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Appell an die Kraft des Willens

Holstein Kiel Appell an die Kraft des Willens

Die Zeit ist reif! Das jedenfalls meint Markus Anfang, Cheftrainer des seit fünf Begegnungen ungeschlagenen Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. „Jetzt ist es an der Zeit, dass wir einfach mal wieder ein Spiel gewinnen“, sagt der 42-Jährige vor der Heimpartie am Sonnabend (14.05 Uhr).

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Gut gelaunt ins Frage-Antwort-Spiel: Seit Donnerstag läuft auf KN-online das "Trainer.Frage"-Video, in dem Holstein-Cheftrainer Markus Anfang (hier mit Kay Gries und Gunnar Mihlan von der Produktionsfirma Joker) Leserfragen beantwortet.

Quelle: Sonja Paar

Eine Ansage, die in ihrer Klarheit so aus Anfangs Mund noch nicht zu hören war.  Seinen festen Glauben an den ersten „Dreier“ nach zuletzt vier Remis in Folge zieht der Fußball-Lehrer aus der Leistung der Störche in Halbzeit zwei beim jüngsten 2:2 in Chemnitz. „Diese Art, diese Leidenschaft, dieser unbedingte Wille zu gewinnen, das hat mir imponiert. So müssen wir immer auftreten, dann werden wir den Sieg erzwingen. Wir müssen von diesem Weg getrieben sein“, orakelt Anfang.

 Tore, Tore, Tore – das Wesentliche dieser Sportart stand folgerichtig in dieser Woche auch ganz oben auf der Agenda der Trainingsinhalte. Ob in Spielformen oder im Rahmen von kleinen Turnieren, Anfang und sein „Co“ Tom Cichon wollten das Netz zappeln sehen. Und das Duo glaubt, dass die Störche-Profis das Gebot der Stunde verinnerlicht haben. „Zehn Pflichtspiele haben die Jungs in unserer Amtszeit in Kiel absolviert. Acht davon haben wir nicht verloren. Aber das macht uns nicht glücklich“, sagt Anfang mit Blick auf „nur“ drei Siege.

 Fehlen werden am Sonnabend Nachwuchsstürmer Miguel Fernandes (leichter Autounfall), Flügelflitzer Manuel Janzer (Muskelfaserriss) und Tammo Harder (noch ein Spiel Sperre nach der Roten Karte in der U23). Dazu gesellt sich Abwehrroutinier Patrick Kohlmann. Der 33-Jährige, dessen Vertrag am Ende dieser Saison ausläuft, wird weiterhin von den aus dem unteren Rückenbereich ausstrahlenden Schmerzen geplagt, die den Linksverteidiger schon im Alltag abseits des Fußballplatzes einschränken. „Wir hoffen, dass Patrick im Januar wieder an Bord ist“, so Anfang. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Dominic Peitz, der in den vergangenen Tagen von einem Magen-Darm-Virus geplagt wurde.

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie das Spiel am Sonnabend ab 14 Uhr im KN-KSV-Liveticker.

 Für Siege gibt es keinen Ersatz, lautet ein nicht nur an der Förde sattsam bekannter Leitsatz. Zu einem seriösen Kaufmannstreiben, so sei hinzugefügt, keine Alternative. Exakt an dieser Stelle hakt es indes beim Chemnitzer FC. Nicht zuletzt ob des exklusiven Angriffsduos Anton Fink und Daniel Frahn (geschätztes Brutto-Monatseinkommen: 18000 Euro) wurden die Sachsen zu Saisonbeginn als heißer Aufstiegskandidat gehandelt. Gestern glühten derweil die Drähte in anderen Bereichen.

 Per Liveticker berichtete die „Chemnitzer Neue Presse“ von Krisengesprächen des Klubs mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Hintergrund: Dem CFC gehe das Geld aus, die Liquidität reiche nur noch bis zum Jahresende. Laut Pressemitteilung der Himmelblauen ist das Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2016 mit einem Verlust von rund 1,2 Millionen Euro abgeschlossen worden. Summiert mit dem Verlust aus dem laufenden Geschäftsjahr durch zu optimistisch kalkulierte Zuschauereinnahmen sowie offenkundig zu kostenintensive Spielertransfers, taxiert die „Neue Presse“ die aktuelle Deckungslücke auf etwas mehr als zwei Millionen Euro.

 Eine Insolvenz drohe zwar nicht, wie CFC-Präsident Dr. Mathias Hänel betont: „Wir müssen aber über Kürzungen reden, auch bei den Prämien.“ Spielerverkäufe im Winter seien unterdessen nicht geplant. „Wenn wir jetzt keine Lösung für diese wirtschaftlichen Probleme finden, ist die Zukunft des CFC gefährdet“, führt Hänel weiter aus. Wegen der Bedeutung des Vereins für die Stadt will Barbara Ludwig eine einmalige und an Bedingungen geknüpfte Finanzspritze in Höhe von 1,26 Millionen Euro in der nächsten Stadtratssitzung am 7. Dezember durchdrücken.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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