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Noch mehr Schlagkraft für den Angriff

Holstein-Kaderplanung Noch mehr Schlagkraft für den Angriff

Während die Profis noch bis zum Trainingsstart am 19. Juni regenerieren dürfen, rauchen auf dem Klubgelände von Holstein Kiel die Köpfe, glühen die Telefondrähte. Zwei Namen befeuern die Gerüchteküche: Felix Lohkemper (TSG Hoffenheim II) und Tammo Harder (Borussia Dortmund II).

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Schon mittendrin in der großen Fußballwelt war Felix Lohkemper (li., gegen Mario Götze) vor einer Woche im Testspiel der U 20 des DFB gegen die A-Nationalmannschaft in Ascona (0:7).

Quelle: imago

Kiel. Denn es gilt, nach Rang 14 in der abgelaufenen Saison einen Kader zu formieren, der sich im oberen Tabellendrittel etablieren kann. Alexander Bieler (SV Sandhausen), Luca Dürholtz (Dynamo Dresden), Dominick Drexler (VfR Aalen) und Dominic Peitz (Karlsruher SC) haben die Störche bereits verpflichtet. Doch das dürfte noch nicht alles gewesen sein. In den Medien und Fan-Foren halten sich zwei Namen als potenzielle Neuzugänge besonders hartnäckig: Felix Lohkemper (TSG Hoffenheim II) und Tammo Harder (Borussia Dortmund II).

Beide Spieler, die der KSV-Offensive weitere personelle und taktische Optionen eröffnen könnten, weisen diverse Gemeinsamkeiten auf. Sie sind jung, Junioren-Nationalspieler, im Angriff variabel einsetzbar, haben sich in der Regionalliga bewährt, streben in eine höhere Klasse – und ihre Verträge laufen Ende dieses Monats aus.

Schon Erfahrung im DFB-Dress

Felix Lohkemper hat sich mit seinen 21 Jahren schon einige Meriten im DFB-Dress erworben. Der gebürtige Wetzlarer durchlief ab der U16 sämtliche Auswahlteams und wurde 2014 in Ungarn U19-Europameister. Der 1,80 Meter große Rechtsfuß ist seit 2010 im Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart ausgebildet worden, gehörte zum Drittliga-Kader der „Zweiten“ und schloss sich im vergangenen Sommer dem Unterbau des Bundesligisten TSG Hoffenheim an, um mehr Spielanteile zu bekommen.

Gesagt, getan. In der U23 von Trainer Marco Wildersinn gehörte der pfeilschnelle Mittelstürmer, der auch als hängende Spitze oder Rechtsaußen eingesetzt werden kann, zum Stamm. Seine imposante Saisonbilanz: 33 Spiele, 18 Tore, sieben Vorlagen. Alles richtig gemacht. „Ein bisschen daran gezweifelt, ob das der richtige Schritt ist, habe ich zwar schon, aber ich wollte unbedingt wieder häufiger spielen und habe diesen Schritt bis heute nicht bereut“, sagte er auf der Homepage der TSG und bezog damit auch seine Rückkehr ins Elternhaus in Bretten mit ein, 40 Kilometer von Sinsheim entfernt. Doch auch den Familienmenschen Felix Lohkemper zieht es in die große, weite Fußball-Welt hinaus, mit dem Traum Bundesliga. Der Weg ist das Ziel und könnte auch über die Dritte Liga führen, vielleicht sogar in den hohen Norden...

Fußballerisches Kind des Ruhrgebiets

Ähnliche Ambitionen verfolgt Tammo Harder. Der 22-Jährige ist ein Kind des Ruhrgebiets, geboren zwar in Dülmen, fußballerisch aber aufgewachsen in der Schalker Jugend, bevor er sich 2013 dem BVB II anschloss. Als hängende Spitze oder ganz vorn oder auch als Linksaußen gehörte der 1,74 Meter große Angreifer in der vergangenen Saison mit 32 Einsätzen (sechs Tore, neun Vorlagen) zu den Leistungsträgern. Das ist in der Szene nicht unbemerkt geblieben. Laut „liga3-online.de“ haben mit Magdeburg, Münster und Holstein gleich drei Drittligisten ihre Fühler nach dem Beidfüßer ausgestreckt. Auch Zweitligisten, darunter Aufsteiger Erzgebirge Aue, sollen Interesse haben.

Fakt ist: Tammo Harder wird zur neuen Saison mindestens eine Klasse höher anheuern. „Wir werden alle Angebote aus der Zweiten und der Dritten Liga prüfen“, sagte sein Berater Omar Afkir gegenüber „liga3-online.de“ und ergänzte, dass Harder selbst entscheiden müsse, ob er erster Stürmer in der Dritten oder erst einmal Rotationsspieler in der Zweiten Liga sein möchte.

Zu den Personalien Lohkemper und Harder wollte Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke auf Anfrage dieser Zeitung lediglich die branchenübliche Einlassung machen: „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen.“

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