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Störche holen Schlitzohr Schmidt

Holstein Kiel Störche holen Schlitzohr Schmidt

Seit Donnerstag besitzt der Kader des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel feste Konturen. Mit der erwarteten Verpflichtung des auch von Erzgebirge Aue umworbenen Innenverteidigers Dominik Schmidt dürften die Personalplanungen der Störche für das kommende Spieljahr abgeschlossen sein. Auch die Position eines dritten Torwarts hinter dem Duo Kenneth Kronholm/Niklas Jakusch könnte kurzfristig besetzt werden.

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Dominik Schmidt (2.v.l.) wechselt zu Holstein Kiel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der 20-jährige Bernd Schipmann von Schalke 04 II absolviert seit Donnerstag ein Probetraining. Dagegen hat Fabian Wetter das Angebot der Störche abgelehnt und kehrt nach Hannover zurück.

Am Vormittag setzte Dominik Schmidt in Kiel seine Unterschrift unter einen Zweijahres-Kontrakt. Der 27-Jährige stand zuletzt drei Jahre beim Drittliga-Konkurrenten Preußen Münster unter Vertrag, war dort Co-Kapitän, wurde aber nach 80 Drittliga-Einsätzen (zehn Tore) für die westfälischen Adlerträger nach der 1:2-Niederlage in Bielefeld am 33. Spieltag der Vorsaison Ende April suspendiert. Hintergrund dieser Maßnahme soll unter anderem ein Streit auf der Münsteraner Kirmes gewesen sein, bei dem Schmidt auf Beschimpfungen und Pöbeleien von Preußen-Fans verbal reagiert haben soll. Überhaupt eilt dem gebürtigen Berliner der Ruf voraus, bisweilen ein Mann der markigen Worte zu sein.

An den sportlichen Fähigkeiten des 1,87 Meter großen Abwehrspezialisten, der in seiner Karriere unter anderem auch zwölf Bundesliga- und zwei Champions-League-Spiele für Werder Bremen bestritt, indes bestehen ob seiner Kopfball- und Zweikampfstärke sowie seiner Führungsqualitäten auf dem Rasen keine Zweifel. Schmidt passt damit ins Anforderungsprofil von Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel. Sein Kader benötige ein paar erfahrene Schlitzohren, denn: „Wir waren in der vergangenen Saison manchmal etwas zu brav.“

Schmidt selbst hat nach eigenen Worten das Kapitel Münster abgehakt, freut sich auf die neue Herausforderung inklusive des Kampfes mit Platzhirschen wie Hauke Wahl, Marlon Krause oder Manuel Hartmann um die Stammplätze: „Konkurrenz ist immer gut. Ich glaube, bei Holstein kann sich noch eine Menge entwickeln. Kiel hat eine überragende Saison hinter sich. Leider haben sie sich nicht mit dem Zweitligaaufstieg belohnt.“ Am 18. Juni habe er erstmals das Kieler Trainingszentrum besucht und sich „nach guten Gesprächen mit den Verantwortlichen für Holstein entschieden“. Auch wegen der zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärten Zukunft des vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern umworbenen Wahl, dessen Vertrag am 30. Juni 2016 ausläuft, hatten sich die Störche laut des Sportlichen Leiters Ralf Heskamp zum Handeln gezwungen gesehen.

Am Dienstag unterschrieb Schmidt per Auflösungsvertrag in Münster „das Ende einer Hassliebe“, wie es das regionale Fachblatt „Reviersport“ beschrieb. Nun sucht er eine Bleibe an der Förde. Am liebsten ein Haus für sich und seinen Hund „Marley“, einen 18 Monate alten Labrador. Seine Freundin soll im Dezember nachkommen.

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Foto: Wechselgerüchte: Dominik Schmidt (rechts) kommt vielleicht als Ersatz für Mikkel Vendelbo zu Holstein Kiel. (Archivbild)

Mittelfeldstratege Mikkel Vendelbo möchte aufgrund des Heimwehs seiner Frau Ane zurück in seine dänische Heimat und deshalb seinen bis 30. Juni 2016 datierten Vertrag bei Fußball-Drittligisten Holstein Kiel auflösen. Eine mögliche Personal-Alternative könnte Dominik Schmidt sein.

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