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Die Vision vom Optimum

Holstein Kiel Die Vision vom Optimum

Zwölf Spiele hat Fußball-Drittligist Holstein Kiel in dieser Saison noch zu absolvieren. Dabei sind im Optimalfall 36 Punkte zu gewinnen. Mit dieser Maximalausbeute hätten die Störche am Ende 67 Zähler auf dem Konto – exakt jene Zahl, die sie im vergangenen Spieljahr in die Aufstiegsspiele gegen München 1860 führte.

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Zuletzt sicherer Rückhalt einer stabilisierten Kieler Deckung: Störche-Torwart Robin Zentner (hier beim 5:2-Heimsieg gegen gegen Chemnitz) pflückt die Kugel vor Freund und Feind energisch herunter.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Zwölf Spiele, zwölf Siege? Bei dieser Vorstellung muss auch Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel schmunzeln. „Wir hätten ja tatsächlich bei allen fünf Partien dieses Jahres als Gewinner vom Platz gehen können“, lautet sein verbaler Konter. Ein Flachs mit ernstem Hintergrund. Denn auf der Habenseite der Kieler stehen 2016 „nur“ zwei Dreier und ein Remis. Weshalb das Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen den Tabellennachbarn VfR Aalen, der erstmals in der Klubgeschichte im Holsteinstadion aufläuft, mit Blick auf die nicht weit entfernt liegende Abstiegszone gehörige Brisanz besitzt.

 Der Zweitligaabsteiger von der schwäbischen Ostalb kommt mit der Empfehlung eines 3:0-Befreiungsschlages gegen Energie Cottbus an die Förde. „Eine Mannschaft mit Qualität, mit Spielern besetzt, die Erfahrungen aus höheren Klassen auf den Platz bringen. Die sind schwer zu packen“, sagt Neitzel über das Team des ehemaligen Holstein- und heutigen VfR-Coaches Peter Vollmann. Die Innenverteidiger Sebastian Neumann (der 25-Jährige stand zu Wochenbeginn bereits zum fünften Mal in der DFB-Drittliga-Mannschaft des Spieltages) und Oliver Barth (36) seien für die Steuerung des Aalener Systems verantwortlich, Dominick Drexler und Matthias Morys für die Attacken im Angriff. „Wir dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen“, so Neitzels Appell an die stabilisiert wirkende Defensive mit den Geburtstagskindern Patrick Kohlmann (wurde Donnerstag 33) und Eidur Sigurbjörnsson (am Freitag 26) sowie einem stetig sicherer zupackenden Robin Zentner zwischen den eigenen Pfosten.

Ein dickes Fragezeichen steht am Sonnabend in Reihen der Kieler hinter dem Einsatz des offensiven zentralen Mittelfeldspielers Willi Evseev. Der 24-Jährige wird von muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel geplagt. Als Alternative wartet Maik Kegel auf seine Startelf-Premiere nach der Winterpause. Gut möglich zudem, dass Tim Siedschlag drei Wochen nach seinem in der Begegnung bei Fortuna Köln erlittenen Muskelfaserriss zumindest wieder auf der Einwechselbank sitzt.

Am Sonnabend Aalen, am Dienstag (19 Uhr) bei Hansa Rostock, am nächsten Sonnabend (14 Uhr) zu Hause gegen Cottbus – nach der ersten Englischen Woche des Jahres sollten die Störche wissen, wohin ihre sportliche Reise führt. Ob der beträchtliche Aufwand dank einer verbesserten Chancenverwertung – anders als zuletzt gegen Osnabrück (0:1) und bei den Stuttgarter Kickers (0:0) – wieder in zählbaren Ertrag mündet. Dem einen oder anderen Akteur habe er, so berichtet Neitzel, die Hand zum Zeichen des Vertrauens auf die Schulter gelegt. Es gelte das Motto: „Wir müssen uns immer wieder auf die nächste Tormöglichkeitfreuen.“ Gut verteidigen, attraktiv kombinieren, Chancen kreieren und sie kaltschnäuzig vollstrecken – Visionen, die Vorfreude wecken.

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