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Duisburg heizt den Gipfel an

Holstein Kiel Duisburg heizt den Gipfel an

Nun also der Aufstiegs-Thriller an der Wedau. Spieler und Anhänger des MSV Duisburg und der KSV Holstein dürfen sich am Sonnabend (13.30 Uhr) in der Schauinsland-Arena an eine neue Dimension der Nervenprobe herantasten.

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Holstein Kiel hofft in Duisburg auf die Unterstützung ihrer Fans.

Quelle: pae

Kiel. Das den Meiderichern zur Verfügung stehende Kartenkontingent von 28500 Tickets ist seit vergangenen Sonnabend um 10.02 Uhr ausgeschöpft. Bislang 1000 Kieler Schlachtenbummler wollen im knapp 3000 Zuschauer fassenden Gästeblock mit ihrer Stimmgewalt dagegen halten – Bundesliga-Atmosphäre in der Dritten Fußballliga!

 Mit einem Heimsieg kann der MSV den Sprung in die Zweite Liga bereits vor dem Saisonfinale beenden. Bei einem Holstein-Erfolg oder einem Remis wird die Entscheidung auf den letzten Spieltag am 23. Mai vertagt. Duisburg muss dann beim SV Wehen Wiesbaden mit dem ehemaligen Storch, Ex-Lübecker und jetzigen SVWW Assistenztrainer Bernd Heemsoth antreten. Die KSV Holstein empfängt zeitgleich die Stuttgarter Kickers in ihrer ebenfalls bereits ausverkauften Heimstätte.

 Auch Gino Lettieri fiebert dem „Endspiel“ an der Wedau entgegen. „Die Duisburger Fans haben in den letzten zwei Jahren gelitten. Sie haben dieses Spiel einfach verdient“, sagte der MSV-Cheftrainer nach dem schwer erkämpften 2:0-Auswärtserfolg bei RW Erfurt am Sonntag.

 Neben dem Torjäger-Duo Zlatko Janjic/„King“ Onuegbu avancierte Torwart Michael Ratajczak, Spitzname „das Biest“, mit einem abgewehrten Foulelfmeter zu einem Garanten des aus Duisburger Sicht so wichtigen Drei-Punkte-Erlebnisses in Thüringen: „Kiel wird jetzt wieder eine ganz schwere Aufgabe. Klar, dass wir alle dabei auch auf unsere Fans bauen“, so der Torwart der Zebras.

 Einziger Wermutstropfen im Freudenkelch der Westdeutschen ist die Gelbsperre von Tim Albutat. „Wir haben jetzt alles selbst in der Hand. Aber natürlich wird Kiel uns alles abverlangen, Holstein steht zu Recht da oben - umso wichtiger wird die Unterstützung von den Rängen sein“, ergänzte der defensive Mittelfeldspieler.

 Selbst in den MSV-Fanforen ist der Respekt vor den seit 13 Auswärtsspielen ungeschlagenen Störchen gewachsen. Doch auch folgende Provokationen abseits der Kreidelinien sind zu lesen: „Ihr werdet am Samstag weinend zurück nach Kiel fahren.“ - „Es hat sich ausgeKielert am Samstag.“ - „Kiel wird auch mit den Nerven kämpfen, wenn 30000 Zuschauer die auspfeifen werden, applaudieren bei jedem Fehler der Kieler.“ Ein verbales Vorgeplänkel, das beweist: Der Spannungsbogen vor diesem Duell ist bis zum Anschlag gezogen.

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