13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Cool in den Arminia-Zirkus

Holstein Kiel bei Bielefeld Cool in den Arminia-Zirkus

Arminia Bielefeld gegen Holstein Kiel – mehr als am kommenden Sonnabend (14 Uhr) geht in diesem Spieljahr der Dritten Fußball-Liga nicht. Das mit Hochspannung erwartete Gipfeltreffen gleicht einem Festival der Superlative.

Voriger Artikel
Der Run auf die letzten Tickets
Nächster Artikel
Mandel rückt in Ligakader auf

 Auf die Kieler Störche wartet die starke Arminia Bielefeld.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. So hat der Spitzenreiter aus Ostwestfalen um Top-Torjäger Fabian Klos (20 Treffer) wettbewerbsübergreifend in den vergangenen 21 Heimspielen auf der Alm 20 Siege und ein Remis eingetütet. Inklusive der Pokal-Erfolge gegen die Bundesligisten Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, wodurch die Arminia heute im Halbfinale (20.30 Uhr/ARD) den VfL Wolfsburg erwartet. „Das ist schon beeindruckend. Aber diese Serie macht uns keine Angst. Schließlich haben auch wir tolle Statistiken zu bieten“, sagt Ralf Heskamp, Sportlicher Leiter des Tabellenzweiten aus Kiel.

 Zwölf Auswärtspartien in Folge blieben die Störche zuletzt ungeschlagen – die Rekordmarke in der noch jungen Historie der 2008 eingeführten eingleisigen Dritten Liga! Mehr noch: Die Mannschaft von Erfolgstrainer Karsten Neitzel stellt nach Gegentoren (23) die beste Defensive der Liga, hat zudem die wenigsten Niederlagen (5) kassiert und im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg gegen die Konkurrenz aus Bielefeld, Duisburg und Stuttgart noch keinen Gegentreffer gefangen. Auf der Bielefelder Alm indes, das belegt der Blick in die Geschichtsbücher, gab's für die Störche bislang nichts zu holen. Im Pokalwettbewerb 1937/38 unterlagen die Kieler mit 1:5, in der Zweitliga-Saison 1979/80 mit 0:3. „Da hatten wir keine Chance, da standen bei der Arminia Uli Stein im Tor und der ehemalige Holstein-Trainer Gerd-Volker Schock im Sturm“, erinnert sich der damalige Holstein-Abwehrrecke Immo Stelzer an diesen 30. November 1979. Der heute 61-Jährige hält für die Nachfahren im Störche-Trikot aber auch einen Rat parat: „Nur an die eigenen Stärken glauben und nicht von der Atmosphäre irritieren lassen. Die Alm wird am Sonnabend wahrscheinlich ausverkauft sein. Das wäre mich noch ein zusätzlicher Anreiz.“

 Auch Stelzers damaliger Mitstreiter, Außenverteidiger und Mittelfeldspieler Thorsten Neumann, kann im Rückblick von den speziellen Bedingungen in der Bielefelder Festung erzählen. „Wenn man damals aus der Kabine kam und den Rasen betreten wollte, musste man direkt an den Arminen-Fans vorbei. Da bekam ich als erstes einen Kübel Konfetti ins Gesicht. Das war wie bei einem Einmarsch in die Zirkus-Arena“, so der heute 59-Jährige.

 Ralf Heskamp derweil ließ sich in seiner aktiven Karriere von den heißblütigen Westfalen nicht aus der Fassung bringen. Dreimal gastierte der 49-Jährige mit dem VfL Osnabrück auf der Alm. Zwei Unentschieden und ein Auswärtssieg sprangen dabei in den Jahren 1986 und 1987 heraus. „Vielleicht sollte ich am Sonnabend noch einmal meine Stiefel schnüren“, flachst Heskamp und ergänzt: „Ich bin mir aber sicher, die Mannschaft wird auch ohne mich erfolgreich sein.“

 Tickets für den Sonnabend-Gipfel bei Arminia Bielefeld gibt es am Mittwoch zwischen 12 und 18 Uhr im Fanshop im Holsteinstadion (nur gegen Barzahlung). Laut Vereinsangaben stehen noch rund 500 Sitzplätze und mehrere hundert Stehplätze für Störche-Schlachtenbummler zur Verfügung. Bislang wollen gut 800 Fans Holstein auf der Alm unterstützen. Für das vorletzte Heimspiel gegen Fortuna Köln (9. Mai) waren bis gestern Abend mehr als 5000 Karten verkauft, für das Saison-Heimfinale gegen die Stuttgarter Kickers (23. Mai) sind keine Karten mehr erhältlich.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.