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Drexler fordert Effizienz

Holstein Kiel Drexler fordert Effizienz

Die Reiselogistik ist für Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel ein absolut zweitrangiges Problem, wenn Holstein Kiel ab 14 Uhr beim VfR Aalen zum Auftakt der Englischen Woche auf dem Prüfstand steht. Mit Dominic Peitz, Alexander Bieler und Milad Salem fällt gleich ein ganzes Mittelfeld-Trio aus.

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Mit Dominic Peitz, Alexander Bieler und Milad Salem (Foto) fällt gleich ein ganzes Mittelfeld-Trio aus.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Südlicher geht’s für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel in dieser Saison nicht: 609 Kilometer Luftlinie oder 726 Kilometer Autobahnkilometer entfernt liegt in der schwäbischen Ostalb das beschauliche Aalen. Die Heimat des vor zwei Jahren noch in der Zweiten Liga kickenden VfR. Doch die Reiselogistik speziell in Sachen Rückfahrt ist für Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel ein absolut zweitrangiges Problem, wenn die KSV am Sonnabend ab 14 Uhr in der Scholz-Arena zum Auftakt der Englischen Woche auf dem Prüfstand steht.

 Mit Dominic Peitz, Alexander Bieler und Milad Salem fällt bei den Nordlichtern verletzungs- oder krankheitsbedingt gleich ein ganzes Mittelfeld-Trio mit Stammplatz-Ambitionen aus. Routinier Tim Siedschlag hat nach seinem Faserriss in der Gesäßmuskulatur noch nicht 100-prozentige Fitness erlangt, saß aber am Freitag mit an Bord des Fliegers, der die Störche gen Stuttgart chauffierte.

 Im Gepäck lagen auch die Erinnerungen an den Auftakt des Spieljahres gegen den FSV Frankfurt: gute Leistung, beste Torchancen, aber nur 1:1 – zu wenig beim Vergleich von Aufwand und Ertrag. Und für Neitzel in der öffentlichen Wahrnehmung zu viel Enttäuschung, um beispielsweise den per Hacke erzielten Führungstreffer von Saliou Sane gebührend zu würdigen: „Das wäre im Normalfall das Tor des Tages gewesen. Durch das Ergebnis aber ist dieser Höhepunkt untergegangen.“

 An der Statistik indes dribbelt kein Gefühl vorbei. Und die weist Holstein-Stürmer Sane nach seinem Doppelpack im Landespokal beim VfR Neumünster mit nunmehr drei Treffern in den zwei Pflichtspielen dieser Serie aus. Die Richtung stimmt für den 24-Jährigen. Am Sonnabend könnte Luca Dürholtz, der Bieler im zentralen Mittelfeld ersetzen dürfte, Sane in Szene setzen. Es wäre die Drittliga-Premiere im KSV-Trikot für Dürholtz, den Ex-Dresdner, der als 16-Jähriger von Real Madrid umworben war.

 Kreativ-Angreifer Dominick Drexler hingegen kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der 26-Jährige war im Sommer von Aalen an die Förde gewechselt und erwartet im Stadion einen eher unfreundlichen Empfang. „Das macht nichts. Das spornt mich nur noch weiter an“, so Drexler. Er habe noch Freunde beim VfR wie „Maxi“ Welzmüller, mit dem er die zurück liegenden Ferien in Südtirol verbrachte. „Andere Leute mögen mich halt nicht mehr so sehr.“

 Zum VfR-Coach Peter Vollmann habe er ein professionelles Verhältnis. Der 58-jährige Fußballlehrer feierte vor Wochenfrist mit dem 2:1 in Wiesbaden einen Einstand nach Maß. Und der Ex-Storch bewies bei seinen Einwechslungen ein feines Händchen. Die Joker Matthias Morys und Mika Ojala stachen, machten mit ihren Toren den Auswärtssieg perfekt. Als Pluspunkt für den Teamgeist bewertet Vollmann diesen Fakt.

 Für Drexler sind diese Dinge lediglich Randnotizen. „In der Englischen Woche geht es mit den Partien in Aalen, zu Hause gegen Lotte und dann bei Fortuna Köln Schlag auf Schlag. Wir dürfen nicht verlieren und müssen effizienter werden“, sagt der 33-fache Zweitligaprofi. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser internen Forderung stünde saisonübergreifend nur eine Niederlage aus den vergangenen 13 Drittliga-Spielen auf dem Holstein-Konto.

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