18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Die Formel: MSV plus Torgefahr

Holstein Kiel Die Formel: MSV plus Torgefahr

Sieg in Paderborn, Niederlage gegen Osnabrück, Remis in Duisburg – in seiner noch kurzen Amtszeit hat Markus Anfang bereits sämtliche Ergebnis-Varianten erlebt.

Voriger Artikel
Noch ein Coup – warum nicht?
Nächster Artikel
Schwerer Start, überzeugendes Ergebnis

Was war das denn? Die Holstein-Spieler Dominik Schmidt, Tim Siedschlag, Maik Kegel und Denis-Danso Weidlich (v. li.) sind völlig konsterniert nach der 0:4-Heimniederlage gegen Mainz 05 II zum Auftakt der Saison 2015/16. Heute ist auch Wiedergutmachung angesagt.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. Der Trainer des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel ist mit seiner Zwischenbilanz zufrieden. Dieses Gefühl soll auch nach dem Heimspiel heute (14 Uhr) gegen die U23 des Bundesligisten FSV Mainz 05 fortbestehen.

 Dabei spielt das letzte Treffen der beiden Teams im Holstein-Stadion, das zum Saisonstart am 25. Juli 2015 mit einer 0:4-Demütigung für die Störche endete, in der Gedankenwelt des 42-Jährigen überhaupt keine Rolle. Anderer Trainer (Karsten Neitzel), andere Mannschaft, Geschichte eben.

 Aktuell ist hingegen für Anfang die Notwendigkeit, die Startformation erneut zu verändern. Mittelfeldrenner Tim Siedschlag hat sich – ebenso wie Angreifer Tammo Harder – eine bakterielle Infektion eingehandelt und wird voraussichtlich von Alexander Bieler ersetzt, der Siedschlag schon am Dienstag in Duisburg nach einer Stunde abgelöst hatte. Patrick Kohlmann plagen weiterhin Schmerzen in der Hüfte, so dass Youngster Arne Sicker als Linksverteidiger gesetzt bleibt. Auch Evans Nyarko ist nach einem Trainingsschlag aufs Knie noch nicht wieder fit.

 Das Vertrauen des Trainers in seinen Kader leidet unter den Ausfällen freilich nicht. „Die bisherigen drei Gegner gehören nicht zu den schlechtesten Teams in der Liga“, betont Anfang. „Die Art und Weise, wie wir bislang Fußball gespielt haben, ist gut.“ Die beiden einzigen Wermutstropfen waren die Passivität in der ersten Halbzeit gegen Osnabrück sowie die mangelhafte Chancenverwertung in Duisburg. „Beim MSV fehlte uns die Effektivität. Dieses Thema habe ich bei den Spielern auch angesprochen“, sagte der Chefcoach, der allerdings einräumte, dass die Zeit in der englischen Woche zu knapp war, um im Training ausgiebig an diesem Defizit zu arbeiten.

 Ob mit oder ohne Torschussübungen, Nachlässigkeiten jedweder Art dürfen sich die Störche gegen den 05-Nachwuchs nicht erlauben. Natürlich lässt sich Anfang vom 19. Tabellenplatz der Rheinland-Pfälzer nicht irritieren: „Der FSV setzt auf junge Trainer aus den eigenen Reihen, die sehr gute Arbeit leisten. So wie Sandro Schwarz. Wir haben gemeinsam die Fußballlehrer-Lizenz erworben.“ Die Kieler Coach sieht seinen 37-jährigen Kollegen erst am Anfang einer Karriere im Profibereich, die U23 werde nicht End-, sondern Startpunkt für den gebürtigen Mainzer sein. Dessen Team sei sehr schwer zu spielen. „Die sind wendig, schnell, taktisch gut ausgebildet und können ihr Potenzial jederzeit abrufen.“ Dem sollen die Störche heute ihre Form von Duisburg plus mehr Torgefahr entgegensetzen. „Dann“, ist Anfang sicher, „werden wir uns am Ende des Tages belohnen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3