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Holstein Kiel Startrampe Storchennest

Sie kommen modisch stylisch daher, müssen sich mit altersgerechten Alltagsproblemen beschäftigen, ihre Worte zeugen von Bodenhaftung. Und dennoch hoffen Tammo Harder und Kingsley Schindler auf den professionellen Höhenflug: Startrampe Storchennest!

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Jung und cool: Holsteins U23-Neuzugänge Kingsley Schindler (li.) und Tammo Harder.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Schindler, der am vergangenen Dienstag seinen 23. Geburtstag feierte, kämpft mit Dauerbrenner Patrick Herrmann um den Posten des rechten Verteidigers. Der pfeilschnelle, in Hamburg geborene Flügelflitzer könnte aber auch in offensiverer Rolle zum Einsatz kommen.

Der Durchbruch beim Bundesligisten TSG Hoffenheim blieb ihm in den zurückliegenden zwei Jahren verwehrt. „Ich war vor der vergangenen Saison in der Vorbereitung des Erstliga-Kaders dabei. Doch der Start für den Klub war nicht gut. Die TSG steckte sofort im Abstiegskampf. Da war es schwer, mich einzubauen“, sagt Schindler ohne späten Zorn: „Ich bin nicht sauer, dass es nicht geklappt hat.“ Über die zweite Hoffenheimer Mannschaft in der Regionalliga Südwest ging es nun zurück in den Norden, zurück in die Nähe der Familie.

Das private Kontrastprogramm dazu liefert Tammo Harder. Der 22-jährige Offensivakteur hat erstmals westfälische Gefilde hinter sich gelassen. Aufgewachsen in Seppenrade bei Lüdinghausen, entpuppte sich das Sturmtalent im Nachwuchsbereich 14 Jahre lang als bundesweit beachteter Grenzgänger zwischen den Erzrivalen Borussia Dortmund und Schalke 04.

"Ich bin von Natur aus fit"

Meriten im Herrenfußball erwarb sich Harder letztlich beim BVB. Allerdings ausschließlich in der U23-Vertretung der Gelb-Schwarzen. Auf „ein paar Freundschaftsspiele und eine Nominierung für den Bundesliga-Kader“ blickt der Neu-Kieler zurück. Aber auch auf 21 Tore in insgesamt 68 Drittiga-Einsätzen für den BVB II. „Er hat schon bewiesen, dass er auf diesem Niveau den Unterschied ausmachen kann“, sagt Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel über den 1,74 Meter großen Harder, sieht bei ihm kleine Parallelen zum französischen EM-Star Antoine Griezmann. „Körpergröße und Spielweise ähneln sich tatsächlich. Und Griezmann ist auch lange als zu klein für den ganz großen Fußball bewertet worden“, meint Harder und lacht angesichts dieses Kompliments.

Seine überraschende Kopfballstärke verdanke er seiner Statur. „Ich musste schon immer ein gutes Timing entwickeln, um mich gegen die Verteidiger durchsetzen zu können.“ Eine Qualität, die indes nicht ausgereicht habe, um sich angesichts der Weltklasse-Konkurrenz in Dortmund entscheidend empfehlen zu können.

Nun also Holstein Kiel. Der Start verlief etwas holprig, die Fitnesswerte waren anfangs nicht eben optimal. „Da war Verbesserungspotenzial vorhanden“, sagt Harder selbstkritisch. Zuletzt plagte ihn eine Wadenzerrung. „Ich bin von Natur aus fit“, hält Schindler im Flachs dagegen. Der Single verweist auch auf einen anderen Pluspunkt abseits des Spielfeldes: „Ich bin es gewohnt, mich selbst zu versorgen. Kochen bereitet mir keine Schwierigkeiten.“

Neubeginn mit vielen Facetten

Harder, getrennt von Freundin, Freunden und Eltern, bestaunt derweil die erst am vergangenen Donnerstag neu installierte Küche – westfälischer Humor inklusive: „Bislang habe ich diese Herausforderung mit der Außer-Haus-Bestellung des Essens gemeistert.“ Im Notfall kann er aber auch beim neuen Nachbarn klingeln. Harder wohnt wie Schindler im Kieler Stadtteil Hassee.

Startrampe Storchennest – ein Neubeginn mit vielen Facetten.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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