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Kieler IV-Frage weiter ungeklärt

Holstein Kiel Kieler IV-Frage weiter ungeklärt

Wohin führt die Reise des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel? Geografisch besteht zum Abschluss der Hinrunde an der Beantwortung der Frage kein Zweifel. Am Freitag um 10.30 Uhr startet der Tross der Störche per Bus gen Thüringen.

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Sollen sie am Sonnabend in Erfurt den Kieler Laden dichthalten? Das Duo Finn Wirlmann (links) und Manuel Hartmann (beim Kopfball), hier im SH-Liga-Duell mit Eutin-Stürmer Florian Stahl, ist zumindest eine eingespielte Option.

Quelle: Jan-Phillip Wottge

KIEL. Dort wartet am Sonnabend (14 Uhr) in der 40-Millionen-Euro-Baustelle namens Steigerwaldstadion Rot-Weiß Erfurt.

Sportlich betrachtet indes liegen Restzweifel im Reisegepäck der Kieler. Verliert Holstein (13./20 Zähler) beim Tabellennachbarn (12./21 Punkte), rückt das nur drei Zähler entfernt gelegene Ende des Rankings bedrohlich nahe.

 „Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche. In den Zweikämpfen war eine Nuance mehr als gewöhnlich drin, sie bewegten sich an der aggressiven Grenze. Ich bin optimistisch, dass wir viele Spieler in unserem Team sehen werden, die ihre Top-Leistung abrufen. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um dort drei Punkte zu holen“, sagt KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel. Es wäre der vierte Auswärtssieg dieser Saison. Allerdings hingen die Trauben für die Kieler in Erfurt in der Vergangenheit sehr hoch. Der letzte Erfolg datiert vom 2. Juni 2007, als Pavel Dobry am letzten Spieltag per Elfmeter zum 1:0-Endstand traf, die Störche aber dennoch in die Viertklassigkeit abstürzten. Die bislang drei Gastspiele seit der Einführung der Dritten Liga 2008 endeten zweimal 0:0, in der vergangenen Serie unterlagen die Nordlichter mit 2:3.

 Einen wie den ehemaligen tschechischen Torjäger Dobry könnten die aktuellen Störche auch am Sonnabend gut gebrauchen. Seit nunmehr 1260 Minuten sind die drei potenziellen KSV-Stürmer Saliou Sane, Marc Heider und Manuel Schäffler ohne Treffer. Ein Fakt, der die Holstein-Verantwortlichen mit Blick auf weitere Wintertransfers neben dem isländischen Innenverteidiger Eidur Sigurbjörnsson umtreibt? „Kann sein, muss nicht sein. Dass wir immer den Markt beobachten, ist doch klar“, erklärt Neitzel salomonisch.

Defensive fehlerhaft

 Vorne ungefährlich, in der Defensive fehlerhaft – so sah das Treiben der Kieler zuletzt beim 1:2 gegen Würzburg aus. Mit einem indisponierten Denis-Danso Weidlich und einem Rafael Czichos in der Innenverteidigung, der gegen die Kickers die fünfte Gelbe Karte sah und somit ausgerechnet bei der Rückkehr zu seinem Ex-Klub gesperrt ist. Über die Neubesetzung der Deckungszentrale und andere Personalien schweigt sich Neitzel aus. Lässt lediglich durchblicken, dass Weidlich in Erfurt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf der zuletzt bekleideten Position spielen wird. Routinier Manuel Hartmann (31), der junge Finn Wirlmann (19), Dominik Schmidt (28) und Evans Nyarko (23) stehen bei der Lösung der I(nnen)V(erteidiger)-Frage zur Disposition. Einiges spricht für das Duo Hartmann/Wirlmann. „Wir wollen Erfurt mit unserer Aufstellung überraschen“, sagt Neitzel. Ein Vorhaben, das durch die ungewisse Fitness von Kapitän Maik Kegel (Verhärtung der Wadenmuskulatur) und Manuel Janzer (Oberschenkelzerrung) befeuert wird. Beide Akteure mussten am Dienstag das Training abbrechen. „Ihre Einsatzchancen stehen bei 50:50“, so Neitzel.

 In der ewigen Drittliga-Tabelle liegt RW Erfurt mit insgesamt 104 Siegen auf Platz eins, in der Heimtabelle dieser Spielzeit mit fünf Erfolgen, zwei Remis und zwei Niederlagen (Fortuna Köln und Aue) auf Rang acht. Ein Gegner auf Augenhöhe – und dies nicht nur tabellarisch, wie Neitzel zu wissen glaubt: „Den Erfurtern fehlt wie uns die Konstanz.“

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