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Holstein Kiel: U19 schafft den Klassenerhalt

Bundesliga Holstein Kiel: U19 schafft den Klassenerhalt

Die U19 von Holstein Kiel ist in Feierlaune: Durch den 2:0 Auswärtssieg bei RW Erfurt ist der Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert.

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Heute wird gefeiert: Die U19 von Holstein Kiel bleibt in der Bundesliga.

Quelle: Patrick Nawe

Erfurt. Darauf haben die Jungstörche seit Wochen akribisch und zielgerichtet hingearbeitet. Holsteins U19-Kicker landen im Überlebenskampf der A-Jugend-Beletage den dritten Streich in Folge und feiern damit vorzeitig den Ligaverbleib in der Staffel Nord/Nordost. Denn nun ist Fakt: Der erhoffte Auswärtserfolg bei Rot-Weiß Erfurt vertrieb das Abstiegsgespenst endgültig, in den verbleibenden zwei Spielen ist den Jungstörchen der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.

Über dem Aufeinandertreffen der beiden vom Abstieg bedrohten Mannschaften schwebte eine Vorgeschichte - so wurmte die Kieler Kicker immer noch mächtig die seinerzeit im letzten November erlittene 2:3-Schlappe im irregulären Schneegestöber. So war der KSV-Tross zum Rückspiel mit einer Extraportion Wut im Bauch angereist und „grillte“ die Thüringer noch in der ersten Halbzeit per Doppelschlag.

„Nach fünf Minuten bekamen wir Zugriff auf die Partie und haben dann in der Folge auch unsere erste echte Chance zur Führung genutzt“, analysierte KSV-Trainer Christian Riecks die Anfangsviertelstunde im Nachgang. Ein erster Schreck fuhr den Kielern, die im Vergleich zur Vorwoche mit unveränderter Startformation angetreten waren,  dabei jedoch bereits nach drei Minuten in die Glieder, als Erfurts Kraulich nach dem ersten RW-Eckball nur hauchdünn  „drüber“ zielte. Danach stand die Störche-Defensive stabil und sicher. Zudem konnte das Gästeteam die Kugel ruhig in den eigenen Reihen zirkulieren lassen, da  Erfurt abwartend und tiefstehend agierte.

Capitano Bünyamin Balat nahm die Sache dann energisch in die Hand, tankte sich auf dem Flügel geschickt durch und legte schließlich dem mitgelaufenen Berat Ayyildiz klug zum 1:0 auf - unhaltbar schlug die Kugel oben im Winkel ein (16.). Diese Aktion spülte endgültig Selbstvertrauen und Rückenwind in die KSV-Reihen - bereits nach einer guten halben Stunde legte der Tabellenneunte entschlossen nach. Wieder einmal ging dem Treffer eine Standardsituation voraus: Gefühlvoll zirkelte „Feingeist“ Balat den ruhenden Ball vor das Erfurter Gehäuse - konnte Sanders „Erstversuch“ noch von der Abwehr  „geblockt“ werden, so kam gegen den trockenen Nachschuss von Berat Ayyildiz jede Rettung zu spät (31.).

Landete ein gefühlvoller Sen-Schlenzer danach noch auf der Latte (39.), so hielt Keeper Tjark Grundmann die Kieler Halbzeitführung in der Nachspielzeit noch mit zwei Glanzreflexen fest. Als das aktivere, nunmehr verzweifelt um jeden Meter Boden ringendes Team präsentierte sich Erfurt nach dem Seitenwechsel. Hierbei spielten zunächst Mittelfeldakteur Pommer die Nerven einen Streich, der die Kugel über den leeren Kieler Kasten setzte (60.). Im druckvollen Erfurter Powerplay „klärte“ anschließend noch Vincent Born auf der Torlinie (82.), kurz danach verhinderte der Außenpfosten den Anschlusstreffer (86.).

Unterm Strich war der Kieler Triumph jedoch nicht unberechtigt. Dass Balat, Fernandes, Ayyildiz und Co. die Qualität für das Oberhaus mitbringen, belegte die Aufholjagd in der Rückrunde. Überwinterte das mit happigen vier Auftaktschlappen holprig gestartete Team  mit mageren 13 Punkten auf einem Abstiegsplatz, so startete das Riecks-Ensemble im Frühjahr forsch durch. Mit nunmehr 31 Zählern auf der Habenseite können die Planungen für die fünfte Saison in Serie vorangetrieben werden.

Und in den verbleibenden zwei Partien gegen Hertha BSC und Energie Cottbus jagen Balat, Sicker und Mitstreiter noch die klubinterne Rekordmarke von 33 Punkten seit dem Wiederaufstieg - aufgestellt noch unter Trainer Frank Drews in der  Saison 2012/2013.

Von Jürgen Schinke

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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