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Siegermentalität gegen Würzburg gefragt

Heimspiel in Kiel Siegermentalität gegen Würzburg gefragt

Es ist der 18. Spieltag und das vorletzte Heimspiel dieses Jahres. Doch für Fußball-Drittligist Holstein Kiel (Platz 13/20 Zähler) zählt vor der Partie gegen Aufsteiger Würzburger Kickers (Rang 10/21 Punkte) am Sonnabend (14 Uhr) vor allem, den dritten Dreier in Serie einzutüten.

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Wie hier gegen das Abwehrtrio von Energie Cottbus soll Holsteins Spielmacher Fabian Schnellhardt (vier Tore, drei Assists) auch am Sonnabend gegen die Würzburger Kickers Akzente setzen.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Der Gegner ist bekannt, die Zielvorgabe steht felsenfest, die Personallage sieht vergleichsweise günstig aus – und doch leuchtet hinter dem Heimauftritt des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen die Würzburger Kickers ein dickes Fragezeichen: Wie viel Siegermentalität steckt im Gefieder der Störche?

Der dritte Heim-„Dreier“ dieses Spieljahres wäre zugleich eine Zäsur in positiver Hinsicht: Erstmals in dieser bislang so wechselhaften Saison hätten die Kieler (bislang 20 Zähler) drei Erfolge in Serie eingetütet. Zudem die Würzburger in der Tabelle überflügelt und der Konkurrenz ein passendes Signal gesendet: Seht her, die fünf Punkte vom letzten und neun Zähler vom dritten Rang getrennten Störche fliegen wieder aufwärts!

 Mit einer Mannschaft, die beim jüngsten 3:1 in der Regenschlacht von Stuttgart nur noch fünf Akteure des Vorjahres-Kaders in der Startformation erlebte. Ein Indiz für den konsequenten Umbruch im Team? „Nein“, antwortet Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel: „Das war eher Zufall und kann sich schnell wieder ändern.“ Beibehalten werden sollen dagegen die zuletzt gezeigten Tugenden. „In Stuttgart waren die Basics vorhanden. Die Mannschaft muss den Anspruch haben, Woche für Woche diese Basics abzurufen, an ihre Grenze zu gehen. Immer wieder über den Kampf zum Spiel zu finden“, lautet der Appel Neitzels. An die Gefahr eines neuerlichen Spannungsabfalls wie bei der Pokalpleite in Lübeck nach dem Drittliga-Heimsieg gegen Großaspach glaubt der 47-Jährige nicht: „Ich setze großes Vertrauen in die Aufnahmefähigkeit der Spieler.“

 Auch deshalb, weil der bis auf die drei „Kreuzbänder“ (Kenneth Kronholm, Marlon Krause, Milad Salem) komplette Kader in dieser Trainingswoche für das zentrale Thema („Umschaltspiel aus einer kompakten Grundordnung“) sensibilisiert worden sei. Den Gegner bewertet er als taktisch flexiblen Aufsteiger, der diesen eher verharmlosenden Beinamen aber nur auf dem Papier trägt. Lediglich zwei Tore haben die Würzburger bislang in fremden Gefilden kassiert, nur einmal auswärts verloren. Die beste Defensive der Liga (insgesamt 14 Gegentreffer) beginne bereits in vorderen Regionen, in denen sich mit Amir Shapourzadeh, Nejmeddin Daghfous, Marco Haller und Rico Benatelli Akteure tummeln, die zusammen die Erfahrung von 213 Zweitligaeinsätzen auf den Platz bringen. Im zentralen Mittelfeld zieht der Ex-HSVer und Osnabrücker Daniel Nagy die Fäden. Der Ungar stand zuletzt bei Ferencvaros Budapest unter Vertrag.

 Dass es bei den Kickers bislang zu „nur“ 21 Punkten gereicht hat, liegt an der noch ausbaufähigen Chancenverwertung. Weniger als die 14 Würzburger Tore hat nur Erzgebirge Aue (12) erzielt. „Ich hoffe, der Knoten der Würzburger platzt nicht ausgerechnet in Kiel“, mahnt Neitzel.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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