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Heider träumt von Liga zwei

Holstein Kiel Heider träumt von Liga zwei

Den Kindheitstraum vom Piloten-Beruf musste Marc Heider wegen einer angeborenen Rot-Grün-Sehschwäche früh zu den Akten legen. Doch mit der Job-Alternative kann der 28-Jährige gut, in diesen Tagen sogar sehr gut leben. Heider ist als Torjäger des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel ein maßgeblicher Fluglotse beim Aufschwung der Störche.

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Heider: „Man hat etwas vor Augen, das für jeden ein Traum ist.“

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. Und die Vision vom Aufstieg in die Zweite Bundesliga eröffnet dazu noch neue Karriere-Dimensionen. Heider: „Man hat etwas vor Augen, das für jeden ein Traum ist.“

Heute ab 14 Uhr stellt sich im Holsteinstadion allerdings zunächst einmal mit Drittliga-Aufsteiger Mainz 05 II ein potenzieller Spielverderber in den Kieler Erfolgsweg. Denn Siege gegen U23-Ausbildungsmannschaften von Erstligisten gab’s in dieser Spielzeit für den Tabellenzweiten von der Förde noch nicht. Zwei Niederlagen, drei Remis – so liest sich die wenig schmückende Bilanz aus Sicht der Kieler. Auch im Hinspiel im Mainzer Bruchwegstadion musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Neitzel mit einem 1:1 begnügen. Für das Ausgleichstor zeichnete Heider verantwortlich. „Ob erste oder zweite Mannschaft, das ist egal. Wir müssen uns auf uns konzentrieren“, lautet Heiders Antwort auf die Frage, ob ihm die bisherigen Ergebnisse gegen U-Teams Sorgen bereiten.

In 172 Punktspielen seit seinem Engagement am 1. Juli 2009 trug der in Sacramento/USA geborene Linksfuß das Holstein-Trikot. Der Dauerkämpfer der Kieler Offensive ist damit neben Fiete Sykora der dienstälteste Störche-Profi. Und beim eigenen Anhang ob seiner von Leidenschaft geprägten Spielweise äußerst beliebt. Sechs Treffer zierten bis zur Winterpause sein Konto. Mindestens zehn Tore seien sein Saisonziel, erklärte Holsteins Nummer 20 im Trainingslager in der Türkei. Diese Marke erreichte Heider am vergangenen Sonnabend beim 1:1 in Großaspach. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus“, sagt der 1,87 große Stürmer.

 Ein Leitsatz, der auch für die gesamte Mannschaft in den noch sieben ausstehenden Partien gelte. „Wir sind nicht in der Pflicht. Aber wir versuchen jetzt, das Bestmögliche aus unserer Situation zu machen“, so der Kassenwart der KSV-Profis. Gelingt dies, stehen Heider echte Festwochen ins Haus. Seine Frau Justine feiert am 27. April Geburtstag, sein noch zweijähriger Sohn Kian am 2. Mai. Er selbst schneidet den Kuchen anlässlich seines 29. Geburtstages am 18. Mai an. Und der Stichtag für die Geburt seines zweiten Kindes sei, so Heider, auf den 23. Juni terminiert. Eine Kollisionsgefahr mit möglichen Relegationsspielen (29. Mai/2. Juni) besteht folglich nicht. Und wenn der große Wurf tatsächlich klappt? „Dann“, sagt Heider, „betrachte ich das auch als familiäres Geschenk. Wäre doch klasse, wenn die Kinder ihren Papa auch mal auswärts im Fernsehen sehen können“. Sky und Sport1 wären dann die Sender. In der Zweiten Liga!

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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