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Pokalheld Lewerenz: Alle Jahre wieder?

Holstein Kiel Pokalheld Lewerenz: Alle Jahre wieder?

Er ist pfeilschnell, mutig im Dribbling, taktisch durchaus diszipliniert und trotzdem torgefährlich. Allein in der vergangenen Saison erzielte er in 33 Regionalligaspielen für die Würzburger Kickers sieben Treffer, leistete dazu noch 13 Torvorlagen und avancierte damit zu einem wichtigen Faktor für den Aufstieg der Bayern in die Dritte Liga. Abseits des Feldes ist Fußballprofi Steven Lewerenz, seit dem 24. Juli bei Holstein Kiel unter Vertrag, dagegen alles andere als ein Lautsprecher.

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Neuzugang Steven Lewerenz im Gepräch mit Sport-Redakteur Andreas Geidel.

Quelle: KN

Kiel. Vielleicht auch ein Grund, warum der 24-jährige Flügelspieler seit dem Eintritt in den Herrenbereich die Trikots von bereits sieben Vereinen trug. „Eigentlich war es überall schön, ich habe von allen Klubs etwas mitgenommen“, sagt der gebürtige Hamburger bescheiden. Hell leuchtete der Stern des zweifachen U19-Nationalspielers, als er 2010 vom Hamburger SV II zu den ambitionierten Bullen nach Leipzig wechselte. Elf Viertligapartien absolvierte Lewerenz für RB im ersten Halbjahr, auch beim 2:1-Erfolg bei den Kieler Störchen am 3. September 2010 stand er auf dem Rasen des Holsteinstadions. Dann wurde der flinke Techniker in die österreichische Bundesliga zum Kapfenberger SV ausgeliehen. Nach der Rückkehr in die Messestadt gab’s für Lewerenz sportlich keine echte Verwendung mehr.

 Über die Stationen Eintracht Trier und Mainz 05 II landete er in Würzburg bei Cheftrainer Bernd Hollerbach. Und hatte dort einen Einstand nach Maß. In der ersten Runde des DFB-Pokals bezwangen die Kickers den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf nach Verlängerung mit 3:2. Matchwinner war in der 114. Minute Lewerenz mit einem Freistoßtreffer. Eine solche Sternstunde wünscht sich der offensive Mittelfeldakteur natürlich auch morgen Abend (20.30 Uhr), wenn die Störche vor ausverkauftem Haus im nationalen Cup-Wettbewerb den Bundesligisten VfB Stuttgart erwarten. „In einem Spiel ist alles möglich, wir freuen uns sehr auf diese Partie“, zitiert Lewerenz artig aus dem Pflichtvokabular eines jeden Profis.

 Wohl fühlt er sich an der Förde, sagt Lewerenz. Bei einem „hochprofessionell strukturierten Verein“. Und an der Seite von Denis-Danso Weidlich, der ebenfalls neu im Nest der Störche ist, den er aber sehr gut aus gemeinsamen Hamburger Zeiten kenne und den er als „meinen großen Bruder“ beschreibt. Ende August habe auch das Hotelleben ein Ende, eine zentrumsnahe Wohnung sei dann bezugsfertig. Auch sportlich geht’s offenkundig in die richtige Richtung. Bei seinem ersten Einsatz für die KSV knapp 24 Stunden nach seiner Verpflichtung leistete er unfreiwillig die Vorlage zum 4:0-Endstand für die Youngster von Mainz 05 II. „So ein Pass darf nie und nimmer passieren“, lautete Lewerenz’ Selbstkritik. Am vergangenen Sonntag markierte er per Flachschuss das 2:0 in Halle – eine starke Reaktion.

 Bliebe noch die Frage ob des Spontan-Wechsels nach einer Glanz-und-Gloria-Saison in Würzburg an die Ostsee. „Wenn ein Verein wie Holstein anfragt, gibt es zurzeit kaum einen Spieler, der nicht zusagt“, antwortet Lewerenz. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund: „Außerdem freue ich mich, jetzt meinen dreijährigen, in Hamburg lebenden Sohn wieder häufiger sehen zu können. Ich wollte auch deshalb unbedingt zurück in den Norden.“ Gekommen, um zu bleiben. Ein Titel der deutschen Pop-Rock-Gruppe „Wir sind Helden“, der zum Motto für Black- und R&B-Musikfan Lewerenz reifen könnte.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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