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Keine Chance auf den Aufstieg

Holstein-Kiel-Gegner Hallescher FC Keine Chance auf den Aufstieg

Das Jahr 2015 gestaltete sich für den Halleschen FC etwas holprig. Das Team näherte sich immer mehr der Abstiegszone und gab dem HFC-Präsidium Ende Februar keinen Anlass, die Lizenzierungsunterlagen für die Zweite Bundesliga Liga einzureichen. Eine bittere Realität, denn nach zuletzt 16 Punkten aus sechs Partien liegt Relegationsrang drei nicht mehr in aussichtsloser Ferne.

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Starkes Trio: Timo Furuholm (11), Akaki Gogia (10) und Ivica Banovic (2/von links) schossen bislang mehr als die Hälfte aller 46 Drittliga-Tore des Halleschen FC.

Quelle: Hebestreit

Halle. Den nicht unerheblichen Kostenfaktor in Höhe einer mittleren fünfstelligen Summe für den Antrag wollten sich die Rot-Weißen, die am Sonntag (14 Uhr) den Tabellenzweiten Holstein Kiel empfangen, offenkundig im eng gestrickten Etat sparen. Cheftrainer Sven Köhler (49), seit Juli 2007 im Amt, blickte am vergangenen Sonnabend nach dem 2:1 in Erfurt auch weniger dem Drittliga-Kracher gegen die Störche entgegen, sondern konzentrierte sich auf das Landespokal-Halbfinale am Mittwochabend (19 Uhr) beim Regionalliga-Spitzenreiter und Erzrivalen 1. FC Magdeburg. Der Einzug ins Endspiel müsste gleichbedeutend sein mit der Qualifikation für die mit 140000 Euro Garantiegage versüßten ersten DFB-Pokalhauptrunde. Denn im Finale von Sachsen-Anhalt wartet mit dem Oberligisten VfL Halle 1819 ein krasser Außenseiter.

 Immerhin aber bietet der Liga-Alltag eine zusätzliche Chance für die Hallenser. Auch Rang vier in Liga drei sorgt für den Sprung in den lukrativen DFB-Pokalwettbewerb auf Bundesebene. Eine Möglichkeit, die die Köhler-Elf vor allem ihrer Auswärtsstärke verdankt (neun Siege!). Die letzte Niederlage in fremden Gefilden gab es vor über einem halbem Jahr – sinnigerweise beim 0:3 in Kiel. In der heimischen Arena indes war die Bilanz bislang eher bescheiden: fünf Siege, zwei Remis, neun Niederlagen – Platz 19 in der Liga-Wertung. Allerdings feierten die Rot-Weißen in den beiden jüngsten Heimspielen mit dem 3:1 gegen Cottbus und dem 3:0 gegen Münster gleich zwei „Dreier“ am Stück.

 Besonders die Ü30-Fraktion mit dem Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt (34), Kapitän Tim Kruse (32) und Ivica Banovic (34) geht derzeit voran, führte das sehr junge Team aus der kleinen sportlichen Krise auf Platz sechs. HFC-Spielmacher Akaki Gogia (23) wird seinen Vertrag zu Saisonende nicht verlängern. Als neue Arbeitgeber im Gespräch sind der Karlsruher SC, auch ein Wechsel nach England ist laut Gerüchten denkbar. Ein kürzlich kolportierter Wechsel zu Holstein Kiel scheint ausgeschlossen.

 Den umgekehrten Weg vollzog zu Saisonbeginn der „Kieler Jung“ Selim Aydemir (24). Über den Chemnitzer FC kehrte der mehrfache türkische U19/21-Nationalspieler (zehn Spiele/sechs Tore) vom Zweitligisten VfR Aalen zu den Rot-Weißen zurück. In der Hinrunde schon auf dem Weg in die Stammelf, verletzte er sich am sechsten Spieltag in Unterhaching und fiel bis zur Winterpause aus. Nach einer überragenden Vorbereitung für die Rückrunde kämpft er noch immer um einen erfolgreichen Anschluss.

 Zum bevorstehenden Abschlussspiel einer harten englischen Woche gegen die Störche stellte Sven Köhler klar: „Wir sind Sportler und möchten jedes Spiel gewinnen“. Bei je drei Siegen, Unentschieden und Niederlagen prognostiziert die Statistik für Sonntag derweil ein Unentschieden.

Von Roland Hebstreit

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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