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Neue Flügel für die Störche

Holstein Kiel Neue Flügel für die Störche

Niemand sagt es offiziell, jeder weiß es: Die Heimpartie gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sonnabend, 14 Uhr) ist für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel das bislang wichtigste Spiel dieser Saison. Es besteht die große Chance, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

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Der Mann für viele Kieler Fälle: Der etatmäßige Innenverteidiger Denis-Danso Weidlich (li.) könnte am Sonnabend auf der Außenbahn der Störche zum Einsatz kommen.

Quelle: imago

Kiel. Mit einem Erfolg wäre das Punktepolster im Kampf um den Klassenerhalt noch komfortabler gefüllt, zugleich hätten die Störche damit einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller festgeschnallt – und so ganz nebenbei mit dem dritten Dreier am Stück einen Vereinsrekord für diese Serie aufgestellt.

Die Gäste aus Hessen kämpfen derweil im ersten ihrer noch sieben Endspiele ums nackte Drittliga-Überleben. Motto: Verlieren verboten! Seit acht Begegnungen wartet der ehemalige Zweitligist auf einen Sieg, seit 482 Minuten auf ein eigenes Tor. Kein Wunder, dass Torsten Fröhling, erst seit 19 Tagen auf dem Trainerstuhl des SVWW sitzend, tief in die Psycho-Trickkiste greift, um seine Profis bis ins Mark auf den Gang an die Förde einzustimmen: „Kiel hat eine physisch starke Truppe, das ist eine Kampfmaschine.“ Der ehemalige Interimscoach der Störche (2009) setzt in seiner Startformation mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Jaroslaw Lindner, einen weiteren Protagonisten mit Kieler Vergangenheit. „Er hängt sich im Training voll rein, ist dribbelstark und schnell“, lobt Fröhling den 27-jährigen Deutsch-Polen, der vom 1. August 2010 bis zum 11.August 2015 die Stiefel für Holstein geschnürt hatte.

Mit neuen Flügeln plant notgedrungen auch Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel. Manuel Janzer verletzt, Fabian Schnellhardt gesperrt – schlägt am Sonnabend die offensive Stunde des etatmäßigen Innenverteidigers Denis-Danso Weidlich? „Er hat in der vergangenen Serie fast die komplette Rückserie auf der rechten Außenbahn gespielt“, sagt Neitzel. Auf der gegenüber liegenden Seite soll der interne Top-Torschütze Steven Lewerenz nach auskurierter Kniereizung für Verwirrung im gegnerischen Abwehrverbund sorgen.

Mit dem Rückblick auf das Hinspiel glauben die KSV-Verantwortlichen, die Sinne aller Beteiligten für die trotz der 40 Zähler durchaus noch gefährlichen Gegenwart geschärft zu haben. Wie vor dem 17. Oktober 2015 so ruhte auch vor dem Anpfiff am Sonnabend der Punktspielbetrieb wegen der Länderspieltermine für eine Woche. Im vergangenen Herbst betraten die Holstein-Akteure den Rasen der Brita-Arena mit der Empfehlung von fünf Partien in Folge ohne Niederlage und dem Relax-Modus von zwei Tagen Freizeit mehr als gewöhnlich. Es fehlte der Wettkampf-Rhythmus, es setzte eine 1:3-Niederlage. Nach zwei weiteren Schlappen waren die Störche am 1. November bis ans Tabellenende abgestürzt. „Diesmal haben wir die Länderspielpause mit dem Test gegen den HSV optimal genutzt. Selbst über Ostern gab’s nur am Sonntag frei. Wir haben in der Vorbereitung alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um dieses Spiel zu gewinnen – sowohl körperlich als auch mental“, sagt Neitzel vor dem Duell mit dem SV Wehen Wiesbaden. Es ist das erste „Sechs-Punkte-Spiel“ dieser Saison.

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