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Endlich ein Sieg zum Saisonstart?

Holstein Kiel Endlich ein Sieg zum Saisonstart?

Genug der Worte, der guten Vorsätze – ab jetzt gelten vor allem Taten: Am Sonnabend (14.04 Uhr) beginnt für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel mit dem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt die Mission „oberes Tabellendrittel“.

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Zwei Klassekeeper für eine Position: Kenneth Kronholm (re.) hat das Rennen um die Nummer eins im KSV-Tor gegen Robin Zentner(li.) für sich entschieden.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Dass Statistiken vor allem dazu dienen, widerlegt zu werden, auch das wollen die Störche am Nachmittag beweisen. Seit Amtsantritt des Cheftrainers Karsten Neitzel im Sommer 2013 gelang bei drei Versuchen kein Sieg zum Saisonstart. Und die Magerbilanz im Holsteinstadion im vergangenen Spieljahr (sechs Siege, fünf Remis, acht Niederlagen) schreit zudem geradezu nach positiver Korrektur.

 Höchstspannung herrscht auch im Lager des mit 25 Ab- und 19 Zugängen runderneuerten Zweitligaabsteigers aus Frankfurt. Der schüttelte sich am Freitag auf dem Sportplatz am Kieler Tonberg den Anreisestress aus den Gliedern. FSV-Präsident Julius Rosenthal soll direkt aus dem Sylt-Urlaub in Holtenau einfliegen.

 Die Kieler Profis treffen sich heute um 8.30 Uhr im Trainingszentrum Projensdorf. Ab 9 Uhr ist eine 30-minütige Aktivierung auf dem Rasen angesetzt. Fehlen werden auch bei dieser finalen Fokussierungsphase die Mittelfeldstrategen Dominic Peitz (Innenbandteilanriss Knie) und Tim Siedschlag (Faserriss in der Gesäßmuskulatur). Anstelle dieses Duos dürfte Evans Nyarko die Sechser-Position bekleiden.

 Keine Fragen gibt es mehr zur Nummer eins zwischen den KSV-Pfosten: Kenneth Kronholm, 2014 und 2015 zum besten Drittligakeeper gewählt, hat das interne Duell gegen Robin Zentner für sich entschieden. „Nach sechs Wochen Vorbereitung und sieben Testspielen sowie intensiven Diskussionen mit meinem Assistenten Jan Sandmann und unserem Torwarttrainer Patrick Borger hat letztlich mein Bauchgefühl mit einem Prozent für Kenneth gesprochen“, so Neitzel zu seinem Luxusproblem mit zwei Torhütern der Drittliga-Spitzenklasse.

 Die Reaktion des 30-jährigen Kronholm, der nach seinem Kreuzbandriss fast ein Jahr ausgefallen war, fiel naturgemäß aus: „Ich freue mich riesig darüber, dass ich gegen den FSV Frankfurt im Tor stehen darf. Auf diese Chance habe ich im Training hart hingearbeitet. Schön, dass der Trainer mir das Vertrauen schenkt, ich möchte es mit guten Leistungen zurückzahlen.“ Der unterlegene Konkurrent Zentner meinte derweil: „Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass ich nicht spielen darf. Trotzdem werde ich alles dazu beitragen, dass wir als Mannschaft erfolgreich spielen werden.“ Beide Zitate wurden vom Verein an diese Zeitung auf Anfrage übermittelt. Eine direkte Kontaktaufnahme zu den Torhütern war seitens der KSV Holstein nicht erwünscht.

 Eine extrem bittere Pille, die der 21-jährige Zentner schlucken musste – und dennoch Torwart-Alltag im Profifußball. Noch zu Wochenbeginn wähnte sich der 1,98-Meter-Hüne, der im zweiten Jahr von Mainz 05 ausgeliehen ist, als potenzielle Stammkraft zwischen den Kieler Pfosten. Machte sich im Baumarkt nebst Freundin voller Optimismus auf die Suche nach passenden Utensilien für die neue gemeinsame Wohnung. Dass ausgerechnet sein ehemaliger Konkurrent in Mainz, Jannik Huth, vom DFB-U21-Torwarttrainer Klaus Thomforde für das Olympiaaufgebot in Rio nominiert wurde, dürfte Zentner zusätzlich ins Grübeln bringen.

 Besonders für Zentner gerät der heutige Arbeitstag zu einem ersten echten Härtetest in Sachen aufrechter Teamgeist.

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