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Frust am Familientag

Holstein-Hertha II 1:2 Frust am Familientag

Sechstes Testspiel, erste Niederlage der Saisonvorbereitung: Mit 1:2 (1:1) verlor Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Montagabend gegen den Regionalliga-Vertreter Hertha BSC II. Rund 600 Zuschauer waren der Einladung zur offiziellen Saisoneröffnung gefolgt und erlebten im Nachwuchsleistungszentrum Frust am Familientag.

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Ein Lichtblick: Holstein-Neuzugang Kingsley Schindler (re.) setzt sich nach Pass von Tammo Harder energisch durch und trifft zum zwischenzeitlichen 1:1.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Dies nicht nur wegen der ebenso überraschenden wie verdienten Schlappe gegen forsche Berliner, sondern auch wegen der noch nicht exakt diagnostizierten Knieverletzung der erhofften neuen Galionsfigur Dominic Peitz. „Das sieht nicht gut aus“, orakelte KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel vor der heutigen MRT-Untersuchung seines Mittelfeld-Routiniers.

Schindler blutend vom Platz

Glück im Unglück hatte davor schon Kingsley Schindler gehabt. Der 23-jährige Flügelflitzer, der Rechtsverteidiger Patrick Herrmann („Pferdekuss“) ersetzte, krönte seinen starken Auftritt mit dem von Willenskraft und Torgier geprägten Ausgleichstreffer zum 1:1 (20.). Acht Minuten später musste der Ex-Hoffenheimer mit einer blutenden Wunde das Feld verlassen. Beim Kampf um den Ball an der Seitenlinie war er mit der Hand unter die Bande geraten und hatte sich eine tiefe Schnittwunde zugezogen.

Dem Extralob für Schindler („Er hat Pluspunkte gesammelt“) stand Neitzels Generalkritik gegenüber: „Das war nicht gut von uns. Wie in der vergangenen Saison schaffen wir es nicht, zwei oder drei Spiele auf gutem Niveau in Serie aufs Feld zu bringen.“

Kein Lob für Kronholm

In der Tat mangelte es dem Kieler Spiel über weite Strecken an Präzision, Zielstrebigkeit, Kreativität und Tempovariationen. Zum Symbol avancierte die harmlose Sturmspitze Mathias Fetsch, dessen Fehlpassquote enorm hoch war. Die konterstarken Hertha-„Bubis“ hingegen, die schon Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden mit einem 1:0-Erfolg düpiert hatten, bewiesen Mut. Erst um 15.35 Uhr mit dem Zug in Kiel angekommen, gingen sie sofort mit Volldampf zur Sache. Einen satten 25-m-Freistoß von Dominik Pelivan (18.) musste KSV-Keeper Kenneth Kronholm zum 0:1 passieren lassen. „Den muss er halten, der schlägt zwei Meter neben ihm ein“, zürnte Neitzel, der im Gegensatz zum Störche-Anhang auch nicht über ein Solo seines Torwarts gegen zwei Berliner amüsiert war.

Immerhin bewahrte Kronholm seine Kollegen, die ohne Patrick Kohlmann (Trauerfall in der Familie) auskommen mussten, mit guten Paraden gegen Tahsin Cakmak (35.), Fabian Eisele (60.) und Markus Mlynikowski (71., 77.) vor dem erneuten Rückstand. Gegen den Drehschuss von Farid Abdeerahmane (78.) hatte indes auch Kronholm das Nachsehen. „Ein gutes Lernspiel für uns. Hertha hat das super gemacht. Im taktischen Bereich fehlt uns noch der Feinschliff.“ Pech hatten am Ende Luca Dürholtz (81.), dessen Schuss von Mlynikowski per Kopf von der Linie geklärt wurde, und Dominick Drexler (90.), dessen Schuss am Pfosten vorbeitrudelte. Es waren die ersten Chancen in Durchgang zwei.

Holstein Kiel - Hertha BSC Berlin II 1:2 (1:1)

Holstein Kiel: Kronholm – Schindler (28. Siedschlag), Hoheneder (69. Schmidt), Czichos (46. Sigurbjörnsson), Sicker – Lewerenz (46. Salem), Nyarko (46. Peitz - 73. Nyarko), Bieler (69. Dürholtz), Janzer (69. Fernandes) – Fetsch (69. Drexler), Harder (46. Sane). Schiedsrichter: Paltchikov (Groß Grönau) - Tore: 0:1 Pelivan (18.), 1:1 Schindler (20.), 1:2 Abderrahmane (78.) – Zuschauer: 600.

Von Andreas Geidel und Mats Bergemann

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