27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Schock für Torwart Kronholm

Kreuzbandriss Schock für Torwart Kronholm

Am Donnerstagvormittag bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen: Nach Auswertung der MRT-Bilder des Vorabends diagnostizierte die medizinische Abteilung des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bei Torwart Kenneth Kronholm einen Kreuzbandriss im linken Knie.

Voriger Artikel
Holstein Kiel II fehlen Automatismen
Nächster Artikel
Erste Reifeprüfung der Saison

Kenneth Kronholm wehrt den Ball ab: Der Torwart von Holstein Kiel muss jetzt erneut eine Zwangspause einlegen. 

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Zugezogen hatte sich der 29-Jährige die schwere Verletzung bei einem Trainingsunfall am Mittwochnachmittag. Der Top-Drittliga-Keeper der vergangenen Saison fällt mutmaßlich sechs bis neun Monate aus. „Natürlich hat der betroffene Spieler zuerst einen schwarzen Schleier vor den Augen. Aber Kenneth hat die Nachricht einigermaßen gefasst aufgenommen. Er ist ein harter Hund. In spätestens einem Jahr steht er wieder auf dem Acker“, so Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel. Kronholm ist nach Milad Salem bereits der zweite Kreuzband-Fall bei den Kielern in dieser noch jungen Saison.

 Dabei schien der gebürtige US-Amerikaner nach seiner Zwangspause wegen eines Kapselanrisses und einer Bänderüberdehnung ebenfalls im linken Knie – erlitten am 7. Juli – im Rahmen seines Aufbauprogramms auf einem guten Weg. „Für uns ist das sportlich ein großer Verlust. Wir lassen ihm alle Unterstützung zukommen, um sobald wie möglich wieder fit zu werden. Natürlich müssen wir uns der Situation entsprechend um einen neuen Torhüter bemühen“, erklärte Holsteins Sportlicher Leiter Ralf Heskamp in einer ersten Reaktion.

 Terminlich konkreter wurde derweil Neitzel: „Ab Montag beginnt die Suche.“ Zuvor steht allerdings zum Beginn einer englischen Woche mit den weiteren Partien zu Hause gegen Fortuna Köln (Dienstag, 19 Uhr) und beim VfL Osnabrück (29. August, 14 Uhr) die Dienstreise nach Sachsen zum Chemnitzer FC an. Dort wollen die Störche am Sonnabend (14 Uhr/live beim MDR) ihren Positivtrend mit zuletzt zwei Siegen und keinem Gegentreffer am Stück fortsetzen. „Chemnitz ist eine ganz, ganz hohe Hürde und ein Kandidat für das erste Tabellendrittel“, so Neitzel, der gebürtige Dresdner. Zwischen den Pfosten wird wie zuletzt Niklas Jakusch stehen. Der 25-Jährige genießt zwar das volle Vertrauen seines Coaches, dennoch sagt Neitzel: „Wir wissen alle, was wir an Kenneth gehabt haben. Wir suchen nach dem qualitativ besten Ersatz für ihn.“

 Eine komplizierte Denksportaufgabe für die Führung der Störche. Denn es gilt zu beachten, dass Jakusch und Kronholm nicht nur sportlich in den vergangenen zwölf Monaten ein Super-Duo bildeten. Der im Juli von Schalke04II an die Förde gewechselte Bernd Schipmann hingegen braucht noch Reifezeit zur Drittligatauglichkeit. Denkbar sei ein Einjahresvertrag für derzeit vereinslose Torhüter oder auch eine Verpflichtung auf Leihbasis, bestätigte Neitzel. Für letzteren Fall hätten die Störche noch bis zum Ende der Transferperiode am 31. August Zeit.

 In das Anforderungsprofil hinein passen könnte beispielsweise der fast 34-jährige Timo Ochs. Der zuletzt für den aktuellen Viertligisten 1. FC Saarbrücken tätigte Profi (zwei Bundesligaspiele für Hertha BSC, 86 Zweit- und 38 Drittligaeinsätze) war im Sommer 2014 neben Kronholm ein Kandidat für das KSV-Tor. Allerdings ist Ochs mangels Klub seit einem Jahr ohne Spielpraxis. Oder werden die Kieler in Dänemark fündig? Der Vertrag des in Aalborg geborenen Kasper Jensen (32) beim Superliga-Absteiger Silkeborg endete am 30. Juni dieses Jahres. Er bringt das Gardemaß von 1,94 Meter mit und dazu die Erfahrung von 16 Zweitliga-, 35 Drittliga- und 68 Regionalligapartien für die deutschen Vereine Werder Bremen, SC Paderborn und Carl Zeiss Jena.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3