (2,6 Millionen Euro) hoffen. 1,7 Zähler im Schnitt waren es unter Leitung des 49-Jährigen nach der Winterpause der vergangenen Serie.

Abhängig von Kammlott

Vom aktuellen Kardinalproblem der Erfurter können auch die Kieler Störche ein Lied singen: die mangelnde Effektivität. „Wir sind ein Stück weit von Karsten Kammlott abhängig“, sagt Krämer über seinen zurzeit unter Ladehemmungen leidenden Torjäger.

Für den Coach hängen an der Förde die Trauben besonders hoch. „Ich habe Holstein zu Saisonbeginn neben Duisburg als Aufstiegs-Top-Favoriten eingestuft. Und dabei bleibe ich auch“, so Krämer. Die Vielzahl der Chancen, die sich Kiel erspiele, die Dominanz auch auswärts, all das zeuge von höchster Qualität in dieser „leistungsmäßig extrem engen Liga“.

Irgendwann werde der Tor-Knoten bei den Störchen platzen. „Ich hoffe nur, dass das nicht ausgerechnet gegen uns passiert“, sagt Krämer lachend. Immerhin, der letzte Auftritt von RWE im Holsteinstadion endete zum Ausklang der vergangenen Serie mit einem 3:0-Triumph für die Ostdeutschen.

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