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Der Fußball-Thriller in Duisburg

Holstein Kiel Der Fußball-Thriller in Duisburg

Vorsicht, Drittliga-Hochspannung! Als Hausmittel gegen eine Überdosis Nervosität vor dem Aufstiegs-Gipfel zwischen dem MSV Duisburg und Holstein Kiel (Sonnabend, 13.30 Uhr/live beim NDR und WDR) empfiehlt der Fußball-Profi den Anhängern intensive Atemübungen.

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Auf solche Paraden von Torhüter Kenneth Kronholm wie hier vor zwei Wochen beim 2:2 in Bielefeld setzt die KSV Holstein auch am Sonnabend in Duisburg – und vielleicht auf ein Tor des ehemaligen MSV-Stürmers Manuel Schäffler (Nr.9).

Quelle: Jörg Lühn

Kiel/Duisburg.  Gewinnen die Zebras in heimischen Gefilden vor über 30000 Zuschauern, ist ihr Sprung die Zweite Bundesliga vorzeitig perfekt. Wenn nicht, wird die Entscheidung über den direkten Aufstiegsplatz zwei und die Relegation (Rang drei) zwischen den Kontrahenten ins Fernduell des letzten Spieltages am 23. Mai verschoben.

 Auch Störche-Torwart Kenneth Kronholm fiebert dem Thriller an der Wedau entgegen. „Ja, das ist das spannendste Spiel meiner Karriere. Dafür steht man morgens auf und reißt sich die ganze Saison über den A… auf “, sagt der 29-Jährige mit strahlenden Augen. Und ergänzt: „Aber wir sind cool, freuen uns einfach nur auf dieses Duell vor dieser tollen Kulisse.“

 Mindestens 1500 Kieler Schlachtenbummler (500 Gästetickets liegen noch an der Tageskasse) werden die in Bestbesetzung antretende KSV Holstein unterstützen, 28500 Duisburger derweil die Nordlichter sicher nicht eben herzlich empfangen. „Oliver Kahn hat das mal in seinem Buch treffend beschrieben: das ist Motivation pur. Wir wollen die Duisburger Fans zum Schweigen bringen“, sagt Kronholm.

 Entspannen, ein wenig Fernsehen und sich auf die Aufgabe fokussieren – mit diesen Worten beschreibt der Mann mit den besonderen Reflexen, der auch bei einem Remis an eine gute Chance zum direkten Aufstieg glaubt, die Stunden vor dem Anpfiff im Mannschaftshotel. Für die Duisburger hingegen ähnelt die Situation, den Matchball vor Augen, fast der eines Pokalspiels. Pokal und MSV – das war doch etwas? Richtig, Holstein-Torjäger Manuel Schäffler stand im DFB-Pokalfinale von Berlin 2011 (0:5 gegen Schalke) Seite an Seite mit MSV-Abwehrroutinier Branimir Bajic auf dem Rasen des Olympiastadions. „Ein tolles Erlebnis, wir haben seit dieser Zeit regelmäßig Kontakt. Aber am Sonnabend ruht natürlich die Freundschaft für mindestens 90 Minuten“, sagt Schäffler.

 Auch der nach Gelbsperre wieder einsatzbereite Rafael Kazior, der 2003/04 in Duisburg seinen ersten Profivertrag erhielt, besitzt gute Cup-Erinnerungen an den MSV. Der Holstein-Kapitän erzielte am 16. Oktober 2011 die 1:0-Führung beim 2:0-Triumph der Störche, bei denen Marc Heider trotz der Beschwerden am Sprunggelenk am Freitag im Bus gen Westen saß.

 Damals feierte Kiel die ganze Nacht. Am Sonnabend lockt erneut eine Überdosis Jubel. Wenn Kronholm-Vertreter und Kabinen-DJ Niklas Jakusch nach dem Abpfiff als Drei-Punkte-Signal die Lautstärkeregler aufdrehen darf: „Atemlos …“

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