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„Die Ansprüche sind gestiegen“

Partie gegen Stuttgarter Kickers „Die Ansprüche sind gestiegen“

Bis kurz vor dem Saisonfinale der Vorserie lieferten sich Fußball-Drittligist Holstein Kiel und die Stuttgarter Kickers einen verbissenen Kampf um den dritten Tabellenplatz. Das Ende der Geschichte ist bekannt. Die Störche buchten das Ticket für die Relegationsspiele, die Kickers wurden Vierter. Am Sonnabend (14 Uhr, Holsteinstadion) feiert das Duo ein Wiedersehen.

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Kapitän Enzo Marchese (li.) und die Stuttgarter Kickers konnten bisher nicht an die starke Vorsaison anknüpfen.

Quelle: imago

Kiel. Während Holstein auf Rang 15 mit seiner Verletzungsmisere hadert, hinken allerdings auch die achtplatzierten Kickers noch ihren Ansprüchen hinterher.

 Nach dem Auftakt-Heimsieg gegen Fortuna Köln mussten die Schwaben bis zum fünften Spieltag beim 1:0 in Rostock auf den zweiten Dreier warten. Was den spielfreudigen Kickers noch fehlt, sind die Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft aus der starken Vorsaison. Viel Ballbesitz, ein klares Plus an Standards und Torchancen haben in der Offensive noch nicht zu dem erhofften Ertrag geführt. Zwar hat das Team von Trainer Horst Steffen erst vier Treffer kassiert (Holstein: 13). Dafür trafen die Kickers aber auch erst viermal ins Schwarze (Holstein: 11). „Manchmal sind Ergebnisse im Fußball einfach nicht zu erklären“, kommentierte Steffen die Resultate gegenüber unserer Zeitung.

 Vor allem der Abgang von Spielmacher Besar Halimi zum Zweitligisten FSV Frankfurt hat die Stuttgarter Kreativabteilung ins Stocken gebracht. Erschwerend kommt hinzu, dass der torgefährliche Elia Soriano nach seinem Kreuzbandriss noch auf der Suche nach alter Stärke ist. Der italienische Angreifer wird im Sturmzentrum besonders von Kickers-Leitwolf und Kapitän Vincenzo Marchese (32) als Ideen-Abnehmer vermisst. Und auch der von Borussia Dortmund II gekommene Edisson Jordanov findet nach seinem Außenbandriss erst langsam wieder in Fahrt. Ex-Profi Steffen (Uerdingen, Mönchengladbach, Duisburg) bastelt deshalb weiter an einer Erfolgsformation. „Im Umfeld sind die Ansprüche gestiegen. Nach Platz vier will man sich natürlich nicht verschlechtern“, erklärt der 46-Jährige, schränkt aber ein: „Mir liegt aber mindestens genauso viel an einer guten Entwicklung der Mannschaft.“

 Im Holsteinstadion wollen die Schwaben mit breiter Brust auftreten. „Ich schätze die Kieler noch stärker ein als im Vorjahr. Von ihren Neuzugängen hätte ich auch gerne den einen oder anderen gehabt“, gibt Steffen zu. „Aber die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir rechnen uns deshalb in jedem Spiel etwas aus, also auch Kiel.“ Von Kieler Seite soll Interesse an einer Verpflichtung von Hendrik Starostzik als sofortigen Ersatz für Hauke Wahl (SC Paderborn) bestanden haben.

 Was den Kickers in Kiel in die Karten spielen dürfte, ist das Wetter. Bei der jüngsten Hitzeschlacht (40 Grad) im Heimspiel gegen Cottbus (0:0) fehlte den Stuttgartern am Ende auch die Kraft. Im Scherz forderte Horst Steffen deshalb „kühlere Temperaturen“. Nach dem meteorologischen Herbstbeginn sind für Sonnabend 15 Grad und leichter Regen vorhergesagt. „Damit könnte ich gut leben“, sagt Steffen. Mit der Wiederholung des letzten Kickers-Ergebnisses gegen Holstein übrigens auch. Am letzten Spieltag siegte die Steffen-Elf 2:0 in Kiel: „Auch das würde ich wieder unterschreiben.“

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