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Der Norden setzt auf Sieg

Holstein Kiel - TSV 1860 München Der Norden setzt auf Sieg

Heute heißt es Daumen drücken: Ab 20.30 Uhr (live auf NDR) fiebert die Region mit den Noch-Drittliga-Fußballern von Holstein Kiel. In der Allianz-Arena wollen die Störche den Münchner Löwen und ihren geschätzten 50000 Anhängern trotzen. Ein Sieg würde den Aufstieg in die Zweite Bundesliga bedeuten und einen millionenschweren Investitionsschub für die Region auslösen.

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Die Fans von Holstein Kiel sind auf dem Weg nach München.

Quelle: Rüdiger Granzotti

Kiel. 1250 Kieler haben sich Karten gesichert. Der Verein rechnet aber mit der doppelten Zahl an Schlachtenbummlern, die individuell anreisen, unter ihnen auch Ministerpräsident Torsten Albig und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Der ehemalige Rechtsverteidiger wollte sich kurz vor dem Abflug noch ein Trikot seines auf gleicher Position agierenden Lieblingsspielers Patrick Herrmann besorgen. Zu einer möglichen Siegesfeier im Erfolgsfall der Störche sagte Kämpfer: „Ich würde mich freuen, wenn Holstein mir die Ehre auf dem Rathausbalkon erweist.“

Ulf Kämpfer weiß: Bei der heutigen Begegnung geht es um mehr als eine neue Spielklasse. Die Region rechnet im Erfolgsfall nicht zuletzt mit Blick auf die Olympia-Bewerbung mit einem großen Imagegewinn. Allein die Einnahmen des Vereins würden aus dem Verkauf von TV-Übertragungsrechten von aktuell 750000 auf etwa fünf Millionen Euro pro Jahr steigen. Doch zuvor muss die Spielstätte der Störche auf Vordermann gebracht werden. Etwa 3,5 Millionen Euro sind nötig, um aus dem Holstein-Stadion eine Arena zu machen, die den Anforderungen der Zweiten Bundesliga gerecht wird. Bis zum Saisonstart im Juli müsste Platz für dann 15000 Fußballfans geschaffen werden. Steigt die Mannschaft auf, sollen schon in den kommenden Tagen die Bagger anrollen. Er wisse, dass im Falle eines Aufstiegs eine Diskussion über die finanzielle Beteiligung der Stadt am Stadionausbau folgen wird, sagt Ulf Kämpfer und fügt hinzu: „Ich hoffe, ich darf diese Diskussion führen.“

Hier zeigen wir Ihnen Fotos rund um das Relegations-Endspiel TSV 1860 München gegen Holstein Kiel.

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Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) spricht von einem unbezahlbaren Marketing-Effekt. „Von einem Aufstieg Holsteins würde ganz Schleswig-Holstein profitieren. Das Wichtigste ist der Werbeeffekt. Der Name Kiel würde in allen Medien häufiger als bisher fallen. Nutznießer wären aber auch regionale Sponsoren. Die Unternehmen hätten die Möglichkeit, über den populären Fußball ins Fernsehen zu kommen.“ FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sagt voraus: „Das würde das Selbstbewusstsein der Schleswig-Holsteiner stärken, und zwar nicht nur derjenigen, die sportbegeistert sind.“

Auch die Wirtschaft setzt auf Sieg: „Für den Wirtschaftsstandort und die damit verbundene Imagebildung wäre ein Aufstieg genau das Richtige“, sagt Michael Legband, Sprecher der Industrie- und Handelskammer zu Kiel. „Die bundesweite Präsenz würde den Ruf Kiels als Sportstadt unterstreichen.“ Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, fiebert ebenfalls mit: „Der Puls von Kiel-Marketing schlägt mitten in der Stadt, so wie der von Holstein Kiel.“

Klar ist: Holstein-Trainer Karsten Neitzel kann heute Abend seine Bestformation auf den Platz schicken. Er sagte den Kieler Nachrichten: „Wir fahren nach dem Spiel quer durch Deutschland und hoffen, die Musik dann auf volle Lautstärke drehen zu können.“

Von Andreas Geidel und Paul Wagner

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Spiel gegen Holstein Kiel
Foto: Die Sechziger bauen beim Showdown vor allem auf die beeindruckende Kulisse in der Allianz Arena, wo rund 60000 Zuschauer erwartet werden.

Zum Siegen verdammt: Für Fußball-Zweitligist 1860 München geht es am Dienstag gegen die Kieler Störche ums blanke Überleben. Eine Niederlage und der damit verbundene Absturz könnte für den krisengeplagten Traditionsklub schlimme Folgen haben, sogar eine Insolvenz wäre dann nicht mehr ausgeschlossen.

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