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Nervenprobe beim Vorverkaufsstart

Holstein Kiel Nervenprobe beim Vorverkaufsstart

Montag, 7.45 Uhr, Famila-Markt in Kiel-Wik. Rund 40 Personen warten auf den Start der freien Vorverkaufs für das DFB-Pokalspiel des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel gegen den VfB Stuttgart am 8. August (20.30 Uhr). In 15 Minuten soll der „Spaß“ beginnen.

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Olaf Trossowski, der erste Pokalkartenbesitzer.

Quelle: Matthias Hermann

Kiel. Es seien weniger Interessierte als bei den jüngsten Großereignissen im Holsteinstadion, erklärt Giulietta Wölk hinter dem Verkaufstresen. Die Spannung bei Fans indes ist so groß wie immer. Exakt um 8 Uhr versucht Wölks Kollegin Birgit Eller, beim Online-Ticketportal und Holstein-Dienstleister „Eventim“ mit dem Verkauf zu beginnen. Tatsächlich signalisiert der Bildschirm freie Plätze auf den Tribünen der Störche-Arena. Nur buchen lassen sie sich nicht. Es leuchtet der rote Kreis mit einem X – Fehlermeldung. Famila-Mitarbeiter Hauke Lühr eilt herbei, kann aber auch nichts richten. Spekulationen schießen ins Kraut. Ist der Server zusammengebrochen, weil zu viele Ticket-Händler das Netz blockieren? Ist das Spiel schon jetzt ausverkauft? Die Hoffnung, Karten zu erwerben, schwindet. „Das ist jetzt der Super-Gau“, stöhnt Giuletta Wölk, auch bei den Kollegen in Altenholz gehe nichts.

8.24 Uhr: Ein Anruf bei Eventim ergibt, das Verkaufssystem sei nicht frei geschaltet. Wie lange das dauern könne, sei nicht gewiss. Endzeitstimmung macht sich breit. Auf ihren Smartphones erfahren die Wartenden von angeblich erfolgreichen Mitbewerbern, die von zu Hause das Objekt der Begierde bereits bekommen haben wollen.

8.46 Uhr: Bingo, plötzlich klappt’s doch noch, der Kartendrucker läuft wie am Schnürchen. Olaf Trossowski, nebenberuflich Schiedsrichter von Rot-Schwarz Kiel, hält als Erster zwei Pokal-Tickets in die Kamera. Ein glückliches Gesicht nach zwei Stunden Anstehen. Und auch die Leidensgefährten können bedient werden.

„Auf den Verkaufsstart hatten wir keinen Einfluss mehr, denn es war alles mit dem Dienstleister besprochen. Dass sich das trotz der Erfahrungen in der Vergangenheit nicht eingespielt hat, ärgert mich maßlos. Die meisten Menschen denken doch, die bei Holstein haben von der Organsisation keine Ahnung“, murrt Störche-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke später. Von den 8200 Karten für KSV-Fans waren gestern Abend 7400 abgesetzt (Sitzplätze ausverkauft). Nur bei den Stehplätzen gibt es echte Chancen für Nachzügler.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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