18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Matchball liegt bereit

Holstein Kiel Matchball liegt bereit

Auf geht’s in die ohnehin schon so positiv besetzten Wochen der Wahrheit! Am Sonnabend (14 Uhr) liegt für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel der erste Matchball zum Erreichen der Aufstiegsspiele zur Zweiten Liga bereit.

Voriger Artikel
Vorletztes Heimspiel gegen Köln
Nächster Artikel
Mikkel Vendelbo ist Botschafter

Mögliches Holstein-Angriffsduo morgen gegen Fortuna Köln: Der achtfache Torschütze Manuel Schäffler und Patrick Breitkreuz (re.), der fünf seiner insgesamt sechs Treffer für die Störche nach Einwechslungen erzielte.

Quelle: pae

Kiel. Gelingt den Störchen gegen Fortuna Köln der siebte Heimsieg in Folge, hat der Tabellendritte von der Förde zumindest das Relegations-Ticket gegen den Drittletzten des Bundesliga-Unterhauses fest gebucht.

 „Wir sollten uns keine Gedanken machen, was passiert, wenn man das Spiel gewinnt. Wir sollten uns Gedanken machen, wie man das Spiel gewinnt“, müht sich Störche-Erfolgstrainer Karsten Neitzel im allgemeinen Trubel der Euphorie um professionelle Bodenhaftung. Erst nach einem neuerlichen Drei-Punkte-Erlebnis im Holsteinstadion sei ein Blick auf die Konkurrenz erlaubt.

 Die Konkurrenz, das sind der Tabellenzweite MSV Duisburg (Holstein-Gastgeber am 16. Mai) und der Viertplatzierte Stuttgarter Kickers (finaler Drittliga-Gast im Holsteinstadion am 23. Mai). Davor nun am Sonnabend der körperlich robuste und spielstarke Aufsteiger aus Köln (13.), der sich mit einem Erfolg im Norden endgültig letzter theoretischer Abstiegssorgen entledigen kann. „Wir hatten in den letzten Wochen das totale Konstrastprogramm. Und es war nicht leichter gegen Schlusslicht Regensburg zu gewinnen, als gegen Spitzenreiter Bielefeld auf der Alm ein Remis zu holen“, warnt Neitzel.

 Mit Torjäger Johannes Rahn (elf Treffer), den Innenverteidigern Bone Uaferro und Daniel Flottmann sowie Mittelfeld-Akteur Florian Hörnig sind gleich vier Fortunen mit dem Gardemaß von 1,90 Meter und mehr ausgestattet. Standards, wozu auch extrem weite Einwürfe gehören, seien, so Neitzel, eine der besten Waffen der allerdings bei den vergangenen fünf Auswärtsauftritten sieglosen Kölner. Die „Sensibilisierung für Kopfballduelle“ zählte auch deshalb zu den Trainingsschwerpunkten dieser Woche. Mit lediglich 38 Gegentreffern rangieren die Rheinländer dazu gleichauf mit Bielefeld und Duisburg hinter der KSV Holstein (25) und Chemnitz (35) auf Rang drei dieser Liga-Statistik.

 Die imposanten Störche-Zahlen gleichen derweil einer der Gegnerschaft Furcht und Schrecken einflößenden Botschaft: Nur eine Niederlage in den vergangenen 26 Partien, 17 von bislang 35 Begegnungen endeten ohne Gegentor, zehn Siege und vier Remis aus den jüngsten 14 Spielen – das Aufstiegs-Radar hat die KSV Holstein in voller Größe geortet. Köln vor Augen, den möglichen Aufstiegs-Gipfel in Duisburg in der Woche danach im Kopf? „Wir müssen komplett auf Fortuna fokussiert sein, alles andere ausblenden“, lautet der dringliche Appell Neitzels, der morgen neben Fabian Wetter und den im Aufbau befindlichen Manuel Hartmann sowie Saliou Sane auch auf Kapitän und Torjäger Rafael Kazior wegen Gelbsperre verzichten muss.

 Dazu steht ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Tim Siedschlag, zuletzt in Bielefeld Kopfballschütze zur 1:0-Führung. Der Flügelspieler liegt – sehr zum Ärger Neitzels – mit Erkältungssymptomen flach. Erste Optionen für die Startelf sind Finn Wirlmann sowie das Joker-Paar Patrick Breitkreuz/Jaroslaw Lindner, deren Zusammenspiel in Bielefeld den Last-Minute-Ausgleich bescherte. Zum „Überraschungsgast“ könnte Routinier Fiete Sykora avancieren. „Gut möglich, dass Fiete uns im entscheidenden Moment hilft“, so Neitzel.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE