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Holstein Kiel feiert ersten Saisonsieg

2:0 in Halle Holstein Kiel feiert ersten Saisonsieg

Und am Ende sangen sie wieder, die diesmal rund 250 Störche-Schlachtenbummler. Am Spieltag der Unentschieden setzte Fußball-Drittligist Holstein Kiel das richtige Zeichen, gewann mit Geduld, Disziplin und einem Schuss Genialität verdient mit 2:0 (0:0) beim Halleschen FC.

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Schäffler ist ein Gewinner unter Siegern

Erzielte das Kieler Führungstor: KSV-Angreifer Manuel Schäffler (Mitte).

Quelle: mah

Halle. Manuel Schäffler (74.) und Steven Lewerenz (77.) gaben mit ihren Treffern die richtige Antwort auf das 0:4 zum Saisonauftakt gegen Mainz 05 II.

Die Kieler wirkten konzentriert bis ins Mark, auf Wiedergutmachung gepolt und personaltaktisch mit der Rückkehr zum Bewährten neu formiert. Hauke Wahl und Neu-Kapitän Marlon Krause bildeten wie beim Höhenflug des ersten Halbjahres 2015 das Duo im Abwehrzentrum. Neuzugang Denis-Danso Weidlich rückte ins defensive Mittelfeld vor.

Selbstbewusst schwangen die Störche in den ersten 25 Minuten den Taktstock auf dem Rasen bei Temperaturen über 30 Grad. Die rot-weißen „Chemiker“ zeigten sich derweil anfangs ähnlich fehlerhaft justiert wie deren Stadionsprecher. Dem Hinweis, dass den Gästen der Doppelpackschütze vom 2:2 des Vorjahres, der Neu-Bremer Rafael Kazior, nicht mehr dabei sei, folgte die Begrüßung „der Mannschaft von der Nordsee“.

Gegen die erwartet tief stehenden Hallenser ließen die Kieler den Ball streckenweise sehenswert zirkulieren. Mit einem „Zauberfuß“ Fabian Schnellhardt, der in Durchgang eins zum besten Spieler auf dem Feld avancierte, in der Hauptrolle. Lewerenz (6.) besaß nach genialem Schnellhardt-Zuspiel die Riesenchance zur 1:0-Führung der Gäste. Zwar blieben die Holstein-Profis auch im weiteren Verlauf optisch dominant, besaßen ein deutliches Ballbesitz-Plus und demonstrierten aus verbesserter Grundordnung auch große Willenskraft in Sachen Balleroberung. Doch der klare Zug zum gegnerischen Tor blieb zu häufig in guten, aber zu komplizierten Ansätzen stecken.

Immerhin, das Defensivverhalten stimmte in weiten Teilen. Die gefürchteten HFC-Turbo-Tempo-Konter wurden fast ausnahmslos unterbunden. Gefahr kam nur nach Hallenser Flanken auf. Tim Furuholm (26.) und der sträflich ungedeckte Stefan Kleineheismann (42.) ließen zum Holstein-Glück ihre Kopfball-Möglichkeiten aus.

Nach knapp einer Stunde wechselte KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel seinen etatmäßigen Regisseur Maik Kegel aus, ging mit der Einwechslung Schäfflers volles Risiko. „Mein Gefühl war, dass Maik beim Umschaltspiel in beide Richtungen nicht seinen besten Tag hatte. Wenn wir mit einem Punkt zufrieden gewesen wäre, hätte ich aber anders gewechselt“, so Neitzel. In der 74. Minute signalisierte Edel-Joker Schäffler seinem Kollegen Rafael Czichos per Augenkontakt seine Anspielbereitschaft. Nach einem punktgenauen 40-m-Diagonalschlag des Linksverteidigers nahm der Holstein-Stürmer den Ball unbedrängt an, drang in den Strafraum ein und blieb auch beim Abschluss eiskalt.

Keine 60 Sekunden nach der KSV-Führung besaß Osawe die Doppel-Chance zum Ausgleich. Der fiel aber nicht. Stattdessen ebneten Schäffler mit einem klugen Seitenwechsel und Tim Siedschlag per Rückpass Lewerenz die Möglichkeit zum 14-m-Flachschuss zur Endscheidung. Der erste Treffer des Ex-Würzburgers im Holstein-Trikot – und das beim Startelf-Debüt. Lewerenz als Symbolfigur für die Entwicklung der Störche? Noch in der Vorwoche hatte der Ex-Würzburger den Mainzer Treffer zum 4:0 mit einem Fehlpass eingeleitet.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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