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Neitzel bangt um Kapitän Kazior

Holstein Kiel Neitzel bangt um Kapitän Kazior

Die Uhr tickt unerbittlich. Noch eine Nacht des hoffentlich erholsamen Schlafes, dann geht’s für die Profis des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel wieder rund im Aufstiegskampf zur Zweiten Bundesliga. Am Sonnabend (14 Uhr) empfängt der Tabellenzweite im drittletzten Heimspiel der Saison den zuletzt dreimal in Folge siegreichen Chemnitzer FC.

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Hinter dem Einsatz von Top-Torschütze und Kapitän Rafael Kazior (Sprunggelenk-Probleme) steht noch ein Fragezeichen.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Eine Mannschaft, über die Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel voller Respekt sagt: „Die könnten im Ranking auch dort stehen, wo wir platziert sind.“

Der Tabellensiebte aus Sachsen kommt mit der Empfehlung der hinter Holstein (22 Gegentore) zweitstärksten Defensive der Konkurrenz (32) sowie des aktuell besten Sturm-Duos der Liga an die Förde. Torjäger Anton Fink trifft und trifft und trifft. In den vergangenen vier Spielen trug sich der gebürtige Dachauer, der seit 2012 in Diensten des CFC steht, jeweils in die Torschützenliste ein. Bisher hat der 27-Jährige 16 „Buden“ in dieser Serie gemacht. Die Aussicht darauf, sich zum dritten Mal die Torjägerkanone der Dritten Liga zu sichern, beschäftigt ihn nach eigener Aussage allerdings kaum.

 Zuversicht schöpft Fink derweil aus dem zunehmend erfolgreichen Zusammenspiel mit Angriffspartner Frank Löning. Der steuerte in den jüngsten beiden Begegnungen jeweils einen Treffer bei. „Ich hätte nichts dagagen, wenn aller guten Dinge drei wären und ich in Kiel wieder treffen würde“, sagt der 33-Jährige. Verzichten müssen die Chemnitzer auf den gelbgesperrten Mittelfeldakteur Philip Türpitz, der mit sieben Treffern immerhin auf Rang zwei der internen Torjägerliste rangiert.

 „Die arbeiten sehr gut organisiert gegen den Ball und haben gehörige Wucht im Nachschieben“, erklärt Neitzel die speziellen Tugenden der „Himmelblauen“. Und schiebt ein plakatives Beispiel gleich hinterher: „Ich konnte zu meiner aktiven Zeit nicht so weit schießen wie der CFC-Torwart Philipp Pentke. Da fliegt jedes Ding in den gegnerischen Strafraum.“ Doch die Kieler wissen sich wie immer gut vorbereitet. Zudem habe die Aufholjagd beim jüngsten 2:2 in Halle nach 0:2-Rückstand, so Neitzel, den Glauben an die eigene Klasse weiter gestärkt: „Bei wirklich starken Hallensern haben wir gerade in der zweiten Halbzeit auch fußballerisch eine Top-Leistung geboten.“ Man habe dort die Früchte dessen geerntet, „was wir uns das ganze Jahr über erarbeitet haben. Es hat sich bewiesen, dass wir jeden Spieler brauchen“. Namentlich zielt Neitzel im Nachklapp auf den „Comebacker“ Marcel Gebers sowie die Joker Jaroslaw Lindner und Finn Wirlmann ab.

 Die Notwendigkeit eines in der Breite qualitativ hochwertigen Kaders könnte sich auch am Sonnabend wieder zeigen. Denn hinter die Einsatzchancen von Marlon Krause (fehlte in Halle wegen eines Magen-Darm-Infektes), Maik Kegel (Kniegelenkreizung), Top-Torschütze und Kapitän Rafael Kazior (Sprunggelenk-Probleme) und Tim Siedschlag (Schulterbeschwerden) stellte Neitzel dicke Fragezeichen. Auf der Gegenseite steht Mittelfeld-„Bulldozer“ Mikkel Vendelbo nach abgebüßter Gelbsperre wieder zur Verfügung.

 Die Frage nach Last oder Lust des noch fünfteiligen Aufstiegskampf-Krimis hingegen stellt sich für den 47-jährigen Fußballehrer nicht. „Wir haben in jetzt 33 Spielen so eine geile Arbeit geleistet. Ab Punktzahl 46, die wir schon vor Wochen erreicht haben, können wir nur noch draufpacken. Und das macht einfach Spaß.“ Auch die Befürchtung, die von Laufintensität geprägte Strategie könne im Endspurt zu Verschleißerscheinungen der Spieler führen, teilt Neitzel nicht: „Wir trainieren im Liga-Schnitt wahrscheinlich mit am wenigsten. Und arbeiten so, dass jeder Spieler jeden Sonnabend Vollstoff geben kann.“ Gute Voraussetzungen also für den sechsten Heim-„Dreier“ in Serie.

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Holstein Kiel

Die Lizenz für die Dritte Liga erhielt Holstein Kiel bereits vor Wochenfrist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ohne Einschränkungen. Für die Zweite Bundesliga indes müssen die Störche nach schriftlichem Bescheid der Deutschen Fußball Liga (DFL) wie erwartet Auflagen erfüllen.

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