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Das Personalrad dreht sich

Holstein Kiel Das Personalrad dreht sich

Mit dem 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen die SpVgg Unterhaching ist Holstein Kiel der vermeintlich vorentscheidende Punch im Kampf um den Klassenerhalt gelungen. Die mit den Fans opulent zelebrierte Siegesarie stand stellvertretend für die große Erleichterung im KSV-Lager. Alles in trockenen Tüchern also für die zweite Drittliga-Saison in Folge? „Noch nicht“, sagt Andreas Bornemann.

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Andreas Bornemann (rechts mit Holstein-Aufsichtsrat und Sponsor Gerhard Lütje) bleibt angesichts von zwölf auslaufenden Verträgen gelassen.

Quelle: pae

Kiel. Sportlich sind die 40 Punkte auf der Habenseite zwar ebenso unantastbar wie einst der Wohnsitz von Ex-Nationalcoach Jürgen Klinsmann in den USA, dennoch will Holsteins Sportlicher Leiter den Ball flach halten: „Der Sieg hat unsere Gedankengänge konkretisiert und uns ein Stück weit mehr Planungssicherheit gebracht. Aber ohne Schwarzmalen zu wollen, denke ich, dass Unterhaching sehr wohl in der Lage ist, noch einige Punkte zu holen. Wir werden die jetzige Situation auf jeden Fall richtig einordnen und keine falschen Signale an die Mannschaft senden. Matchbälle wurden auch schon vergeben.“

 Trotz der verheißungsvollen Ausgangsposition fünf Wochen vor dem Saisonende will Bornemann auch von einem Domino-Effekt hinsichtlich der Personalplanungen noch nichts wissen. „Natürlich warten wir nicht so lange, bis der Klassenerhalt auch rechnerisch fest steht, drücken dann auf einen grünen Knopf, und zack steht die Mannschaft für die nächste Saison“, versichert der Kieler Manager. „Den Schattenkader haben wir schon lange im Kopf. Es gab auch schon Sondierungsgespräche. Das alles ist ein langwieriger Prozess. Aber noch ist es zu früh, alles zu 100 Prozent festzuzurren. Ungeachtet dessen, dass die großen Personalrochaden in den Ligen ohnehin noch nicht begonnen haben.“ Umgekehrt müsse sich auch Holstein bei Interesse an Verstärkungen in Geduld üben, bis die eigene Ligazugehörigkeit geklärt sei. Bornemann: „Das ist Teil des Geschäfts.“

 Im Detail handelt es sich beim Tabellen-15. um zwölf Profis, deren Verbleib ungeklärt ist. Während die Zeichen bei Andy Hebler, David Urban, Gerrit Pressel, Takuya Okada, Daniel Strähle und George Kelbel auf Abschied stehen dürften, gibt es bei Marc Heider, Manuel Hartmann, Marlon Krause, Jarek Lindner, Mika Ääritalo und Casper Johansen keine Wasserstandsmeldungen. Vor allem die Akte Heider sorgt auf den Rängen für Gesprächsstoff. Denn auch beim besten Torschützen (9 Treffer) des Aufsteigers kann es offenbar in die eine als auch in die andere Richtung gehen. „Manchmal bin ich schon erstaunt, welche Aufgeregtheit bei einigen Themen herrscht“, sagt Bornemann. „Mit Sykora, Schied, Schäffler und auch Kazior ist es vorne sehr eng geworden. Dadurch musste Marc oft auf Außen ausweichen. Und obwohl er sich dort nicht so wohlfühlt, hat er gerade wieder gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler ist.“

 Berufsfußballer, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, mussten sich bis zum 1. April prophylaktisch arbeitslos melden, um ab Juli nicht mit leeren Händen dazustehen. Dass sich deren Ungewissheit beim Seiltanz zwischen Dritter und Vierter Liga leistungsmindernd auswirken könnte, befürchtet Bornemann nicht. „Das hat es in der Vergangenheit auch nicht. Wir haben das völlig unter Kontrolle“, stellt der 42-Jährige klar. „Immerhin werden wir in diesem Jahr spätestens am 10. Mai erfahren, wohin die Reise geht. Das sind drei Wochen früher, als letzte Saison.“ Die Hoffnungen einiger Holstein-Fans hinsichtlich eines Zwangsabstiegs des VfB Stuttgart II erwiesen sich im Übrigen als unbegründet. Der Drittliga-Verbleib der Reserve-Elf der Schwaben bleibt auch im Falle eines Bundesliga-Abstiegs der ersten Mannschaft unberührt.

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