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Schäffler ist ein Gewinner unter Siegern

Holstein Kiel Schäffler ist ein Gewinner unter Siegern

Am Tag danach schien die Sonne nicht nur vom Himmel über der Förde, sondern auch in den Herzen der Profis vom Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. Der verdiente 2:0-Erfolg beim Halleschen FC sorgte für Erleichterung nach der 0:4-Auftaktpleite der Störche in heimischen Gefilden gegen Mainz 05 II. Faktisch wegen der drei ersten Punkte in dieser Saison.

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Holstein-Torschützen unter sich: Steven Lewerenz (oben) und Manuel Schäffler (li.), dessen Jubel-Geste Raum für Interpretationen lässt.

Quelle: Matthias Hermann

Halle/Kiel. Im Detail stimmte mit Blick auf die Entwicklung der neu formierten Mannschaft vor allem das Kollektivverhalten im Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr sowie die Arbeit gegen den Ball insgesamt optimistisch.

 „Wir haben uns gut reingekämpft. Am Ende war es wieder eine überzeugende Arbeit nach hinten, um die Null zu halten und vorne die entscheidenen Akzente setzen zu können“, sagte Manuel Schäffler stellvertretend: „Wir wussten von Anfang an, was wir drauf haben. Die Niederlage gegen Mainz war einfach ein Denkzettel.“ Ausgerechnet er selbst mutierte in Halle zunächst zum Opfer der personellen Neuausrichtung von KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel. Die ersten 60 Minuten auf der Einwechselbank verbringen zu müssen, betrachtete der 26-jährige Stürmer, in der Vergangenheit in der Startelf gesetzt, indes nicht als ungerechte Rückstufung: „Nach dem Spiel gegen Mainz durfte sich niemand über irgendwelche Maßnahmen beschweren.“

 Am Ende seines gut 30-minütigen Arbeitseinsatzes an der Saale durfte sich Schäffler dann sogar als ein Gewinner unter Siegern fühlen. Sein Tor zum 1:0 (74.) ebnete den Störchen den Weg zum Auswärtserfolg, den Neuzugang Steven Lewerenz (77.) mit seinem Treffer endgültig unter Dach und Fach brachte. „Natürlich spiele ich lieber von Beginn an. Aber mir fällt es nicht schwer, auch einmal die Joker-Rolle auszufüllen. Ich kann schnell von Null auf 100 hochfahren“, erklärte der gebürtige Bayer, der seinen Vertrag bei der KSV im März bis zum 30. Juni 2017 verlängert hatte. Der Dank seiner Kollegen war ihm gewiss. „Die Qualität, die von der Bank kommt, ist brutal. ’Cheffe’ beispielsweise hat heute gebrannt“, rühmte Mannschaftskapitän Marlon Krause. „Wir sind in der Breite noch besser aufgestellt als im vergangenen Jahr. Denn da sind ja noch ein paar Spieler, die sich aufgrund von Verletzungen noch nicht zeigen konnten“, ergänzte Schäffler.

 Gestern Regeneration, heute frei. Auch für Schäffler eine willkommene Phase, um den Akku neu zu laden. Schon am Sonnabend (20.30 Uhr) steht der nächste Höhepunkt des noch jungen Spieljahres an: das DFB-Pokalduell gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart. Das 4:2 der Schwaben nach 4:0-Halbzeitführung gegen das Star-Ensemble von Manchester City im Test am vergangenen Sonnabend hinterließ auch beim Störche-Angreifer Eindruck. Am Selbstvertrauen des 1,89-Meter-Hünen hat dieses Ergebnis indes nicht genagt: „Jeder weiß, wie schwer es ist, gegen unterklassige Mannschaften im Pokal zu spielen. Oft genug nehmen die Favoriten ihren Gegner auf die leichte Schulter. Wir gehen in dieses Spiel wie in jedes andere: Wir wollen gewinnen.“

 Natürlich sei der Liga-Alltag wichtiger als der Pokalwettbewerb. Sich aber auf dieser Bühne mit den besten Fußballern Deutschlands messen und dadurch verbessern zu können, sei ein immenser Motivationsfaktor. Der 119-fache Zweitligaakteur sollte wissen, wovon er spricht. Schließlich stand er am 21. Mai 2011 im Trikot des MSV Duisburg unter der Berliner Abendsonne auf dem Rasen des Olympiastadions – im Finale des DFB-Pokals gegen Schalke 04!

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