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Ziemlich beste Fußball-Freunde

Holstein Kiel Ziemlich beste Fußball-Freunde

Sie kamen im Sommer 2014 zu Holstein Kiel, waren Nachbarn, verpassten im Relegationsdrama von München den Zweitliga-Aufstieg und stehen sich ab 14 Uhr erstmals als Kontrahenten gegenüber: Fortuna Kölns Mittelfeldkraft Maik Kegel und Kenneth Kronholm – abseits der Rasenfläche ziemlich beste Freunde.

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Tastet sich an seine Top-Form heran: Holstein-Torwart Kenneth Kronholm.

Quelle: Frank Molter

Kiel. „Ich freue mich wirklich, ihn nach zwei coolen und intensiven Holstein-Jahren wiederzusehen“, sagt der 30-jährige Kronholm. Die Kommunikation zwischen Kegel und ihm sei mehr oder minder regelmäßig – nur halt in dieser Woche nicht. „Fünf Euro fürs Phrasenschwein, aber vor und während der 90 Minuten plus X ruht unsere Freundschaft“, ergänzt die Kieler Nummer eins.

 Überzogene Furcht vor einem Treffer seines Kumpels im fremden Shirt plagt Kronholm nicht. Ganze zwei Törchen hat der gebürtige Dresdner in seinen 74 Drittligaspielen für die Störche erzielt. „Wenn überhaupt, dann doch nur, wenn er aus mindestens 35 Metern abzieht“, flachst Kronholm im Rückblick auf den Distanzfreistoß Kegels zur 1:0-Führung beim MSV Duisburg am 16. Mai 2015 (Endstand: 1:3). Oder das 4:0 aus 45 Metern am 20. Dezember 2014 in Rostock.

 Nicht zuletzt wegen der mangelnden Torgefahr entschieden die Holstein-Verantwortlichen, Kegels am 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Uwe Koschinat, bei der Fortuna Cheftrainer, Sportdirektor und Kaderplaner in Personalunion, stattete den 26-jährigen Kreativspieler mit einem Einjahreskontrakt in der Domstadt aus. „Er wird der Mannschaft gerade gegen seinen Ex-Klub wieder mehr Schärfe verleihen“, sagt Koschinat über Kegel und mit Blick auf die erste Saisonniederlage am vergangenen Dienstag beim SV Wehen Wiesbaden (0:3) nach zuvor zwei Siegen am Stück.

 Kronholms Engagement bei Holstein ist bis 2018 datiert. Zwei Jahre in Folge (2014 und 2015) wurde er zum besten Drittliga-Keeper gewählt. Dann erlitt er einen Kreuzbandriss, musste 13 Monate pausieren. Jetzt tastet sich der stets im Manuel-Neuer-Stil mitspielende Torwart an seine Top-Form heran – leichte Patzer (noch) inklusive. „Natürlich muss ich meine Fehler minimieren, aber insgesamt fühlt sich alles schon wieder ganz gut an“, so Kronholm. Wie am Dienstag in der Schlussphase, als er mit zwei Glanzparaden den 3:1-Heimerfolg gegen Lotte sicherte. Der erste „Dreier“ der Saison als wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für ihn wie für die Mannschaft gilt heute das Zauberwort des Trainers Karsten Neitzel: Konstanz!

Verfolgen Sie das Spiel ab 14 Uhr im Liveticker auf www.kn-ksv-liveticker.de

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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