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Frahn-Transfer utopisch

Holstein-Kiel Frahn-Transfer utopisch

Die Transferperiode II endet am 1. Februar. Doch für Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, ist die Akte Wintertransfers mit dem Leihgeschäft von Mittelfeldspieler Willi Evseev vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg nach eigenen Worten bereits seit dem 9. Januar geschlossen.

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Abheben zum Drittliga-Höhenflug: Holstein-Neuzugang Eidur Sigurbjörnsson (4.v.li.) will seinen Beitrag zu größerer Stabilität im Abwehrzentrum leisten. Rechts Neu-Stürmer Mathias Fetsch.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Nur im Falle gravierender Verletzungen will der 48-Jährige noch einmal aktiv werden.

Die im Störche-Kader neuen Namen Eidur Sigurbjörnsson (Örebro SK), Mathias Fetsch vom Drittliga-Primus Dynamo Dresden und Evseev stellen ihn zufrieden, sorgen für Zuversicht, den angestrebten Flug in gesicherte Tabellenregionen realisieren zu können. Am Sonntag steht für die Kieler, die mit 24 Punkten und damit nur drei Punkten Vorsprung auf die beiden ersten der drei Abstiegsränge auf Platz 15 liegen, die erste Prüfung an. Ab 14 Uhr gastieren die Blau-Weiß-Roten im Weserstadion beim Vorletzten Werder Bremen II.

Gut möglich, dass dann der 27-jährige Fetsch als einer von zwei Holstein-Angreifern aufläuft. „Mathias war unser Wunschkandidat“, sagt Stöver mit Blick auf das Anforderungsprofil, das der gebürtige Süddeutsche, der einst bei 1860 München an der Seite seines alten, neuen Kollegen Manuel Schäffler das Sturmduo bildete, nach seinem vollständig auskurierten Kreuzbandriss „in vielen Bereichen erfüllt“. Dass die Konkurrenz vergleichsweise prominentere Offensivkräfte wie Stefan Kutschke (aus Nürnberg nach Dresden) oder Daniel Frahn (aus Heidenheim nach Chemnitz) unter Vertrag genommen hat, beunruhigt Stöver nicht: „Wir haben uns beispielsweise nie ernsthaft mit dem Thema Frahn beschäftigt, hatten keinerlei Kontakte zu ihm.“ Kolportiert wird im Zusammenhang mit dem 28-jährigen Ex-Knipser von RB Leipzig eine Ablösesumme von rund 100000 Euro, dazu ein Grundgehalt von rund 18000 Euro pro Monat – das Ganze in einem Vertragswerk über dreieinhalb Jahre. Für die KSV Holstein mit Blick auf das bestehende Gehaltsgefüge laut Stöver utopische und mit entschieden zu großen Risiken verbundene Zahlen.

Auch der Name Pascal Köpke kursierte an der Förde. Mittlerweile hat Erzgebirge Aue den 20-jährigen Sohn des ehemaligen Kieler Weltklasse-Keepers Andreas Köpke bis zum Ende der Saison vom Karlsruher SC ausgeliehen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Mathias Fetsch mit seiner Erfahrungsschatz uns eher sofort weiterhelfen kann als ein Pascal Köpke“, lautet Stövers Credo.

Anders liege der Fall bei Evseev. Der 23-Jährige, der sich selbst als „offensiver Sechser“ beschreibt und der die aktuellen Störche Patrick Herrmann und Saliou Sane aus gemeinsamen Zeiten bei Hannover 96 kennt, dazu mit Manuel Janzer und Evans Nyarko in den DFB-Nachwuchsteams internationales Renommee erwarb, stand schon häufiger auf dem Wunschzettel der Störche. Über regelmäßige Spielanteile im Holstein-Trikot will sich der gebürtige Kasache bis zum 30. Juni zurück ins Blickfeld der Nürnberger Zweitligabühne manövrieren. Im Optimalfall eine Win-Win-Situation sowohl für den zuletzt in der Regionalliga Bayern aktiven Profi als auch die Kieler. „Willi hatte in Nürnberg nach seiner Rückenverletzung Probleme. Ich bin mir aber sicher, dass er das Fußballspielen nicht verlernt hat“, so Stöver. „Er hat unter Dieter Hecking drei Bundesligapartien in Wolfsburg absolviert. Die kriegst du dort nicht geschenkt, allein das zeigt sein Talent.“

Während Evseev im Familienkreis das russische Sprachgut pflegt, wird im Abwehrzentrum der Störche aufgrund der noch mangelnden Deutsch-Kenntnisse des Isländers Sigurbjörnsson künftig auf Englisch kommuniziert. Der 25-Jährige gilt ob seiner in der Ersten schwedischen Liga nachgewiesenen Qualitäten vorerst als Innenverteidiger als gesetzt. Für seinen Nebenmann Rafael Czichos kein Problem. Schließlich, so der neue KSV-Kapitän, sei seine Freundin Amerikanerin.

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