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RWE träumt von glorreichen Zeiten

Holstein Kiel RWE träumt von glorreichen Zeiten

Über einen Mangel an Aufmerksamkeit kann sich Erfurt dieser Tage nicht beklagen. Die Sicherheitslage wegen Terrorgefahr auf einem der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands ist ein Dauerthema. Profi-Fußballer hingegen gerne mit positiven Nachrichten ablenken. Am Sonnabend (14 Uhr) ist Holstein Kiel zu Gast.

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Noch gleicht das Erfurter Steigerwaldstadion, wo am Sonnabend Holstein Kiel zu Gast ist, einer Großbaustelle. Im Juli 2016 wird die moderne Arena fertiggestellt sein und mit einem Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 eingeweiht.

Quelle: imago/Jan Huebner

Kiel. Wenn die Kieler Störche vor dem vorletzten Auswärtsspiel des Jahres das Erfurter Steigerwaldstadion begutachten, werden sie auf viel Provisorium treffen. Bei laufendem Betrieb wird die 1931 als „Mitteldeutsche Kampfbahn“ eröffnete Sportstätte derzeit in eine moderne Arena verwandelt. Noch präsentiert sie sich zwar als Großbaustelle, doch die Eröffnungsfeierlichkeiten werfen ihre Schatten bereits voraus. Im Juli werden die Thüringer ihre für knapp 50 Millionen Euro umgebaute Manege mit einem Spiel gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 einweihen. Für diesen besonderen Tag wurde extra ein Trikot entworfen, auf dem die Silhouette der neuen Arena abgebildet ist. „Es soll an diesem Tag mehr als nur Fußball zelebriert werden. Der Tag soll zu einem gesamtgesellschaftlichen Ereignis für die Landeshauptstadt werden“, meint RWE-Vizepräsident Thomas Kalt.

 Von der lang ersehnten Sportstätte und den damit verbundenen neuen wirtschaftlichen Perspektiven verspricht sich RWE die Rückkehr zu glorreichen Zeiten – sprich in die Zweite Bundesliga, wo sich der Verein zweimal (1991/92 und 2004/2005) jeweils nur eine Saison lang halten konnte. Sportlich sieht es derzeit allerdings eher mager aus. Vier der sieben Drittliga-Ostklubs tummeln sich momentan in der grauen Tabellenzone zwischen Rang zehn und 14 – mittendrin auf Platz zwölf: Rot-Weiß Erfurt. Während der kommende Gegner und Tabellennachbar Holstein Kiel in der vergangenen Saison buchstäblich bis zur letzten Minute um den Zweitligaaufstieg mitspielte, schnupperten auch die Erfurter lange Zeit am Relegationsplatz. Ein verkorkstes letztes Saisondrittel sorgte allerdings für große Ernüchterung bei den Anhängern. Nur langsam erholten sie sich von dem Schreck des plötzlichen Absturzes.

 Stellvertretend mit Christian Preußer als jüngstem Trainer im deutschen Profifußball will RWE künftig frischer und jugendlicher anmuten. Im Tor steht mit Philipp Klewin ein erst 22-jähriger, aber bereits enorm erfahrener Drittliga-Keeper, der weiterhin enormes Steigerungspotenzial besitzt. Angeführt wird die Truppe von Stürmer Carsten Kammlott (25), mit dem RWE in der Offensive überdurchschnittlich gut besetzt ist. In die Karten spielt Preußer zudem, dass der Kader auf nahezu jeder Position doppelt oder gar dreifach besetzt ist. Schmerzhaft waren hingegen die Abgänge von Kevin Möhwald zum 1. FC Nürnberg und Rafael Czichos, der am Sonnabend in den Reihen von Holstein Kiel aber Gelb gesperrt fehlen wird.

 Gegen die Störche hoffen die RWE-Anhänger auf Wiedergutmachung. Am vergangenen Wochenende hatten die Erfurter immerhin das prestigeträchtige Ostduell bei Energie Cottbus verloren.

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